Selbstanzeige von Steuerhinterziehern: wie machen ohne Belege, wenn es eilt?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

die möglichkeit zu verhandeln gibt es. aber da sollte man einen rechtsanwalt oder steuerberater vorschicken.

wenn man keinen handel eingehen kann, so ist zeitdruck. es sollte eine schätzung möglich sein. und von der ausgehend sollte man noch einen puffer drauflegen (10-20%). auf jeden fall sollte vermieden werden, dass zu wenig geschätzt wird, denn die strafen sind empfindlich in so einem fall.

ohne rechtsanwalt und/ oder steuerberater würde ich auf keinen fall so eine anzeige machen.

Die einzige Chance in diesem Fall ist, zur Sicherheit höher schätzen udn dann die Differenz erstatten lassen.

Schätzt er zu gering, ist er mit der Differenz zur richtigen Schuld weiter im strafbaren Bereich.

Falls eine Selbstanzeige schnell erfolgen muss, Belege nicht vorliegen und auch ansonsten eine umfassende Berechnung nicht möglich ist, muss der Hinterziehungsbetrag geschätzt und damit eine (gestufte) Selbstanzeige abgegeben werden. Dabei sind immer großzügige Sicherheitszuschläge zu machen, da die Selbstanzeige immer nur Straffreiheit in Höhe des angegebenen Hinterziehungsbetrags gewährt.

Das angesprochene Problem einer "zeitnahen Zahlung" sehe ich so nicht. Obwohl natürlich zeitnah zur Selbstanzeige gezahlt werden kann und sollte, ist dies noch keine Voraussetzung für die Straffreiheit. Es muss nämlich zunächst von der Bustra/Strabu (nicht: Veranlagungsfinanzamt / Steuerbescheid) eine angemessene Zahlungsfrist gesetzt werden. Eine solche Fristsetzung erfolgt meist recht spät im Verfahren, jedenfalls deutlich nach dem Zeitpunkt der Abgabe einer Selbstanzeige.

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In die Schweitz reisen, Bank aufsuchen, Belege ausdrucken lassen, Überblick verschaffen, Selbstanzeige beim Finanzamt. Ist alles in allem in 48 Stunden zu schaffen.

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