Selbständiger, 40 J., mit Gründungszuschuß, bei AOK bleiben oder in private Krankenkasse gehn?

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10 Antworten

40 Jahre ist für den Wechsel in eine private Krankenkasse etwas spät. Man weiß auch nicht, ob die Ehe/Familienplanung wirklich abgeschlossen ist, wenn doch noch Heirat kommt, mit Kindern und Frau, dann würde es in der privaten KV teuer, da diese keine kostenfreie Familienmitversicherung kennt. Auf der anderen Seite ist man natürlich privat besser versichert, es gibt die besseren Leistungen, manchmal schnellere Arzttermine, manchmal sogar extra Wartezimmer. Er soll doch einfach einige Angebote von priv. Krankenkassen anfordern, sich auch den Leistungskatalog ansehen. Aber auch beachten, was man sich in den Beiträgen jung spart, kommt oft im Alter auf einen zu. Hohe Beiträge für ältere Versicherte, dann wechselt man auf andere Tarife mit weniger Leistungen oder höherem Selbstbehalt, dann hat man auch nicht mehr die Versicherung, die man mal wollte. Es gäbe auch die Möglichkeit einer privaten Zusatzversicherung, vielleicht der goldene Mittelweg.

In der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben, da bleiben zumindest auch im Alter die Kosten überschaubar.

Er sollte sich die Frage selbst beantworten, kann ich den hohen Beitrag im Alter (Rentner) bezahlen? Bis 55 kann er noch in die GKV wechseln, muß aber wieder ein Arbeitnehmer sein. Eine gesetzliche Krankenversicherung und evtl. priv. Zusatzversicherung würde ich empfehlen. Ich war seit 1990 selbständig und bin unwissend in die Private Krankenversicherunggekommen. Jetzt bin ich Rentnerin mit einer Rente von 700€ und soll ab 1. 7. 2010 481,00€, 2011 551,00€ usw.zahlen. Alternativ wurde mir ein Wechsel in einen anderen Tarif angeboten: 469,25€ mit SB von400€, evtl., bei Verzicht auf Chefarztbehandlung spare ich dann 53,92 ein. An Hand dieser Zahlen können Sie einschätzen, was Ihnen die Private Versicherung mal bringen wird. Oder Sie sind sich gewiß, dass Sie bis dahin auch privat vorgesorgt haben. Meine Rente bestehtaus gesetzl.+Priv.Rente. Eine Überlegung ist das Wert!

Beantwortet von einer 67 jährigen Rentnerin.

Man darf natürlich bei der Betrachtung der Selbstbeteiligung nicht den Fehler machen und vergessen das man dann Privat-Patient ist. Also alle Sätze mal 3,5. Man wird die SB also immer zahlen bei jedem Arztbesuch, immer.

Er ist 40 Jahre, ledig und eigentlich gesund? Was heisst die Einschränkung "eigentlich" ? 40 Jahre ein absolut später Termin um in die PKV zu wechseln. Wird er den Rest seines Lebens ledig bleiben, eine spätere Rückkehr in die GKV geht dann nicht mehr.

Er kann sich Angebote einholen wie er will. Privat fängt bei 500-600€ an mit SB. Der Mindestbeitrag bei der AOK ist 315€ für KV PV,Sonderbeitrag, Kinderloszuschlag. Aber AOK will Sonderbeitrag nehmen. Achtung! Ferner ist zu bedenken, da man bei der PKV keine Krankenversicherung für Rentner mehr bekommt. 90% der 2. Erwerbshälfte muss man in der GKV gewesen sein (weniger als 1 Jahr). Also einmal PKV immer PKV, es sei denn er lässt sich wieder einstellen. Bekommt man bei Gründungszuschuss nicht einen Nachlass? Bei mir war das damals (IchAG) so. GKV Mindestbeitrag wurde nur von ca. 1300€ gerechnet. Frag mal bei der AOK und ArbAgent nach.

Eine pauschale Aussage kann man nicht geben. 40 ist nicht unbedingt zu spät. Der Wechsel muss aber nicht grundsätzlich gescheit sein. Die GKV bietet keine Sicherheit und spätestens wenn die Kosten enorm steigen hilft einem nicht in der GKV zu sein und dafür im Alter tlw. wirklich schlecht versorgt zu sein. Aber wie gesagt, ob sich ein Wechsel lohnt muss wirklich ganz individuell betrachtet werden.

Mein Tipp sollte hier helfen - einfach mal lesen kostet nix :-) http://www.finanzfrage.net/tipp/wann-lohnt-der-wechsel-in-die-pkv

Zwar kann ich Deine Frage nicht "sicher" beantworten, weil dazu noch einige Fakten fehlen.

Viel wurde hier ja schon dazu geschrieben, aber nicht alles davon ist richtig.

Wenn etwa immer wieder behauptet wird, dass eine PKV im Alter immer teurer wäre als eine GKV, dann muss ich dem aus eigener Erfahrung widersprechen.

Ich bin inzwischen im Ruhestand und zahle bei der PKV eindeutig weniger, als ich bei der GKV zahlen müsste und zahle in meinem "normalen" Tarif auch weniger als ich in der "Basisversicherung" der PKV zahlen müsste.

Ob das bei Deinem Freund auch so wäre, kann er aber nur feststellen, wenn er sich ein konkretes Angebot machen lässt.

Sich privat versichern mit 40 ???

Ist vermutlich etwas billiger als die GKV so bis 55 Jahre - wenn man älter wird, steigen die Prämien und man kommt nicht in die GKV zurück.

Und da ist noch die Gesundheitsprüfung - wenn man nicht gesund ist, dann auf jeden Fall in der GKV bleiben, denn schon die Eingangsprämien könnten sehr teuer werden.

Ein Wechsel mit 40 finde ich recht spät. Die Frage die sich aber stellt – was sind die Beweggründe? Geht es um die Leistung oder um die in Aussicht gestellte Ersparnis? Wenn er auf eine bessere Absicherung Wert legt, kann man über einen Wechsel nachdenken. Er muss sich dann aber mit höheren Kosten im Alter anfreunden und entsprechend vorsorgen.

Wenn es nur um ein paar Euro Ersparnis geht, würde ich eher empfehlen, in der GKV zu bleiben.

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