Selbständiger - Aufnahme einer sozialvers.pfl. Tätigkeit ... gesetzliche Krankenversicherung?

2 Antworten

Hallo, wenn ein Selbständiger eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnimmt, ist er ja unter bestimmten Voraussetzungen wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung unterzubringen, oder?

Ja wenn die Anstellung im Haupterwerb erfolgt und der Selbständige noch keine 55 Lenze hinter sich gebracht hat, sowie unter der JAEG verdient.

Ich habe bisher gelesen, dass das Gewerbe abgemeldet werden muss.

Nein das stimmt nicht. Wenn das Gewerbe finanziell und zeitlich klar nachrangig zur Anstellung ist und keine versicherungspflchtigen Angestellten beschäftigt werden ist von einem Nebenerwerb i.S.d. Krankenversicherung auszugehen.

Andere Meinungen sagen aus, dass es möglich ist, in die GKV zurückzukehren, wenn die sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mehr als 50% des Einkommens ausmacht.

Geld, Zeit, Angestellte sind die Hauptkriterien bei der Statusbewertung.

Hallo,

bei Aufnahme einer SV-pflichtigen Tätigkeit wird man auch GKV-versichert,

  • wenn man unter 55 ist (darüber nur, wenn weniger als 5 Jahre PKV versichert)

  • unter der JAEG verdient

  • und diese Tätigkeit die Selbstständigkeit überwiegt. Dabei werden sowohl Arbeitszeit als auch Einkommen betrachtet. Eine Gewerbeabmeldung ist nicht erforderlich.

Viel Glück

Barmer

Eine Gewerbeabmeldung ist nicht erforderlich.

Dann liege ich ja total falsch.

http://www.cecu.de/private-krankenversicherung-rueckkehr-gesetzliche.html

Hier finde ich aber:

Privat krankenversicherte Freiberufler und Selbständige können nur Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden, wenn sie ihre freiberufliche bzw. selbständige Tätigkeit aufgeben und das Gewerbe abmelden.

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@gammoncrack

Also nachdem ich weiter recherchiert habe, scheint es mir auch so zu sein, dass eine Abmeldung nicht nötig ist. Allerdings muss halt die sozialversicherungspflichtige Tätigkeit überwiegen. Fragt sich jetzt nur, wie das praktisch aussehen soll. Wenn man z.B. am Ende eines Jahres die Tätigkeit aufnimmt, wird dann einfach der bisherige Jahresgewinn genommen? Und was ist, wenn nach ein paar Monaten die soz.vers.pfl. Tätigkeit wieder aufgegeben wird?

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@GlennQuagmire

Es gibt dafür Richtlinien der Kassen, die allerdings eine individuelle Prüfung im Einzelfall nicht ersetzen.

Bei Aufnahme einer Beschäftigung deutlich über 20 Std. z.B. wird man zunächst immer von einer nebenberuflichen Selbstständigkeit ausgehen, egal wie hoch vorher dort verdient wurde.

Wenn die Beschäftigung nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wird, besteht die Möglichkeit der freiwilligen Weiterversicherung, seit 2013 ohne die noch häufig zu findenden 12 Monate Vorversicherungszeit.

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KSK und Nebenjob - Jahrelang doppelt Sozalversicherung gezahlt

Hallo liebe Forengemeinde,

Ich bin selbständiger freiberuflicher Musiker und seit 1996 über die Künstlersozialkasse sozialversichert (KV: Hamburg Münchener, 01.01.2010 aufgegangen in der DAK) .

Seit 2001 übe ich eine sozialversicherungspflichtige Nebentätigkeit aus, von deren Aufnahme ich die KSK und KV seinerzeit in Kenntnis gesetzt habe.

Die freie künstlerische Tätigkeit ist in zeitlichem und finanziellem Umfang immer die Hauptätigkeit gewesen und dies ist auch von KSK und mittlerweile auch der DAK geprüft und bestätigt worden.

Ich habe seitdem für beide Einkünfte KV-, PV- und RV- Beiträge bezahlt, als Musiker an die KSK (die die Beiträge an die entsprechenden Träger weiterleitet), als Nebenberufler monatlich direkt abgezogene Beiträge für KV, RV und PV.

Jetzt hat meine KV (DAK) sich ohne mein Wissen bei der KSK mit der falschen Hinweis gemeldet, ich habe am 01.01.2010 eine sozialversicherungspfl. Tätigkeit aufgenommen und meine freiberufliche Tätigkeit "spiele lediglich eine untergeordnete Rolle". Dies musste ich nun mit einigem Aufwand richtigstellen und nach vielen Briefen ist nun mein alter Status bei der KSK wieder hergestellt. Von der DAK dazu übrigens direkt an mich kein Wort, sondern nur ohne mein Wissen an die KSK ('Über mich statt mit mir " reden war anscheinend die Devise).

Ergebnis dieses Vorgangs war jedoch die Feststellung der wohl doppelt gezahlten Beiträge.

Ich werde nun konsequenterweise meinen Arbeitgeber (Nebentätigkeit) in Absprache mit der KV (DAK) veranlassen, keine KV- und PF- Beiträge mehr abzuführen.(Siehe dazu auch Seite 2 dieser interessanten KSK Rechtsinformation:www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/download/daten/Versicherte/Versicherung_trotz_Nebenjob.pdf )

Meine Frage: Wie sieht es mit rückwirkenden Beitragserstattungen, aus? Wie stehen die Chancen, die doppelt gezahlten KV (und PV) Beiträge (und zwar für die untergeordnete, sprich Nebentätigkeit) auch über die vierjährige Verjährungsfrist hinaus zurückzubekommen?

Danke im Voraus fürs Lesen und (hoffentlich) Beantworten!

Finn.

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Ersteinkommen über Beitragsbemessungsgrenze - kann ich mich GKV-versichern?

Da ich bis dato Soldat war und durch die truppenärztliche Heilfürsorge abgesichert war, war ich bis dato weder privat noch gesetzlich versichert (ausgenommen die Familienversicherung während der Schulzeit über meinen Vater (privat versichert)).

Zum 1. Juli 2011 trete ich nun eine Festanstellung in der Privatwirtschaft (unbefristet, Vollzeit) an mit einem Monatsgehalt, das deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Meine Übergangsgebührnisse werden noch für 11 weitere Monate fortbestehen (Gesamtdauer 24 Monate).

Mein Antrag auf Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung wurde abgelehnt. Die Begründung: Aufgrund meines hohen Einkommens käme nur eine private Krankenversicherung infrage.

M. E. zählen die Übergangsgebührnisse nicht als Einkommen. Das Einkommen im Kontext meiner neuen Anstellung habe ich noch nicht. Theoretisch kann ich weder sicher sein, dass ich das Einkommen in einem Jahr noch verdienen werde, noch konnte ich bis dato ein Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze nachweisen. Ergo müsste ich Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung haben, zumal bei einem Wechsel in die Privatversicherung ein Nachweis über ein Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze für die letzten drei Jahre nachgewiesen werden muss.

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Einkünfte aus Nebengewerbe und Mini-Job: Wie verhält es sich mit Sozialversicherungen und Steuer?

Liebe Experten, ich wäre unendlich dankbar für die Hilfe zur Lösung folgenden Sachverhalts:

Ausgangssituation:

Partner (w) keinen Job, da mit Kind (2 J.) zu Hause. Vorerst keine Einkünfte, Krankenversicherung: wird selbst gezahlt, freiwillig pflichtversichert, ca. 180 € im Monat.

Partner (m) angestellt, Jahresverdienst brutto ca. 90.000 T€, Krankenversicherung freiwillig pflichtversichert.

beide Partner sind nicht verheiratet, haben ein gemeinsames Kind und leben im gleichen Haushalt.

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Neue Situation:

Partner (w) betreibt nun ein Nebengewerbe mit prognostiziertem Gewinn von ca. 8.000€. Monatlich also ca. 670 €. In Zukunft potentiell mehr. _________________________________________________________

Fragen zur Sozialversicherungen/insb. Krankenversicherung

a1) Ist es Möglich, durch die Aufnahme einer Mini-Job Tätigkeit, alle notwendigen Sozialversicherungsrechtlichen Pflichten nachzukommen (durch den Arbeitgeber) ohne diese von Partner (w) aus eigener Tasche zahlen zu müssen?

a2) Kann ein potentieller Arbeitgeber selbst ein Nebengewerbe betreiben aus dem heraus er Partner (w) als Mini-Job einstellt, ohne den Status der Nebentätigkeit zu verlieren?

b) Gibt es Grenzen die zu beachten wären, sodass diese Konstellation aufrecht erhalten werden kann (bspw. Verdienst im Nebengewerbe) für Partner (w)?

c) Gibt es einen Mindestverdienst im Mini-Job, sodass Partner (w) versichert wird?

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Freundliche Grüße

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