Selbständige Pflegekraft aus Osteuropa

4 Antworten

Wenn Gewerbeschein und E101 vorhanden sind, dann ist es OK. Ich würde mir noch die Steuernummer geben lassen.

Die Versicherungen usw. sind dann Problem des Auftragnehmers.

LOhnfortzahlung, Urlaub, Urlaubsvertretung ist alles das Problem des Auftragnehmers. Der nimmt den auftrag an an bestimmten Tagen die Pflege zu organisieren. Dann soll er dafür sorgen, das es geschieht.

Diese Fragen würden sich immer nur bei einer Angestellten stellen.

Wenn eine Dame aus Osteuropa auf Selbständiger Basis hier in Deutschland als 24 h Pflegekraft herkommt ist das nicht legal. Da nützt auch die E101 nicht. Wenn die Person nur für einen Kunden zur Verfügung steht, das ist der Fall bei einer rund um die Uhr Betreuung, dann kann der Staat eine Scheinselbständigkeit nachweisen und die zu betreuende Kraft wird rückwirkend als Arbeitgeber eingestuft. Es enstehen Zahlungen aus sozialabgaben und Strafen.

Die einzige Möglichkeit ist nach EU-Recht eine entsendung von Dienstleistung aus dem Osteuropäischen Staat, einige Punkte müssen da auch eingehalten werden!! Info: www.altenpflege-haushaltshilfen.de - unter Recht nachzulesen.

gruß

Wenn es auch schon 2010 war: Das ist rechtlich nicht richtig. Es gab und gibt die Entsendung. Die E101 heißt jetzt übrigens anders, ist aber schon immer rechtlich legal gewesen. Die Damen, die entsendet werden, sind keine Selbständigen, sondern kommen mit Hilfe einer deutschen Agentur von einer Agentur ihres Heimatlandes. Jetzt ist es auch möglich Selbständige zu beauftragen. Hiermit habe ich ich aber nicht mehrnnäher befaßt, da es seit längerem leider nicht mehr erforderlich ist.

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Die entscheidende Frage ist zunächst, ob es sich tatsächlich um eine selbständige Tätigkeit handelt oder um ein Arbeitsverhältnis. Wenn eine Rundumbetreuung angestrebt wird, wird die Dame aus Osteuropa vermutlich keinen weiteren Kunden betreuen können. Dann liegt eindeutig ein echtes Arbeitsverhältnis vor, egal wie die Tätigkeit vertraglich bezeichnet oder geregelt wird. Das bedeutet: Der Arbeitgeber muss die Dame zur Lohnsteuer und Sozialversicherung anmelden und auf das vereinbarte Bruttogehalt die gesetzlichen Abgaben abführen (Lohnsteuer, Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung). Ferner gibt es einen gesetzlichen Mindesturlaub, so dass in der Zeit des Uraubs für eine Aushilfe gesorgt werden muss. Bei Krankheit gibt es die gesetzliche Lohnfortzahlung, die aber bei Kleinstbetrieben von der Krankenkasse teilweise erstattet wird.

Alles andere, also eine selbständige Tätigkeit ohne Lonsteuer und Sozialversicherung, wäre eindeutig iligal.

Wenn keinerlei Erfahrungen mit dem ziemlich bürokratischen Aufwand der Lohnabrechnung besteht, empfehle ich, die Dienstleistung eines Steuerberaters oder einer Lohnabrechnungsagentur in Anspruch zu nehmen. Günstige Angebote sind im Internet zu finden.

Noch ein Hinweis: Arbeitgeber kann die betreute Person selbst sein, die sich per Vollmacht durch eine andere Person, beispielsweise durch Sie, verteten lässt. Und noch ein Hinweis: Die Kosten für den Pfleger sind steuerlich teilweise absetzbar; außerdem gibt es vom Staat Pflegegeld. Das sollten Sie am Besten mit der für Pflegegeldleistungen zuständigen Behörde klären. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Antworten weiter helfen, auch wenn das Ergebnis leider nicht so positiv ausfällt wie vielleicht erhofft.

Wolfgang

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