Seit über 10 Jahre sitze ich auf Dt.Telekom Aktien und Aktien der Deutschen Bank. Es hat wohl wenig Sinn, sie weiter zu halten. Was soll ich tun?

5 Antworten

Es ist wenig ergiebig, darüber zu diskutieren, ob das, was Du in den letzten 10 Jahren gemacht hast, sinnvoll war, oder nicht. Hinterher weiss man immer alles besser. "Du hast noch nicht längst verkauft, obwohl die Aktie schon so tief gefallen ist?", "Du hast Die Aktie noch nicht verkauft, obwohl sie schon so hoch gestiegen ist?". Was soll's, das ist Vergangenheit und ohnehin nicht zu ändern.

Ob Du Aktien nun schon 10 Jahre oder erst 10 Wochen "besitzt" und ob sie inzwischen erheblich im Kurs gefallen oder gestiegen sind, ist unerheblich für "den Sinn" einer möglichen Verkaufsentscheidung. Entscheidend ist allein Deine heutige Strategie bzw. Deine heutigen Kurserwartungen. Ich besitze Aktien, die ich schon mehr als 20 Jahre im Depot habe, deren Erträge allein inzwischen schon den Kaufpreis "finanziert" haben und deren Kurswert sich in dieser Zeit vervielfacht hat (zudem dauerhaft steuerfrei, da Kauf vor Einführung der Abgeltungssteuer). Ob ich diese weiter behalte, ist ausschließlich davon abhängig, ob ich deren Zukunftsaussichten so einschätze, dass ich sie zum aktuellen Kurs kaufen würde.

Gleiches gilt für eine Aktie, die erheblich im Kurs gefallen ist (soweit kein aktuelles Insolvenzrisiko besteht). Auch diese kann aus aktueller Sicht ein erhebliches Kurspotential haben. Auch wenn ich heute sicher keine DB-Aktien kaufen würde, gibt es dazu ganz unterschiedliche Ansichten. Diese Frage/n sollte man daher aufgrund von selbst recherchierten Informationen eigenständig entscheiden.

Du gehörst, wie hier schon geschrieben wurde, zu den inaktiven Anlegern, was nicht negativ sein muss. Ob man als solcher sein Geld besser in Aktienfonds oder ETFs (die ich bevorzugen würde) anlegen sollte, ist ebenfalls eine individuelle Frage, die jeder für sich beantworten muss. Ich bin z.B. "inaktiver Anleger" und habe nur Einzelaktien.

Die erste Frage an Dich wäre, warum willst Du Dich überhaupt von den Aktien trennen? Brauchst Du das Geld oder würdest Du es direkt neu investieren wollen?

Es ist ggf. nicht unwichtig, zu berücksichtigen, dass (weitere) Kursgewinne, zumindest bei der Telekom-Aktie steuerfrei wären. Würdest Du diese verkaufen und das Geld neu investieren, müsstest Du mit der neuen Aktie je nach Deinem Steuersatz für einen gleichen Gewinn nach Steuern eine gleich hohe Dividende und eine um 100% bessere Kursentwicklung haben.

Zu Deiner Zusatzfrage:

Rechnen kannst Du aber schon? ;-)

Verkaufserlös + Dividenden/Erträge - Kaufpreis = Gewinn/Verlust

Du hast 10 Jahre lang Deutsche Bank gehalten, obwohl die in der Zeit von weit über 30 auf unter 10 gefallen sind?

Bei der Telekom, die in dem Zeitraum von unter 9 auf 17 fast verdoppelt haben, hast Du den Gewinn nicht mitgenommen?

Eine Frage, machst Du die Sache mit Deinen Aktien um Dein Vermögen zu vernichten?

Übergibt Dein Depot blos schnell einem Profi.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Du schreibst in der Frage, dass Du keinen Sinn darin siehst, die Aktien weiter zu halten.

Dann musst Du sie eben verkaufen.

Welche Erwartungen hast Du denn mit dem "Oder"? Geheime Erfolgsstrategien, welche vorhandene Kursverluste in wundersame Kursgewinne umwandeln?

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ich will wissen, ob ich sie mit Gewinn oder Verlust verkaufe (die Dividendenzahlungen eingerechnet) Wie berechne ich das ?

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@nobel

Das berechnest Du über die Rendite. Gib über eine Internetsuchmaschine die Begriffe "Aktienrendite berechnen online" ein und Du bekommst mehrere Treffer.

Ein Link, den ich herausgesucht habe, wird leider vom Support abgewiesen

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@nobel

Die Angaben sind doch lediglich für Dich und dein Gewissen. Verkauf die Titel und nimm Aktien mit Ertragspotenzial! Einzeltitel nenn ich hier nicht. Aber sie dir die Tops und Flops auf Finanzen.net an!

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Aktien im Ausland weit vor 2009 gekauft

Beispiel: Es wurden vor vielen Jahren im Ausland deutsche Aktien gekauft.

  • Jetzt stehen zwei Optionen zur Verfügung

a) Zu einer Bank in Deutschland übertragen und demnächst verkaufen: Vorteil Gesamtkosten niedriger als von der Auslandsbank verkaufen lassen

b) Die Aktien von der Auslandsbank verkaufen lassen. Kosten ungefähr 1%. Der Vorteil, dort ist ja bekannt, dass die Aktien weit vor 2009 gekauft wurden, während bei einem Übertrag zu einer deutschen Bank diese Information verloren gehen könnte.

--- Falls etwas schief läuft und es Schwierigkeiten auf der Steuerseite gibt, kann man dann beim lokalen FA mit Bankbelegen nachweisen, dass die Aktien schon lange gehalten wurden und reicht es nur nachzuweisen, dass sie vor 2009 schon im Eigentum waren oder muss das Kaufdatum mit Kaufpreis nachgewiesen werden?

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Hallo, mir stellt sich seit einiger Zeit die Frage ob es sinnvoll ist jährlich einen Teil seiner Aktien, welche im Plus sind, zu verkaufen um die 801€ des Steuerfreibetrages auszunutzen.

Es ist doch so wenn ich Aktien mehrere Jahre halte und diese immer weiter ins Plus gehen und man bei einem späteren Verkauf z.B. 3000€ Gewinn damit macht, dann werden in dem einen Jahr wo ich diese verkaufe ja zusätzlich 25% Abgeltungssteuer von den restlichen 2199€ erhoben. Das somit knapp 550€ wären. Wenn ich jetzt aber jährlich nur einen Teil meiner Aktien verkaufen, womit der Gewinn unterhalb von 801€ liegt und danach die Aktien einfach wieder neukaufe, dann reduziert sich der Einstiegskurs und bei einem späteren Verkauf haben ich damit weniger Gewinn was wieder zu versteuern wäre.

Sinnvoller wäre es natürlich den Steuerfreibetrag mit etwas zu anderes erzielen (z.B. Festgeld, Tagesgeld usw.) aber das wirft ja mittlerweile immer weniger ab.

Deshalb meine Frage, habe ich da einen Denkfehler drin, oder ist das tatsächlich so? Das ich Verlust natürlich mit einberechnen kann ist mir natürlich auch bewusst.

Danke + Gruß

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