Sehr späte Spesenrückzahlung durch den Arbeitgeber - gibt es ein Recht auf Entschädigung?

3 Antworten

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Einen Reisekostenvorschuß, z.B. für Reisen mit absehbaren Kosten wie Hotel, Flug, Parken etc.

  • Einen Dauerreisekostenvorschuß in Höhe eines bestimmten Betrags

Der Reisekostenvorschuß wird vor einer Dienstreise beantragt und anhand der zu erwartenden, später abzurechnenden Kosten bestimmt. Dieser Betrag wird vom späteren Erstattungsbetrag aus der Reisekostenabrechnung abgezogen.

Kommt das häufiger vor, so wäre ein Dauerreisekostenvorschuß sinnvoll. Wenn Du beispielsweise ständig 1.000 EUR Ausstände hast, kannst Du das zu Jahresbeginn als Vorschuß erhalten und zum Jahresende wieder zurückzahlen. Das ändert nichts an der späten Erstattung, wohl aber an Deinem Vorschußumfang.

Um welche Summen geht es denn?

Wenn die Spesen dich finanziell so belasten, fordere einen Reisekostenvorschuß. Wenn das etwas ständig wiederkehrendes ist, dann einen Dauerreisekostenvorschuss . Kann nicht sein, das Du ständig Dein Gehalt vorstreckst,

Dadurch bin ich schon ein paar Mal in einen finanziellen Engpass geraten

Da stimmt entweder Dein Gehalt, Deine finanzielle Haushaltsplanung oder Notgroschenversorgung nicht! Da solltest Du drüber nachdenken, vielleicht mehr sparen oder gar den Job wechseln.

Habe ich hier einen Anspruch auf eine Entschädigung?

Einen Anspruch auf Entschädigung sehe ich nicht, aber einen Anspruch auf Klärung. Normalerweise werden die Abrechnungen innerhalb von 2-3 Wochen beglichen, manchmal auch nur zusammen mit der Gehaltsabrechnung. Für absehbar größeren Spesenbedarf sollte Dir der AG einen Vorschuss zahlen, allerdings sind das wirklich höhere Beträge. Wenn Du schon bei € 300 in finanzielle Schwierigkeiten gerätst, dann läuft bei Dir was ungut.

Du kannst auch das Gespräch mit dem AG suchen, aber vielleicht geht der Schuss auch nach hinten los, insb. wenn der finanzielle Engpass an Deiner fehlenden Finanzplanung oder finanziell strapazierten Lage liegt. Solche Mitarbeiter liebt ein AG selten aufgrund des Gefährdungspotentials.

Da stimmt entweder Dein Gehalt, Deine finanzielle Haushaltsplanung oder Notgroschenversorgung nicht! Da solltest Du drüber nachdenken, vielleicht mehr sparen oder gar den Job wechseln.

Das würde ich nicht zu beurteilen wagen. Wenn er 3000.- Euro verdient und Reisespesen von 2.000.- Euro hat, verstehe ich sein Problem schon sehr. Das hat dann mit Haushaltsplanung, etc. absolut nichts zu tun.

Da lobe ich mir den Kommentar von gandalf, der das richtig analysiert hat.

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@gammoncrack

@gammoncrack: Danke für Deinen Kommentar.

Du darfst getrost davon ausgehen, dass ich zum Zeitpunkt meines Kommentars den von gandalf noch nicht kannte. In meinem Kommentar bin ich sowohl auf unproportional hohen Reisekoste als auch auf den Reisekostenvorschuss genau eingegangen. Die Proportionalität des Gehalts zu den Reisekosten kommt bereits in Deinem zitierten Text zum Tragen. Ferner heißt es ja:

Für absehbar größeren Spesenbedarf sollte Dir der AG einen Vorschuss zahlen, allerdings sind das wirklich höhere Beträge. Wenn Du schon bei € 300 in finanzielle Schwierigkeiten gerätst, dann läuft bei Dir was ungut.

Nun zeigt meine Berufserfahrung, dass sich Leute mit einem Bruttomonatsgehalt von € 3.000+ für voraussichtliche Spesen von € 200 wiederholt einen Vorschuss beanspruchen, um dann teilweise nachher € 50 wieder zurückzahlen zu müssen.

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@LittleArrow

Das kenne ich natürlich auch. Aber ich unterstelle den (meisten) Fragestellern immer ein berechtigtes Interesse.

Mir wäre es aber auch lieber gewesen, wenn die Frage nach einer Entschädigung nicht gestellt worden wäre. Das erzeugt schon einen negativen Touch. Besser wäre sicherlich gewesen, ausschließlich nach einer Lösung des Problems zu fragen. Vor diesem Hintergrund kann ich auch Deinen Kommentar jetzt nachvollziehen.

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Mündliche Ablehnung für HARTZ-4 wer ist im Recht?

Guten Tag,

Mein WG Partner (der vor 3 Tagen zu mir gezogen ist)

Er hat vor 3 Jahren eine Ausbilung als Verkäufer absolviert,- hat hier und da paar mal als Lagermitarbeiter gearbeitet aber nur für Halbjahres Verträge, weil ihn sonst kein anderer Arbeitgeber nahm. Nun ist er seit knapp 5 Monaten Arbeitslos! Sein Handyvertrag hat seine Karte ebenfalls gesperrt weil er die 80€ nicht zahlen konnte. Seine Krankenversicherung macht ihm mit 300€ druck. Sein Auto ist schrott,- kein Geld für die Reperatur und seine Eltern haben ihn auch noch rausgeschmissen gehabt,- weil diese sehr Konservative sind. d.H wenn er es nicht schafft jeden Monat Geld für die "Miete" abzudrücken, wird er aus dem Haus rausgeschmissen. Nun habe ich ihm geraten (ich kenne ihn ja seit 3 Jahren,- haben dieselbe Ausbildungsschule besucht) sich hilfe beim Amt zu holen weil es so nicht weiter gehen kann. Er hat nicht mal geld um zur Vorstelungsgesprächen zu gehen,- falls eine Stelle sich meldet. Er bewirbt sich nun Online und hat immer nur emails zurückbekommen von Leihfirmen wo drin stand: "Wir werden Ihre unterlagen behalten sobald wir Personal brauchen) Er war bei sich im Bezirk beim Jobcenter und hatte sich informiert bzw wollte einen Antrag erstellen für Hartz4. Diese wurde direkt abgelehnt, da der Vater selbstständig ist und sich verweigert seine ganzen Finanzierungspapiere vorzulegen. Bzw er hatte ja mit dem Sohn nichts mehr zu tun, der Sohn war dort nur noch angemeldet. Daher medlete er sich ab und ich bat ihn bei mir als mein WG Partner mit einzuziehen. Ich habe sowieso seit 2 Jahren in der selben Wohnung den selben Zimmer frei. Wollte mit ihm dann die Miete halbieren. Im selben Monat noch gingen wir zusammen zur meiner ARGE in meinem Bezirk! Dort schilderte er seine Situation und sagte dass er dirngend unterstützung braucht, um sich einen Ticket zu leisten und um seinen Handy vertrag bezahlen zu können UND um Vorstellungsgespräche entgegennehmen zu können falls einer stattfindet. Mir sagte er, dass die Jobcenter Lady so unfreundlich zu ihm war und genau dies zu ihm sagte: "Ich habe im Systhem nachgeschaut und mich über Sie informiert. Sie waren vor 2 Wochen noch in (Sein Stadtteil) im Jobcenter. Dort haben sie eine klare ablehnung bekommen. Und jetzt sagen Sie mir dass sie Umgezogen sind und sitzen vor mir. Tut mir leid aber von uns bekommen Sie auch keine Unterstützung, da Sie uns nicht gefragt haben ob Sie ausziehen sollten bzw dürften." Daraufhin fragte mein WG Partner was er denn jetzt machen solle,- dass er nicht voran kommt und dass seine Familie ihm den Rücken zugekehrt haben. Und Sie hätte nur trocken geatnwortet: "Suchen Sie sich einen Job"

und schickte ihn raus. Er hat eine klare mündliche Ablehnung zum Hartz4 bekommen. WAS SOLLEN WIR TUN?

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