Schwerbehindertenausweis und Rentenanspruch

4 Antworten

Er hat bis jetzt nie gearbeitet

Wer sollte dann eine Rente bezahlen? Das ist ein Fall für die Sozialhilfe.

Meines Wissens nach steht Deinem Freund keine Rente, sondern Grundsicherung zu.

Sieh mal hier: Grundsicherung

Dieser Fall kommt aber nur bei Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben und keine Altersrente beziehen (Ausschluss nach § 7 Abs. 4 SGB II)

oder dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.

Anspruch auf Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung haben: ◾Personen ab Vollendung des 65. Lebensjahres ◾Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres bei dauerhafter und voller Erwerbsminderung

http://www.hartziv.org/sozialgeld.html

Ist das in diesem Fall nicht eine Erwerbsminderungsrente? Oder liege ich da falsch?

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Hallo Hoffnung,

Sie schreiben:

Schwerbehindertenausweis und Rentenanspruch<

Antwort:

Die Schwerbehinderung hat auf die Bewiiligung einer Erwerbsminderungsrente so gut wie keinen Einfluß, weil bei beiden Bewiiligungsverfahren grundverschiedene Bewertungsmaßstäbe zur Anwendung kommen!

Bei der Schwerbehinderung geht es grundsätzlich um die Bewertung von dauerhaften Gesundheitsschäden und auf Basis des zugewiesenen Grad der Behinderung (GDB) gibt es dann Anspruch auf diverse Nachteilsausgleiche!

google>>

versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/GdS-Tabelle.html

google>>

vdk.de/nrw/pages/sozialpolitik/nachteilsausgleiche/13473/nachteilsausgleiche

Bei der Bewilligung der Erwerbsminderungsrente geht es im Gegensatz zum Schwerbehindertenausweis um den Nachweis, in wieweit die Leistungsfähigkeit des Betroffenen auf Dauer durch die gesundheitlichen Schädigungen beeinträchtigt ist!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, der hat in der gesetzlichen Rentenversicherung keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit und muß demzufolge an Hand seiner medizinischen Beweisführung glasklar nachweisen, daß die Leistungsfähigkeit auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag innerhalb einer 5-Tage-Woche abgesunken ist!

Es gibt durchaus Betroffene mit GDB 80 und höher, welche aus diversen Gründen keine Erwerbsminderungsrente erhalten!

Denn leichte Tätigkeiten sind laut DRV z.B. Pförtner, Museumswärter, Nachtportier, usw.!

Mein Freund (24 Jahre alt) hat vor kurzem einen Schwerbehindertenausweis beantragt. In der Regel wird der Schwerbehindertenausweis mit dem Datum der Annahme des Anspruchs für einen Schwerbehindertenausweis durch die Behörden festgelegt. Er hat aber auch die Möglichkeit einen früheren Beginn (der Gültigkeit) für diesen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, weil seine gesundheitlichen Probleme und Arbeitsunfähigkeit bereits seit Anfang 2013 vorhanden sind<

Antwort:

Wegen des früheren Beginns sollten Sie sich direkt an Ihr zuständiges Versorgungsamt wenden, denn auf dessen individuellen Entscheidungen haben Außenstehende kaum Einfluß! Hilfestellung und rechtliche Beratung hierzu finden Sie ggf. beim VDK in Wohnortnähe!

Er hat bis jetzt nie gearbeitet und er ist seit zwei Jahren arbeitsunfähig.<

Antwort:

Grundvoraussetzung für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist zunächst das Erfüllen der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen!

In den letzten 5 Jahren müßen mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen belegt sein!

Ist dies nicht der Fall, besteht in der Regel kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, auch wenn die medizinischen Voraussetzungen nachgewiesen werden können.

Von dieser gesetzlichen Vorgabe gibt es nur sehr wenige Ausnahmen, welche Sie ggf. unter folgendem Link der DRV ab Seite 6 nachlesen können:

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Kann die Wartezeit vorzeitig erfüllt sein?

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren vorzeitig erfüllt.

Das ist der Fall, wenn Sie wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, einer Wehrdienst­ oder Zivildienstbeschädigung oder wegen politischen Gewahrsams vermindert erwerbsfähig geworden sind.

Grundsätzlich genügt hier schon ein einziger Beitrag zur Rentenversicherung, bei einem Arbeitsunfall beziehungsweise Eintritt einer Berufskrankheit jedoch nur, wenn Sie zum Zeitpunkt des Unfalls oder der Erkrankung versicherungspflichtig waren; anderen falls müssen Sie mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit in den letzten zwei Jahren davor gezahlt haben.

vor Ablauf von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden sind und in den letzten zwei Jahren vorher mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt haben.

Der Zeitraum von zwei Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung verlängert sich um Zeiten einer schu­lischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres, längstens jedoch um sieben Jahre.

Lassen Sie sich bitte in jedem Fall von Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt gründlich beraten, denn der Teufel steckt oft im Detail! Auch der VDK kann Ihnen hier mit Rat weiterhelfen!

Sollte es mit der Erwerbsminderungsrente nichts werden, besteht ggf. Anspruch auf Grundsicherung im Alter- und bei Erwerbsminderung, wobei hier aber in der Regel das gemeinsame Haushaltseinkommen zu Grunde gelegt wird und werden hier diverse Freibeträge überschritten, besteht ggf. kein Anspruch auf Leistungen.

Zur Grundsicherung erhalten Sie ebenfalls von der DRV, vom VDK und vom zuständigen Sozialamt Hilfestellung!

Manchmal läßt sich in diesem Zusammenhang durch einen Untermietvertrag ein eigener Hausstand nachweisen, so daß das gemeinsame Haushalts-Einkommen ggf. wegfällt!

Beste Grüße, Konrad

Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung bei verspäteter Anmeldung als Freiberufler (nebenberuflich)?

Hallo,

Ich bin seit 2013 bei einer Firma angestellt und habe meine Steuererklärungen bis Jahr 2016 über ein Lohnsteuerhilfverein tätigen lassen. Jetzt hat sich meine berufliche Lage geändert und ich bin verwirrt, also stelle ich hier einige Fragen.

Seit 2017 bin ich infolge einer Yogalehrer-Ausbildung nebenberuflich auch als Freiberufler tätig, und habe für 2017 ca.530 Euro und für 2018 voraussichtlich ca.1000 Euro damit bekommen.

Ich habe die Anmeldung beim FA zuerst (aus eigener Dummheit) komplett verpasst und im Laufe von 2017 und 2018 Rechnungen mit meiner SteuerID-Nr. ausgestellt - dass die SteuerID nicht dieselbe wie eine Steuernummer ist habe ich erst jetzt mitbekommen. Inzwischen weiss ich auch, dass ich die Anlagen EÜR, S und N einreichen muss. Ich habe mit dem FA telefoniert, meine Tätigkeit angemeldet, und bin jetzt am Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung. Den würde ich nun schnellstmöglich zurückschicken, dann einen Elster Account öffnen und binnen 31.Mai meine Steuererklärung für 2017 einreichen...

Ich weiss, ich hätte darüber früher denken, jetzt will ich nur weitere Fehler vermeiden und alles richtig zahlen.

Zum Fragebogen: ich würde als "Beginn der Tätigkeit" ein Datum in 2017 angeben und glaube, ich soll unter "Bisherige betriebliche Verältnisse" dementsprechend zugeben, dass ich in den letzten 5 Jahren eine freiberufliche Tätigkeit ausgeübt habe. Dann bin ich aber verunsichert, was unten Jahr der Betriebseröffnung zu verstehen ist, und damit, was für Zahlen als voraussichtliche EInkünfte zu geben sind.

Das Jahr der Betriebseröffnung ist 2017, obwohl ich den Fragebogen erst nun im 2018 einreiche. Damit ist also als "voraussichtliche Einkünfte" eigentlich die Summe anzugeben, die ich schon weiss, im 2017 bekommen zu haben (527 Euro). Als Folgejahr soll ich dann einfach das 2018 verstehen (obwohl dies das Jahr ist, wo ich die freiberufliche Tätigkeit anmelde). Sind diese Vermutungen richtig?

Ich bedanke mich für jeden Ratschlag.

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Bei Depotbeständen vor dem 01.01.2009 Kursgewinne steuerfrei?

Habe mir den von GAFIB zu meiner früheren Fragen eingestellten Link ****http://www.jblaustein.de/finanzen/abgeltungsteuer/abgeltungsteuer_verrechnung.ht...

durchgelesen, der schon einiges verdeutlicht. Noch mal vielen Dank dafür.

Darin ist häufig von Kursgewinnen und deren Behandlung mittels Verrechnungstöpfen die Rede.

Leider wird zu Kursgewinnen von vor dem Stichtag 01.01.2009 angeschafften Anlagen nichts gesagt, von denen ich meine, dass sie wegen Bestandsschutz steuerfrei sind, oder?

Gibt es auch Kursgewinne, z. B. bei Investmentfonds, die sich während des Besitzes der Anlage ergeben, also nicht erst bei deren Verkauf und greift hierbei auch der Bestandsschutz?

Thema Depotübertragung:

Zur Feststellung von Kursgewinnen, oder -Verlusten, muß nach meinem Verständnis ein Vergleich zwischen Kauf- und Verkaufspreis erfolgen. Vor einigen Monaten habe ich mein Depot von der Ursprungsbank (damit meine ich die Bank, über die ich auch alle Anlagen kaufte) zu einer anderen übertragen, mit der Maßgabe, auch die Verrechnungstöpfe zu übertragen. Die neue Bank schickte mir eine Kopie der Übertragungsliste, in der aber keine Anschaffungswerte stehen. Also wie soll die neue Depotbank Kursgewinne ermitteln?

Da auch die Datumsangaben für alle angeschafften Anlagen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmen, kann ja auch hierüber kein echter Anschaffungswert festgestellt werden.

Bei einem Papier hat die neue Depotbank einige hundert Euro Abgeltungssteuer erhoben, weil das Geschäftsdatum fälschlich nach dem Stichtag 2009 angegeben wurde.

Bei diesem falschen Datum handelt es sich aber um die Verschmelzung mit einem andern Fonds.

Trotzdem meine ich, dass auch in so einem Falle der Bestandschutz greifen müßte, denn in einer Veröffentlichung des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. steht folgendes hierzu:

„Besitzt der Anleger einen Fonds, der mit einem anderen Fonds verschmolzen wird, erhält er neue Anteile an dem anderen Fonds. Der Fiskus sieht diese "Veräußerung" und "Neuanschaffung" aber nur als steuerneutralen Vorgang, so dass die neuen Anteile in die Rechtsposition der alten Anteile eintreten (sog. "Fußstapfentheorie"). Somit ist es für den Anleger unerheblich, ob der Fonds vor 2009 oder nach 2008 fusioniert wird bzw. wie lange er seine Anteile besessen hat. Veräußert er seine neuen Anteile, ist der Gewinn steuerfrei, sofern er die alten Anteile vor 2009 gekauft hat und seit Kauf mehr als ein Jahr verstrichen ist.“

Auf eine schriftliche Aufforderung der alten Depotbank, die Daten zu berichtigen, hat diese erst gar nicht reagiert, so dass ich derzeit über ein Anrufen des Ombudsmann nachdenke.

Was meint Ihr dazu????

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RWE Betriebsrente

Ich geb 1950 meine Frau 1955 Ich Beruflich tätig seit 1966 Beginn Tätigkeit RWE 1974 Geheiratet 1978. Kinder geb 1985 und 1986 Berufliche Tätigkeit meiner Frau die ersten vier Jahre unserer Ehe. Derzeitiger Rentenanspruch meiner Frau um 320,00 € Sie würde ja bei einem Antrag auf Rente mit 60 auch davon nochmal 18% abgezogen bekommen. Im Jahr 1995 erwerb eines Einfamilienhauses mit damit verbundenen erheblichen Darlehensbelastungen. Im Jahr 2002 Auflösungsvertrag beim RWE mit Wechsel in Arbeitslosengeld eins und späteren Vorruhestand. Im Jahr 2004 Auszug meiner Frau zu einem anderen Mann. Derzeit lebt Sie aber wieder mit jemand anderes zusammen und bezieht Hartz vier. Nach der Trennung 2004 wurde mir schon Anwaltlich gesagt, dass ich für das Rentnerprivileg nicht in Frage käme. Ich blieb mit erheblichen Schulden gezwungendermaßen erst mal mit den Kindern und der alleinigen Zahlung aller Unkosten und Schulden zurück. Wegen der ganzen Schulden war ich nicht in der Lage eine Scheidung auf meine kosten zu betreiben. Schließlich wurde das Haus 2007 doch noch verkauft aber erheblich unter Verkehrswert Die Kinder begannen kurze Zeit danach eine Ausbildung. aufgrund der ständigen Belastungen ging ich 2010 in Insolvenz und vier Monate danach in eigentzliche Rente. Die Kinder zogen wegen des Endes ihrer Ausbildung und weil Sie nun über 25 Jahre alt wurden im Oktober 2010 und Mai 2011 in eigene Wohnungen. Seither wohne ich alleine und habe nach Pfändung meiner Rente derzeit aber bis zu einer möglichen Scheidung bestandsschutz.. Zudem bin ich Einkommensteuerpflichtig.

Frage: wie wird nach einer Scheidung für die Ehejahre der Versorgungsausgleich errechnet.

Besonders bei der Betriebsrente werde ich da nicht schlau. eigentlich dürfte da ja nur die Zeit von 1978 bis 2004 herangezogen werden auch wenn ich nicht geschieden bin. Wäre ich geschieden würde mir ja neben der laufenden Insolvenz ja auch nocjh der Versorgungsausgleich abgezogen. Ich wäre wahrscheinlich dann Obdachlos. Wer kennt sich aus

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