schwanger mit 16 welche unterstützung würde ich bekommen?

5 Antworten

Natürlich kann Dich keiner zum Schwangerschaftsabbruch zwingen.

Unterstützung von aussen ist allerdings davon abhängig, wie es Deinen Eltern geht. Wegen Mutter-Kind-Heim usw. würde ich mich mal beraten lassen.

Es gibt eine Reihe vonBeratungsstellen. Frage einfach Deinen Frauenarzt der kennt die alle.

Ich kenne nur Pro Familia, die aber wohl mal umstritten war. Ob das noch so ist kann ich nciht sagen, war von dem Problem nie betroffen.

Hallo Kathi,

unsere Tochter, 20 Jahre, im 2. Ausbildungsjahr und in der 10. Woche schwanger. Der Kindsvater hat im September begonnen sein Fachabitur nachzumachen, um dann eine 2. Ausbildung zu beginnen. Ich habe mich mit meiner Tochter an die Caritas gewandt und sind´sehr gut beraten worden. Sie begleiten unsere Tochter durch ihre Schwangerschaft und stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite. Sie macht ihre Ausbildung in Vollzeit zu Ende (Prüfung Winter 2011,)bekommt für das Kind € 184,00 Kindergeld, 2 Jahre lang € 307,00 Eltern/Erziehungsgeld sowie ihre Ausbildungsvergütung, sodass sie im Endeffekt ca. € 1100,00 zur Verfügung hat. Durch unsere Unterstützung ist die Betreuungsfrage geklärt. Den zu zahlenden Unterhalt vom Vater, der bei seinen Eltern wohnt, muss noch geklärt werden. Unserer Tochter ist bewusst, dass es nicht einfach wird, aber sie hat sich für das Kind entschieden. Lass Dich einfach beraten, auch über die Möglichkleit eines Mutter/Kindheimes. Ich weiß aus dem Bekanntenkreis, dass Du dort Deine Schule/Ausbildung weitermachen kannst und Dein Kind während dieser Zeit betreut wird. Ich wünsch Dir viel Kraft und alles Gute!!!!

Hallo Kati, ich habe 2 Kinder, die ich relativ spät bekam. Das Leben vor den Kindern war definitiv anders. Ausbildung, Disco, Klamotten, immer wieder andere Freunde und Freundinnen, Reisen, Konzerte, durchschwätzte Nächte mit wem auch immer, Wochenenend-Kurztripps nach Berlin mal eben, spontane Nachtfahrten an den See und in den See, erst Punk dann Reggae,oder doch Rock oder Techno... All das ist total eingefroren wenn Du ein Kind hast. Baby und Kleinkind brauchen Dich ganz arg, durchweinte Nächte sind nicht selten, später etwas größer gibts Probleme in der Krippe, im Kindergarten, in der Schule. Elternabende, Gespräche mit anderen Müttern, der fiese NachbarJunge hat schon wieder zugeschlagen, viele Flohmarktaktivitäten (dauernd andere Klamotten, weil Wachstum), ca 10 Jahre nie ausschlafen. Ein Lächeln oder Freude von dem süßen Zwerg ist das tollste überhaupt! Trotzdem wenn man selbst nicht wirklich stabil ist, kann es noch schwerer werden, als es eh schon ist. Die Sehnsucht etwas verpaßt zu haben ist sehr sehr groß... Das würde Dein Kind immer spüren. Denn die Männer stehen das meist eh nicht mit durch, leider. Ich liebe meine Kinder sehr, bin sehr froh sie zu haben, hätte sie jedoch keine Sekunde früher brauchen können. Die Hormone die Dich jetzt bereits steuern, könntest Du beeinflussen, leb erstmal Dein Leben, es hat doch grad erst angefangen. Viel Kraft wünsch ich Dir.

Hallo Kati, Deine Eltern können Dich überhaupt nicht zwingen das Kind abzutreiben, das ist allein Deine Entscheidung. Du kannst die Ausbildung sicher bis zur Mutterschutzfrist (Beginn 6 Wochen vor Geburt, 8 Wochen nach Geburt) weiter machen - ich weiß sogar vom Bekanntenkreis - daß eine werdende Mutter bis zur Geburt in der Lehre war, das kann die Schwangere selber entscheiden, aber es darf keine "gefährliche" Arbeit (mit Chemikalien oder so) sein. Dann kommen 8 Wochen Mutterschutzfrist, da gibts ein Beschäftigungsverbot. Wenn Du einen Krippenplatz hättest, könntest Du die Lehre dann auch fertig machen, vielleicht stimmt Dein Lehrherr auch zu, die Ausbildung in Teilzeit weiterzumachen, damit Du das Kind nur halbtags in die Krippe geben müßtest. Kindergeld für Dein Baby gäbe es auch, evtl. auch noch Wohngeld oder diesen Kinderzuschlag, wenn das Einkommen nicht ausreicht. Drücke Dir die Daumen für Deine schwierige Entscheidung. Wegen weiterer Hilfen fällt mir der Frauernarzt ein, die haben sicher viele Adresse, auch noch Pro Familia und das Jugendamt - auch die helfen in solchen Notlagen.

Hallo Kati. Wie Du hier schon im Forum sehen kannst, gibt es da einige Stellen die Dir weiterhelfen können-

> Es gibt eine Reihe von finanziellen Hilfen und rechtlichen Regelungen für Schwangere, werdende Väter und junge Familien. Hinzu kommen besondere rechtliche Bestimmungen für minderjährige werdende Mütter und Väter und für minderjährige Eltern. Es ist jedoch nicht immer ganz einfach, an alle notwendigen Informationen heran zu kommen.

Die meisten Links führen zum Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das in seinem Online-Angebot familien-wegweiser.de eine Vielzahl von Informationen bereit stellt. Einige Links führen zu anderen staatlichen Angeboten.

Manches ist nicht ganz einfach zu verstehen. Solltet ihr Fragen zu einzelnen Themen haben, klären die Schwangerschaftsberatungsstellen oder das Jugendamt diese Fragen gerne mit euch: schwanger-unter-20.de

Auch helfen die kirchlichen Beratungstellen, Die Arbeiterwohlfahrt,Pro Familia, das Jugendamt usw.<

Hilfen gibt es also genug, wenn man sich kümmert.

Ich würde aber gerne noch etwas mehr dazu sagen; ich war auch einmal in Deiner Situation.

Ein Kind ist etwas Wunderbares und es gibt wenig was Schöner ist auf dieser Welt. Ein Kind bedeutet aber auch sehr viel Verantwortung, viele Unkosten und Einschränkungen. Darum musst Du Dir genau überlegen was Du willst und was Du nicht willst.

Siehst Du Dich in der Lage, alleinerziehend Deine Ausbildung zu beenden? Das Kind in den Hort zu geben wenn es noch klein ist ( was ok ist)? Deinen Alltag völlig neu zu organisieren und auf alles zu verzichten was 16jährige so tun? Du kannst eher erstmal nicht auf Eltern ( berufstätig) und Kindsvater (meist bald überfordert ) zählen, und es wird auch eine Weile dauern bis Du alles im Griff hast und Dir ein Leben aufbauen kannst, vielleicht später mit einer eigenen grösseren Familie. (Würden denn die Eltern des Kindsvaters helfen??)

FÜR das Kind bedeutet zu vielen Ämtern rennen, sehr aufs Geld achten müssen, Stress ohne Ende und erstmal keine Zeit mehr für Dich. Du kannst dem Kind ausser Liebe nicht allzuviel bieten und wirst Dir dumme Sprüche anhören müssen. Es bedeutet aber auch, das Du Dein eigenes Kind hast,das Dein Leben auf andere Art sehr reich und voller Freude sein wird.

GEGEN das Kind bedeutet eine Ausbildung, evtl ein guter Job und Unabhängigkeit vom Geld und Wohlwollen anderer Leute. Es bedeutet aber auch - ich denke ich kann es beurteilen- neben der Erleichterung, sich nicht gebunden zu haben - ewige Schuldgefühle und Trauer. Auch ist es nicht gesagt, das Du nochmal Kinder bekommen kannst oder nicht so einfach.

Vielleicht solltest Du auch über Pflegeeltern oder eine Adoption nachdenken.

Ich wünsche Dir Kraft und die richtige Entscheidung.

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