Schuldner öffentlich machen ?

8 Antworten

Können kannst Du schon - ob´s clever ist, ist die Frage.

Die von Privatier59 genannte "Einstweilige Verfügung" wird der Nachbar ggf. durchsetzen können. Aber auch nur, wenn sein Name explizit auf dem Plakat steht oder für Aussenstehende klar zu erkennen ist, wer genau damit gemeint ist. Hat er damit Erfolg, könnte er im Hauptverfahren sogar Schadensersatz, wegen Rufschädigung, Kreditgefährdung usw. geltend machen.

Nennst Du den Namen auf dem Plakat nicht, folgt aber auch nahezu zwingend, dass sich andere Nachbarn ebenso auf den Schlips getreten fühlen könnten und gegen das Plakat vorgehen können - schließlich gibt es meistens ja mehrere direkte oder indirekte "Nachbarn".

Den Ärger (mit den anderen Nachbarn) würde ich mir ersparen. Im Übrigen würden die Kosten für die einstweilige(n) Verfügung(en) eh bei dir hängenbleiben.

Dann doch lieber mit dem vollstreckbaren Urteil einen Gerichtsvollzieher beauftragen.

Der ist übrigens für jeden Hinweis, wo er Bares oder Verwertbares finden könnte, dankbar. Sehr beliebt sind: Anträge auf (unangekündigte) Taschenpfändung oder Zahlungsverbote bei Zahlungsschuldnern (Finanzamt, Rentenversicherer, Lebensversicherern, Auftragsgebern, Arbeitgebern, Banken usw.) des Schuldners.

Also nicht verzagen. Die Zeit (30 Jahre) arbeitet eh für Dich.

Oder, Du verkaufst deinen Titel. Dann erhälst Du zwar nicht die ausgeurteilte Summe aber zumindest zwischen 50 - 80%, je nach Bonitätseinschätzung des Schuldners.

Google mal "Forderungsankauf".

Die Grenze zwischen erlaubter Rechtsausübung und nicht mehr erlaubter Nötigung ist fließend. Du kannst ja austesten, in welche Richtung es fließt. Wenn sich der Nachbar einen Jux erlauben will, beantragt er eine Einstweilige Verfügung gegen Dich.

Nein. Schick ihm den Gerichtsvollzieher, pfände die Mietkaution, Konten, Rückzahlung Energieversorger und Finanzamt, Gehalt....

Lass den Kinderquatsch

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