Schulden erben?

5 Antworten

  1. Der Erbe erbt das Vermögen, aber die Schulden mit.
  2. Der Erbe kann das Erbe ausschlagen, 6 Wochen Frist
  3. Hat er die Frist verpasst, kann er den Nachlasskonkurs erklären und damit die Schulden auf den Wert des übernommenen Vermögens begrenzen und macht damit keine Verluste.
Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Ergänzend:

Im Fall 3 muss der Nachlass aber zumindest die Kosten des Verfahrens decken, sonst wird abgelehnt. Aber natürlich ist es trotzdem ein guter Hinweis und keine Kritik meinerseits, nur ein Zusatz.

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"Einfach so" etwas "direkt" erben geht gar nicht. Da laufen schon einige Formalitäten vorher und man hat Zeit genug, sich entsprechend zu informieren bzw. wird vom Nachlassverwalter informiert.

Aber es gab ja hier schon sinnvolle Hinweise, was man unternehmen kann/sollte. Trotz aller Trauer sollte Deine Freundin sich jetzt unverzüglich darum kümmern, keinen Schaden zu erleiden, noch ist sicher die Zeit dazu.

Auf jeden Fall sollte sie auch genauestens prüfen, ob das Erbe wirklich überschuldet ist. Es zählen ja nicht nur Kredite und Konten, die im Minus sind.

Natürlich erbt man auch die Schulden. ZB Kredite oder Schuldnerbriefe. Eben die gesamten finanziellen Verpflichtungen. Wahrscheinlich ist der von dir geschilderte Fall nur die halbe Geschichte, denn es würde mich verwundern, wenn nicht a) ein Nachlassverwalter sie über ihre Rechte aufgeklärt hätte, wozu auch gehört, dass man das Erbe komplett ausschlagen kann. Daher werden bspw. auch Adelstitel nicht weitervererbt, weil sich die Erben die Schulden nicht leisten können. 

Eine zusätzliche Info zu den bereits gegebenen Antworten: Der Verstorbene konnte zu Lebzeiten auch für eine Absicherung sorgen. Mithilfe von einer Restschuldenversicherung oder einer Risikolebensversicherung. Da gilt: Auch wenn vom Erbe zurückgetreten wird, kann von dem Kapital aus der Versicherung profitiert werden, weil dies ohne Verwendungszweck angelegt und ausgezahlt wird. 

Ein Sonderfalls stellen Immobilien dar. Gibt es im Kaufvertrag keine Klausel für persönliche Haftung, wird der Besitz zwangversteigert. 

Mehr dazu und Quellennachweis: https://www.abrufkredit24.de/blog/todesfall-was-passiert-mit-dem-kredit-infos-fuer-schuldner-und-angehoerige/

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Anspruch hoher Lottogewinn in Trennungsphase trotz Gütertrennung?

Herr A und Frau B haben vor 28 Jahren geheiratet und gleichzeitig Gütertrennung per Vertrag (Anwalt und Amtsgericht) festgelegt. Die Gütertrennung beinhaltete, dass alles, was an materiellen Dingen in der Ehe ersetzt oder erwirtschaftet wurde, automatisch in den Besitz von Frau B überging. Ein Versorgungsausgleich bei einer eventuellen Scheidung sollte davon nicht betroffen sein, also normal von Amts wegen durchgeführt werden.

Die Ehe war immer geprägt von Geldproblemen und Geldnot, es war also nie genug vorhanden, um sich etwas leisten zu können (nicht mal Urlaub). Auch aus dem Grunde, weil Herr A damals mit Riesen-Schulden in die Ehe ging und diese auch nicht in den Griff bekam. Beide leben nun seit Jahren getrennt - Herr A ist inzwischen Rentner mit kleinerer Rente, aber aufgestockt durch Vermieten einer Wohnung in seinem Haus, das er vor 2 Jahren von seiner Familie geerbt hat, worauf Frau B natürlich keinen Anspruch hat, aber auch ganz sicher niemals erheben würde!

Frau B erzielt in der Trennungsphase einen hohen Lottogewinn. Kann sie nun den Lottogewinn komplett für sich behalten und muss sie eventuell nach durchgeführter Scheidung Herrn A Unterhalt von dem Lottogewinn bezahlen, von dem sie und das gemeinsame Kind, das bei ihr lebt, ja auch leben müssen?

Obwohl Herr A Frau B schwer betrogen und hintergangen hat, will sie ihm helfen und ihm das Haus abkaufen, das sonst sowieso irgendwann für ihn verloren ist,damit er genug Geld hat, um alle Schulden bezahlen und davon noch ohne Sorgen weiterleben zu können (gleichzeitig lebenslanges Wohnrecht festgelegt). So wäre auch das Haus abgesichert für das gemeinsame Kind. Müsste sie in dem Fall dann trotzdem noch Unterhalt vom Lottogewinn zahlen?

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Ich bin als Eigentümerin unseres Hauses im Grundbuch eingetragen. Aktuell haben wir noch Kreditverträge für das Haus laufen. Diese hat mein Mann mit unterschrieben. Wir leben in einer Zugewinngemeinschaft. Das Haus wurde während unserer Ehe erstellt. Wir haben hohe Lebensversicherungen abgeschlossen, der Begünstigte ist der jeweils andere. Wir haben keine Kinder. Unsere Mütter leben aber noch. Wir haben ein Testament, in dem wir uns gegenseitig als Erben eingesetzt haben. (selbst verfasst - nicht beim Notar). Falls mein Mann stirbt, erbt meine Schwiegermutter dann etwas vom Haus, dessen Eigentümer ich ja eigentlich bin? Oder erbt sie die anteiligen Hausschulden mit? Hat sie Anspruch auf Anteile aus der Lebensversicherung meines Mannes? Und wenn ich sterbe, erbt dann meine Mutter das Haus, weil mein Mann gar nicht Miteigentümer ist? Da wir auf einem von meinen Eltern geschenkten Grundstück (vor der Ehe) gebaut haben, wurde ich wohl automatisch immer als Hauseigentümerin angeschrieben. Bisher hat es uns nie gestört, aber vielleicht sollten wir mal was ändern.

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