Schuldanerkennntnis am Unfallort - Kann man davon abrücken, wenn tatsächlich keine Schuld?

4 Antworten

Aber klar, selbst ein Polizist würde eine Äußerung "ich bin allleine Schuld" am Unfallort nicht blind ins Protokoll nehmen.

Wenn sie bei ruhigem Überlegen zu einem anderen Schluss kommt, eine Darstellung (möglichst mit Zeichnung) fertigen und der Versicherung einreichen.

Offensichtlich hat deine Freundin durch den Unfall unter Schock gestanden und im Schockzustand getätigte Aussagen sind gar nichts wert! Sie soll ganz normal den Schaden Ihrer Versicherung melden und parallel bei der Versicherung des Unfallgegners Ansprüche stellen - diesen Sachverhalt und auch den Sachverhalt des Eingeständnisses unter Schock aber unbedingt der eigenen Versicherung mitteilen, die Versicherung wird dann alles ganz genau prüfen - Zu den Aufgaben einer Hafptlichtversicherung gehört nämlich auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche!!!

Schuldanerkenntnisse bringen nichts - ich würde in jedem Falle einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen.

Das Schuldanerkenntnis wird letztlich vor Gericht nicht viel wert sein, da es unter psychischen Druck abgegeben wurde. Nur die Gegenpartei wird es nutzen wollen. Die eigene Haftpflichtversicherung mag ein Schuldanerkenntnis überhaupt nicht, da es ihren Handlungsspielraum einengt.

Also das Schuldanerkenntnis sollte der Gegenseite schriftlich und rechtswirksam widerrufen werden. ( Einschreiben, Rückschein) Begründung: Sie wurde in Ausnutzung der Unfallsituation von der Gegenpartei genötigt! Der Unfallzeuge sollte das aber bestätigen können. Ggf.- ist jedoch ein Rechtsbeistand sinnvoll

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