Schützt ein Ehevertrag vor Rententeilung beim Versorgungsausgleich bei Scheidung?

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4 Antworten

In einem Ehevertrag können die Ehepartner von den gesetzlichen Regelungen abweichende Vereinbarungen für die Durchführung des Versorgungsausgleichs festlegen.

Wurde durch die Ehepartner während der gemeinsamen Ehe in einem notariell beurkundeten Ehevertrag die Durchführung des Versorgungsausgleichs ausgeschlossen, ist der Ausschluss auch dann wirksam, wenn dieser möglicherweise für einen der Ehepartner als unbillig anzusehen ist. Eine solche ehevertragliche Regelung wird jedoch nur rechtswirksam, wenn nicht innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluß ein Antrag auf Scheidung gestellt wird.

http://www.rechtspraxis.de/versorg.html

Das würde nur gehen, wenn beide Rentenansprüche sammeln und das Gegenseitig ausgeschlossen wird und auch die Einkünfte etwa gleich sind.

Sonst wäre es sittenwidrig.

Angestellter der jeden Monat die Höchstebeträge eingezahlt bekommt und dageben die Friseurin, für die nur Beiträge für 800- Brutto abgeführt werden. Der Vertrag würde so nicht akzepiert werden.

Anders, wenn es dafür Ausglcih gibt, private Versorgung zum Beipiel, die vom Haushaltskonto gezahlt wird.

Ein Ehevertrag "kann" vor dem Versorgungsausgleich schützen, tut das aber keinesfalls automatisch.

Ist er bei der Scheidung weniger als zwölf Monate alt, dann wird der Richter ihn nach aller Erfahrung nicht beachten und selbst entscheiden.

Fühlt der "schwächere" Partner sich benachteiligt, dann wird er oder sie möglicherweise dagegen klagen wegen "Sittenwidrigkeit" und was dabei herauskommt, ist nicht vorhersagbar.

Bei einer Scheidung findet immer ein Versorgungsausgleich statt. Da nützt auch ein Ehevertrag nichts. Ein Ehevertrag der den Versorgungsausgleich ausschließt ist in dem Punkt nicht wirksam.

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