Schreibt die Buchführung zwingend ein Privat und Geschäftskonto vor?

3 Antworten

Nein, es kann zwar praktisch und vorteilhaft sein, den privaten, vom betrieblichen Zahlungsverkehr zu trennen, aber es gibt keine Vorschriften in die Richtung.

Allerdings gibt es Banken, die es nicht mögen, wenn man ein Privatkonto (z. B. nach Existenzgründungen) als Geschäftskonto nutzt.

Ja. Wer nur mit einem Konto arbeitet produziert nicht notwendige Kosten. Seitens der Finanz wird das angegebene Konto stets als Geschäftskonto betrachtet. Der Buchführer ist verpflichtet, stets das gesamte Konto abzubuchen, damit werden sämtliche private Geldbewegungen offen gelegt. Das FA kann also alle Geldbewegungen einsehen. Muss nicht sein oder?

Zwei Konten, von denen nur das Geschäftskonto angegeben werden muss, schützen die privaten Geldbewegungen. Weiterhin dürfen geschäftliche Geldbewegungen nicht über Privatkonten ausgeführt werden, das monieren Banken.

Niemals beide Konten auf einer Bank! Wird gepfändet, sind beide Konten dicht. In der Regel führt man auch mehrere Geschäftskonten auf verschiedenen Banken. Das Hauptkonto sollte immer bei der Sparkasse sein, sie darf nicht so ohne weiteres kündigen.

Ich hoffe das hilft weiter

Clara


Der Buchführer ist verpflichtet, stets das gesamte Konto abzubuchen,

Wovon abzubuchen?

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@blackleather

von den Kontoauszügen, die geschäftlichen wie die privaten Geldbewegungen

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Beantwortest du Fragen immer so, dass du eine Menge reininterpretierst? Lese die mal nochmal durch.

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@Rat2010

Ich habe da nichts reininterpretiert, was auch? Das sagt einem eigentlich auch jeder andere praxisnahe Unternehmensberater. Ich denke, nach vielen Jahren Praxis habe ich meine Erfahrungen in der Hinsicht gesammelt. Es gibt Dinge, die stehen in keinem Lehrbuch. Wer sucht, der findet das alles auch im Web wieder, von anderen Kollegen. :-)

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Nein. Seine privaten Angelegenheiten über das Geschäftskonto laufen zu lassen, bläht die Buchhaltung natürlich auf aber verboten ist das nicht.

Richtig, es ist nicht verboten. Doch das war nicht die Frage. Schreibt es die Buchführung zwingend vor? Vom Prinzip ja, denn alle Regeln der Buchführung gehen von einem Geschäftskonto aus. Und richtig, es verursacht einen Riesenbuchungsaufwand. Trennen kann man die Geldbewegungen nur indirekt. Und.. es müffelt nach Manipulation für die Finanz.

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@ClaraBlau

>Doch das war nicht die Frage.

Genau das war die Frage und oft genug ist es auch sinnvoll, nur ein Konto zu haben.

Denke an kleine Unternehmen, bei denen die Chefin die Buchhaltung macht und an solche, die durch ein Konto Sollzinsen sparen.

Dazu finde ich es bedenklich, dass du es unangenehm findest, wenn das Finanzamt private Bewegungen einsieht. Das machen Sie auch so. Wenn man die privaten Ausgaben ordentlich verbucht, vereinfacht das auch die Einkommensteuererklärung.

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@Rat2010

Ich finde das nicht bedenklich, dass das Finanzamt die gesamten privaten Geldbewegungen verfolgt, mir ist das egal. Doch wer genug BP betreut hat, der weiß, wie Prüfer argumentieren. Oft genug scheitern Stundungen u.ä. daran, dass man argumentiert, senken sie doch einfach ihre Privatentnahmen. Ohne einen Anfangsverdacht ist es nicht möglich auch die privaten Geldbewegungen zu verfolgen. Oft genug verlangen auch Banken eine Kontentrennung, wenn ein Dispo auf dem privaten Konto ist und nicht termingerecht zurück gezahlt wird. Dispo ist kein Kontokorrent.

Ob klein oder groß, ein Geschäftsmann sollte immer privat und geschäftlich auseinanderhalten. Mich als Buchhalter interessiert auch nicht, wo meine Mandanten ihren Einkauf tätigen. Es ärgert mich insbesondere immer dann, wenn sie meine Rechnungen nicht zahlen, weil sie nur im Deli einkaufen und sich die Restaurantbelege in der Sternegastronomie stapeln. :-) Ich möchte das alles gar nicht wissen. Die Finanz, denke ich, auch nicht.

Es ist oft gar nicht einfach zu trennen, was privat und geschäftlich ist auf einem Konto. bsp. Kaffee. Den kann ich immer einem geschäftliochen Zweck zubuchen usw. Ob es letztlich ordentlich ist, weiß nur der Gewerbetreibende selber. Wer so etwas vermeidet, muss sich keine Ausreden einfallen lassen.

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@ClaraBlau

Was hat die Frage:

>"Schreibt die Buchführung zwingend ein Privat und Geschäftskonto vor"

Mit interner oder externer Buchhaltung zu tun? Für mich hat sie nur damit zu tun, ob es eine Vorschrift gibt, ...

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Nun ist das Problem, dass ich ja eigentlich den gesamten Rechnungsbetrag in der Buchhaltung buchen muss, damit ich die 19% Mwst. wieder erstattet bekomme vom FA. Dies entspricht ja aber nicht die Realität, da ich so nun ja meine Ausgaben erhöhe, die ich ja eigentlich gar nicht hatte. Die Rechnungen sind auch an mich adressiert. Da ich kein Geschäftskonto haben muss als Freiberufler würde dies wahrscheinlich funktionieren, aber dies wäre ja eigentlich nicht korrekt, da ich die Ausgaben ja selbst nie getätigt habe.

Einfacher wäre es gewesen, wenn die Versicherung mir den Nettobetrag überwiesen hätte und ich dann im Nachgang den Komplettbetrag inkl. Mwst. an die Werkstatt überwiesen hätte.

Wie soll ich dies denn in diesem Fall verbuchen, so dass ich diese Mwst. natürlich auch wieder erstattet bekomme zu 100% vom FA?

Hier mal anhand eines Beispiels:

  • Gesamtrechnung der Werkstatt mit mir als Empfänger auf der Rechnung: 1190€
  • Versicherung der Gegenpartei überweist Nettobetrag von 1000€ direkt an Werkstatt
  • Ich muss Mwst. von 190€ an Werkstatt überweisen. —> Ich muss in der Buchführung 1190€ Rechnungsbetrag als Ausgabe verbuchen, damit ich die Mwst. vom FA wieder erstattet bekomme. —> Diese 1190€ habe ich ja aber gar nicht als Ausgabe getätigt und kann es auch nicht nachweisen. —> Wenn ich nur die 190€ in der Buchführung als Ausgabe verbuche, dann bekomme ich allerdings nur 19% von diesen 190€ vom FA erstattet und bleibe auf dem Restbetrag sitzen.

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen, wie ich dies in meiner Buchhaltung abbilden soll.

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