Schreiben der Bank wegen Kirchensteuer, widersprechen, daß die Kirchensteuerdaten geheim bleiben?

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3 Antworten

Es gibt für Dich drei Optionen:

  • Widerspruch gegen die Übermittlung der Konfession an die Bank: ab 2015 wird die Bank Deine Konfession nicht mehr herausfinden können und wird diese Tatsache entsprechend melden. Du bist zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung dann verpflichtet und mußt in dieser Kapitalerträge vollständig angeben.

  • Kein Widerspruch gegen die Übermittlung: Deine Bank wird die Konfession vom Bundeszentralamt für Steuern abfragen und Kapitalerträge entsprechend mit Kirchensteuer belegen. Du bist dann aufgrund der Kirchensteuer nicht zu einer Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Diese Pflicht oder Sinnhaftigkeit ergibt sich jedoch ggf. aus anderen Punkten.

  • Austritt aus der weltlichen Organisation der Kirche: Du wirst keine Kirchensteuer mehr zahlen und Deine Bank hat auch keinen Aufwand, solche abzuführen.

Die richtige Steuerhöhe wird wie bisher berechnet. Es geht nur darum, wer wann diese Steuern effektiv einzieht.

Danke für die genaue Antwort.

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Die richtige Steuer wird von der Bank berechnet. Fragen wie Deine werden nur gestellt, weil Banken ellenlange Infos versenden und niemand die bis zum Schluß durchliest.

das meint das Bundesministerium für Finanzen dazu:

'Gesetzlich festgelegt ist, dass bei der alljährlichen Regelabfrage ein Abruf des Kirchensteuermerkmals nur dann gesperrt wird, wenn der Antrag vor dem 30. Juni des Jahres beim BZSt eingegangen ist. '

Der 30. Juni ist vorbei. Damit dürftest du den Termin verpasst haben.

Was tun bzw. was hätte man tun sollen/ können? Widersprechen und dann bei der Steuererklärung die Erträge angeben und damit die anfallende Kirchensteuer entrichten. Oder nicht widersprechen, dann läuft alles automatisch.

Die Kirchensteuerhöhe richtet sich nach deinen Einkünften, den Freibeträgen und dem Bundesland, in dem du gemeldet bist.

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