Schmerzensgeld nach Hundebiss von Versicherung?

2 Antworten

Wenn Du schon schreibst, die Sache sei nicht so schlimm, dann sehe ich eher schwarz für Ansprüche und dunkelschwarz sehe ich bei dieser Ausgangslage dann, wenn man sich auch noch den Anwalt sparen will.

Aber mal von Anfang an:

Selbstverständlich gibt es auch bei Verletzungen durch Hundebiss Schmerzensgeld, ein Beispiel aus der Rechtsprechung folgt hier:

http://www.kostenlose-urteile.de/AG-Muenchen_261-C-3237410_AG-Muenchen-zur-Bemessung-von-Schmerzensgeld-nach-Hundebiss.news12224.htm

Die Höhe des geltend zu machenden Betrages hängt nun von allen Umständen des Einzelfalles ab. Stutzig macht mich da der Hinweis auf den Hundeplatz und den Hund einer Bekannten. Ist da etwa mit dem Hund gespielt worden und man hat einfach die Hand nicht schnell genug weggezogen. Das ist mir in eigener Sache mal passiert und ich hatte einen schönen blauen Fingernagel davon getragen. Ich habe dann im übrigen nicht laut nach Schmerzensgeld zeternd nach der Versicherungsnummer gefragt, sondern mir vorgenommen, künftig schneller zu sein als der Hund. Schmerzensgeld bekommen hätte ich im übrigen auch bei dieser Ausgangslage nicht.

Da ist als schon mal der erste Haken an dem die Versicherung sich aufhängt.

Sodann läßt mich das "nicht so schlimm" befürchten, dass weder ein Arzt besucht wurde noch auf sonstige Beweissicherung geachtet wurde. Die Versicherung jubelt!

Versicherungen bauen ihre Glaspaläste nicht vom Geldausgeben sondern vom Geldeinehmen. Bei dieser Ausgangslage glaube ich nicht, dass die freiwillig auch nur einen Cent rausrückt.

Man kann es zumindest auch ohne Anwalt probieren. Sie sollte alle Befunde vom Arzt sammeln und dann mal die Versicherung kontaktieren. Die werden dann schon einen Betrag vorschlagen und wenn ihr der ausreicht, ist es doch gut. Ansonsten kann sie dann ja immer noch zum Anwalt.

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