Schenkungssteuerschuld durch Schenker begleichen lassen möglich?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, deine Gedanken gehen da absolut in die richtige Richtung.

Die vom Schenker übernommene Schenkungsteuer wäre eine weitere Schenkung, die wiederum Schenkungsteuer auslösen würden, die der Schenker übernehmen müsste, was wiederum zu Schenkungsteuer führt usw. usw.

Da das ins Unendliche gehen würde, hat der Gesetzgeber hier in § 10 (2) ErbStG einen Riegel vorgeschoben:

"hat der Schenker die Entrichtung der vom Beschenkten geschuldeten Steuer selbst übernommen ..., gilt als Erwerb der Betrag, der sich bei einer Zusammenrechnung des Erwerbs nach Absatz 1 mit der aus ihm errechneten Steuer ergibt."

Heißt im Klartext: Die im ersten Schritt übernommene Schenkung führt zu einer weiteren Schenkungsteuer, aber dann ist auch Schluss.

hm. Das ist zwar nicht nett, aber verständlich. Wenigstens geht das Spiel nicht endlos weiter.

Danke für die schnelle Antwort.

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§ 20 ErbStG

Steuerschuldner ist bei der Erbschaftstuer der Erbe, bei der Schenkung auch der Schenkende.

Würde der beschenkte nicht zahlen, bekommt der Schenker den Bescheid. Hat der Schenkende zugesichert die steuer zu zahlen und zahlt nciht, bekommt der beschenkte den Bescheid.

Der Fiskus sieht zu sein Geld zu bekommen.

wenn der Schenkende die steuer zahlt kann man tatsächlich mehr verschenken und auf diese Art die Grenzen zum nächsten Steuersatz unterschreiten.

bei der Schenkung auch der Schenkende.

Ja, aber das war hier nicht die Frage.

Die Frage war, was passiert mit dem Schenkungsbetrag, wenn der Schenker die Steuer bezahlt - egal, ob freiwillig oder nach § 20.

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@EnnoBecker

??? Ich verstehe nur dass der Schenker dem Beschenkten die Schenkung zurück schenkt und durch das Schenken des Beschenkten Schenkungssteuer gezahlt werden muss. So und nun bin ich beschränkt :-((

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Zinsloses Darlehen Schenkungssteuer

Hallo Forum,

es geht nochmal um ein zinsloses Darlehen zwischen Lebenspartnern. Wir wurden vom Notar darauf hingewiesen, dass die Gefahr der Schenkungssteuer bestünde, wenn man es zinslos macht. Man darf ja 20.000€ in zehn Jahren vom Lebenspartner erhalten.

Der Notar rechnete mit diesen 5,5%, die ja (verrückterweise) vom Finanzamt schlimmstenfalls angesetzt würden. Dann kommt man bei der Darlehenssumme natürlich in ein Problem. Andererseits habe ich auch gelesehen, dass Finanzämter vom marktüblichen Zinssatz ausgehen sollen, wenn man den denn nachweisen kann.

Frage 1: Wie weise ich das ggf. nach?

Wenn ich zum marktüblichen Zinssatz (ca. 1.8% für die Summe) nachrechne, dann komme ich gar nicht in dieses Problem. Ich rechne dazu einen Annuitätenkredit über die ausgegebene Summe und die monatl. Rate und schaue dann wieviel ich dafür dann zusätzlich zahlen müsste. Das entspricht ja dann aus logischen Gesichtspunkten der Schenkung. Hier komme ich nicht unbedingt über die 20.000€.

Frage 2: Macht meine Rechnung Sinn? Oder liegt ein Denkfehler vor?

Frage 3: Wenn ich doch über die 20.000€ Schenkung komme, muss ich dann nur das versteuern, was über den 20.000€ liegt?

Frage 4: Wenn der Beschenkte und der Schenkende versteuern müssen, sind es dann zwei Mal die 15% oder nur ein Mal?

Frage 5: Wenn es eine Gegenleistung für diese angebliche Schenkung gibt, wie z.B. mietfreies Wohnen, wie wird das vom Finanzamt gesehen?

Hatte schonmal jemand real dieses "Problem" mit dem Finanzamt und kann darüber berichten?

Danke für Eure Antworten! Guten Abend Bilbo

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