Schenkungssteuer? Wird der Freibetrag auf mehrere Personen verteilt?

2 Antworten

Wer hat denn den Wert des Hauses ermittelt?

Ein Haus im Wert von 30.000,- ist für mich kaum vorstellbar.

Aber @Privatier59 hat natürlich Recht, die 20.000,- Freibetrag werden nur auf Deine Hälfte angewendet. Dein Verlobter hat sein 400.000,- Freibetrag gesondert.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Allein heute werden über 400 Häuser zu einem Preis von unter 30.000 € auf Immoscout angeboten. Sie verteilen sich auf die halbe Republik (flächenmäßig).

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Natürlich kann sich die Schenkungsteuer nur auf das beziehen was man geschenkt bekommen hat, in diesem Fall auf den Hälfteanteil.

Wo gibt es denn Häuser mit 150qm Wohnfläche für 30.000 Euro? Tausend Kilometer östlich von Eisenhüttenstadt?

Ich empfehle dir, das mal als Suche in Immoscout einzugeben.

Der Preis eines Hauses regelt sich durch Angebot und Nachfrage. Dass das Dach wesentlich mehr gekostet hat, als Haus wert ist, kommt öfter vor.

Derjenige, der so ein Haus bewohnbar macht, nur um dann einen Mieter zu haben, der weniger zahlt als das Haus laufend instandzuhalten kostet, muss erst mal gefunden werden.

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Wir wohnen in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. Hier gibt es gerade so Strom ;-) Das Haus ist etwas über 100 Jahre alt und gehörte den Großeltern meines Freundes. Wir haben eine Grundstücksfläche von knapp 500 qm. Kurz das Haus ist zwar alt, aber wir haben es jetzt saniert. Trotzdem will hier niemand wohnen, deshalb sind die Preise im Keller. 10-15 Jahre alte Neubauten kann man hier schon für 50-60 td Euro haben. Nützt einem nur leider nix, wenn man keinen Job hat. Diese Region wird über kurz oder lang aussterben und die Dörfer werden verschwinden.

Ich danke Euch für die Hilfe.

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@HamSa

Danke für die Info. Ich hatte schon geahnt, daß das Haus in einer derartigen Region liegt. Bei dem ganzen Gerede über die Immobilienblase gerät oft in Vergessenheit, daß es abseits der Metropolen preismäßig ganz anders aussieht und das nicht nur im Osten.

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Haus zurückschenken um Baukindergeld beantragen zu können?

Hallo alle zusammen

Zum Sachverhalt:

Meine Eltern haben ihren Kindern Geldgeschenke gemacht und mir Ihre Immobilie überschrieben/geschenkt im November 2017.

In dem Haus wohnen Aktuell meine Eltern (79,70) mit Wohnrecht im EG und wir (Meine Schwangere Frau 33 unsere 2 bereits gebohrenen Kinder 6,4 und Ich 34) im OG. Nun wollen wir Anfang 2019 Bauen. Ein Haus mit einer Einliegerwohnung.

Nun sind die Richtlinien für das Baukindergeld erschienen und dort steht das man bei Neukauf oder Neubau bei der Baugenehmigung kein weiteren Immobilieneigentum besitzen darf.

Nun besitzt unser Haushalt zwar eine Wohnimmobilie aber mit eingetragenem Wohnrecht. Die Immobilie kann zurückgefordert werden wenn meine Eltern in Notlage kommen in den nächsten 10 Jahren.

Wert der Immobilie im Vertrag steht 250.000 €

Wieso ich das Unfair finde:- Wir haben bei Bauantrag eine Immobilie die wir auch erst in 2 oder 10 Jahren bekommen hätten da wir nicht viel von haben wegen dem Wohnrecht.- Andere bekommen zB 1 Tag nach Bauantrag auch Immobilie geschenkt und dazu auch noch das Baukindergeld. Stichtag in unserem Fall ist nur der Tag wo der Bauantrag genehmigt wurde.

Meine Fragen:

  1. Was können wir tun das Ich nicht mehr (mindestens 1 Tag) im Grundbuch stehe?Haus wieder an Eltern schenken oder an Eltern für geringe Summe verkaufen?
  2. Wieviel Schenkungssteuer müssten wir zahlen wenn ich das Haus zurückschenke und später (nach 2 Monaten wieder zurück geschenkt bekomme) Eltern haben 40.000 und ich 800.000 € Freibetrag?
  3. Wenn ich das Haus an meine Eltern für 150.000 € verkaufe. Müssten sie tatsächlich diese Summe an mich bezahlen? Wer kontrolliert das?
  4. Beim Wert von 250.000 € und Wohnrecht für meine Eltern ist die Immobilie ja weniger Wert? Zurückschenken wäre der Wert weniger? somit weniger Schenkungssteuer?
  5. Gibt es andere Lösungen?

DANKE

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Kann man so die Schenkungssteuer umgehen?

Vielen Dank für die Beantwortung dieser Frage: https://www.finanzfrage.net/frage/wenn-jemand-ein-haus-sehr-guenstig-an-jemanden-vermieten-will-kann-er-dies-zu-jeder-beliebigen-miete-machen-oder-gibt-es-da-probleme-mit-finanzamt-usw?foundIn=answer-listing#answer-953684

Ich habe nun eine ergänzende Frage: Wenn ich nun ein Haus sehr günstig vermietet bekomme, dann fällt ja nach einer gewissen Zeit, eben wenn die 20000 Euro Freibetrag überschritten sind, Schenkungssteuer an.

Wie sieht es aus, wenn ich aber als Mieter gewisse Sanierungen von etwa 40000 Euro am Haus tätige. Verschiebt sich dann der Zeitpunkt, ab wann der Freibetrag überschritten wird. Kann man das gegenrechnen? Wäre ja erst eine Schenkung an den Vermieter. Kann man das so sehen?

Danke.

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Worauf wird wie viel Schenkungssteuer erhoben?

Zum Hintergrund meiner Frage:

Um für die Geldanlage meiner minderjährigen Kinder einen höheren Zinsertrag zu erzielen, habe ich für sie ein Tagesgeldkonto in Verbindung mit einem Aktiendepot eingerichtet. Als Geschenk an die Kinder war eigentlich nur der Geldbetrag gedacht. Allerdings machte der Wunsch nach bestmöglicher Verwertung der Aktien (und Zertifikate) deren aktives Management nötig. Verkaufserlöse wurden, sobald die zinsbegünstigte Schwelle des Tagesgeldes überschritten wurde, regelmäßig wieder investiert. Schon dadurch ist das Depot meiner Kinder über das ursprünglich intendierte Maß hinaus angewachsen.

Eine weitere Quelle für dieses nicht beabsichtigte Anwachsen ist mein Sinn für Kostenminimierung, sprich: mein Geiz. Ich habe nämlich, um Anschaffungs- und Verkaufskosten bei eigenen Wertpapierdeals zu reduzieren, immer wieder einmal Geldbeträge auf die Konten meiner Kinder verschoben, um unter ihrem Namen Wertpapiere zu kaufen, solange die Kinder das Bankangebot von Free trades nutzen konnten. Pro Transaktion ließen sich so zumeist 15 bis 30 € sparen.

Das Problem nun: Inzwischen sind die Wertpapierpolster der Kinder so angeschwollen, dass ich aus verschiedenen Gründen (Nichtveranlagungsschwelle/ Vermögensinteressen meiner Frau) Wertpapiere in das Depot meiner Frau oder das eigene rückübertragen möchte. Das geht aber offenbar nur auf dem Wege der Schenkung.

Nun würde ich bei dieser Art Transaktion gern die Schenkungssteuer vermeiden, da es sich im Grunde nur pro forma um eine Schenkung handelt.

Was ich – nach vielleicht zu flüchtiger Lektüre - zu wissen glaube:

  1. Der Freibetrag für die Schenkung von Kindern an ein Elternteil beträgt 20.000 €.
  2. Dieser Freibetrag gilt nicht pro Jahr, sondern für einen Zeitraum von 10 Jahren.

Was mir nicht klar ist und zu meinen Fragen führt:

  1. Wird die Steuer auf den Übertrag erhoben oder auf den Vermögenszuwachs beim Beschenkten? Also angenommen, ich bekäme von zwei Kindern jeweils Aktien im Wert 15.000 € geschenkt, würde dann Schenkungssteuer fällig, weil ich den Freibetrag von 20.000 € überschritten hätte, oder könnte jedes Kind mir steuerfrei Wertpapiere im Wert von bis zu 20.000 € übertragen?

  2. Falls der Freibetrag überschritten würde, gälte dann der betreffende Schenkungssteuersatz für den gesamten Wert der Schenkung, oder ist der Freibetrag wie im Einkommensteuerrecht ein Grundfreibetrag?

  3. Wäre es aussichtsreich, gegenüber dem Finanzamt damit zu argumentieren, dass man die den Kindern zum Zwecke des Wertpapiererwerbs übertragenen Gelder nicht in Schenkungsabsicht überwiesen habe und dass es sich bei der Rückübertragung in Form von Aktien deshalb auch nicht um ein „wirkliches“ Geschenk der Kinder an das Elternteil handele, weil ihnen das jetzt in den Wertpapieren steckende Geld sozusagen nur kommissarisch überlassen worden sei?

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