Schenkungsrückforderung

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schau mal in § 528 BGB: Bei Verarmung des Schenkers ist eine Rückforderung des Geschenks möglich. Diesen Anspruch macht das Sozialamt aus übergeleitetem Recht geltend, also stellvertretend für Dich. Deine Sache mit der Schuldentilgung ist nämlich einigermaßen daneben gegangen. Ein Auto hast Du Deinem Sohn niemals geschuldet, sondern Barunterhalt. Schon deswegen ist die Sache angreifbar. Darüber hinaus schreibst Du leider nicht, ob es ein Urteil über die Unterhaltsansprüche gab. Die Sache mit dem Urteil ist u.a.für die Verjährung von Bedeutung. Ausgeurteilte Ansprüche verjähren nach 30 Jahren. Nicht ausgeurteilte Unterhaltsansrüche verjähren nach 3 Jahren, wobei die Frist nach § 207 BGB erst mit dem 21 Lebensjahr des Kindes beginnt. Wenn Du bereits verjährte Forderung bezahlt hast, dann wird das Sozialamt das nicht anerkennen.

Man hätte die Sache von Anfang an anders angehen müssen. Bei einem Verkauf des Autos an Deinen Sohn mit anschließender Aufrechnungserklärung Kaufpreis ./. Unterhaltsforderung hätte man wenigstens das Thema Schenkung vom Tisch. Wenn man jetzt noch etwas retten will, dann müßte man dem Sozialamt den Vorgang in allen Details darlegen. Wenn Ihr -Dein Sohn und Du- das selber nicht zutraut, dann lasst Euch durch einen Anwalt beraten oder geht zu einer der Beratungsstellen, die es bei karitativen oder kirchlichen Vereinigungen gibt.

Endlich mal wieder jemand, der gescheite Antworten erteilt.

DH!

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