Schenkung/Erbe einer Eigentumswohnung durch Eltern

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4 Antworten

Sorry, ich war nicht mehr ganz auf dem neusten Stand. Hier die Berichtigung zu meiner Antwort. Auch in Hinblick auf die Vererbung von Immobilieneigentum hat sich in letzter Zeit einiges getan. Seit Anfang des Jahres gilt das neue Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG), das eine komplett steuerfreie Vererbung von Wohneigentum ermöglicht, wenn es selbst genutzt wird und der Ehegatte/Lebenspartner oder die Kinder für mindestens 10 Jahre in der Immobilie wohnen. Soll Wohneigentum an Kinder vererbt werden, besteht die Steuerfreiheit jedoch nur bis zu einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Ansonsten ist nicht vermieteter Wohnraum gemäß der Steuerklasse und abzüglich des Freibetrags zu versteuern.

Eine weitere Möglichkeit der Übertragung von Immobilien ist die Schenkung zu Lebzeiten. Auch hier sind zum Jahresanfang mit dem neuen Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz einige günstige Möglichkeiten eröffnet worden. Das gilt insbesondere in Hinblick auf die persönlichen Freibeträge, die alle zehn Jahre neu beansprucht werden können. Damit ist es möglich, über mehrere Jahre eine Immobilie stückweise steuerfrei zu verschenken, wenn der Verschenkende die Schenkung mindestens zehn Jahre überlebt. http://www.anwalt.de/rechtstipps/tipps-zur-uebertragung-von-immobilie-und-wohnung_009008.html

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Die Art des Eigentumsübergangs spielt bei den Notar- und Grundbuchkosten keine Rolle. Sie berechnen sich nach dem Wert. Grunderwerbssteuer fiele nicht an, Schenkungs- oder Erbschaftssteuer nur dann, wenn alle Schenkungen innerhalb von 10 Jahren deinen Freibetrag von 400 TEUR übersteigen.

Das Risiko lebzeitiger Schenkung bestünde in einem Rückforderungsanspruch innerhalb von 10 Jahren, etwa bei Pflegebedürftigkeit. Der ginge direkt auf das Sozialamt über, würde dafür Grundsicherung beantragt :-(

Der Vorteil: Nach 10 Jahren hätten Erben keinen Pflichtteilsergänzungsanspruch mehr.

G imager761

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Das macht finanziell keinen Unterschied, die Freibeträge sind annähernd gleich. Grunderwerbssteuer fällt in beiden Fällen in der selben Höhe an. Die Notarkosten sind abhängig vom Wert der Immobilie und werden nach der Gebührenordnung der Rechtsanwälte und Notare (hier kann es regionale Unterschiede geben) berechnet. Die Kosten für den Grundbucheintrag sind überschaubar und meist der geringste Teil der Erwerbskosten.

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EnnoBecker 11.02.2013, 19:57

die Freibeträge sind annähernd gleich.

Sie sind sogar genau gleich.

Grunderwerbssteuer fällt in beiden Fällen in der selben Höhe an.

Richtig. Nämlich Null.

Die Notarkosten

Wofür wird ein Notar benötigt?

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billy 11.02.2013, 20:03
@EnnoBecker

Ja, ja ist ja gut Alter. Ehe ich meine eigene Antwort korrigieren konnte, stürzen sich andere auf vermeintlich unrichtige Aussagen um sie zu zerpflücken. Tolles Hobby

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EnnoBecker 11.02.2013, 20:16
@billy

Tolles Hobby

Besser als Doktortitel zu vergeigen und so....

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Grunderwerbsteuer fällt nicht an.

Ob schenken oder erben ist egal, denn die Freibeträge sind identisch. Einen Unterschied kann es machen, wenn man ein grosses Vermögen hat und dieses "steuerschonend" übergeben will. Bei Schenkungen beginnt der Freibetrag alle 10 Jahre. Das macht also Sinn, wenn die Lebenserwartung noch gegeben ist. Dann sollte man früh genug beginnen,Teile des Vermögens zu verschenken.

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