Schenkung/ Übertragung einer GmbH mit Immobilie - Grunderwerbsteuer

2 Antworten

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Vorab: Nein, es fällt keine Grunderwerbsteuer an.

Grundsätzlich entsteht Grunderwerbsteuer, wenn mindestens 95% der Anteile den Gesellschafter wechseln, § 1 (3) GrErwStG.

Aber die Schenkung ist grunderwerbsteuerfrei nach § 3 Nr. 2 GrErwStG und darüber auch noch steuerfrei, weil die Anteile auf das Kind übergehen, § 3 Nummer 6 GrErwStG. Also doppelt steuerfrei sozusagen.

Seit einiger Zeit besteht eine Gefahr duch § 1 (3a) GrErwStG, nämlich der Durchgriff durch alle Gesellschaften. Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, auf die jeder mindestens einmal im Leben reinfällt.

Trotzdem würde ich mich besonders dann umfassend vor der Durchführung beraten lassen, wenn die Gesellschaft steuerliche Verlustvorträge hat. Die können dann nämlich ganz schnell weg sein

gut, dass es diese Ausnahmen gibt :)

dh

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Es fällt kein Grunderwerbsteuer an.

Deine Befürchtung ist grundsätzlich richtig, weil Grunderwerbsteuer normaler Weise anfällt, wenn die Anteile an einer Gesellschaft zu 95 % oder mehr den Besitzer wechseln und diser Gesellschaft ein Grundstück gehört. § 1 Bas. § GrdEStG

Aber hier greift der Grundsatz, dass ein Vorgang, der unter die Vorschriften des Erbschaftsteuergesetz fällt, nach § 3 Nr. 2 GrdEStG von der Besteuerung ausgenommen ist.

Also, keine Grunderwerbsteuer.

Schenkungssteuer prüfen.

§ 1 Bas. § GrdEStG

Schön dass du es auch noch mal geschrieben hast, aber wo finde ich diese Quelle?

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@EnnoBecker

;-) :-)))))))))))))))))
Ich sollte wirklich langsamer Schreiben.

§ 1 Abs. 3 GrdEStG

Bitte um Entschuldigung.

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Meines Erachtens dürfte da bestenfalls die Erbschaftssteuer (Schenkungssteuer) eine Rolle spielen weil die Immobilien ja den Eingentümer nicht wechseln. Die bleiben ja (zumindest zunächst) Eigentum der GmbH. Oder? Dann liegen die Steuerfreigrenzen im Bereich aktuell so. Die Steuerklassen und Freibeträge im Überblick Steuerklasse
I Ehegatten 500.000 I Kinder, Stief- und Adoptivkinder sowie Enkel, deren Eltern bereits verstorben sind 400.000 I Enkel, deren Eltern noch leben, Urenkel 200.000 I Eltern und Großeltern 100.000 II Personen der Steuerklasse II (z.B. Geschwister) 20.000 III Personen der Steuerklasse III (Nichtverwandte) 20.000 III eingetragene Lebenspartner 500.000

Quelle: http://www.stern.de/wirtschaft/geld/steuerklassen-freibetraege-schenkungen-so-vererben-sie-sparsam-706742.html

Eine zuverlässige und rechtssichere Auskunft aber gibts wohl nur beim Steuerberater oder noch besser beim Notar. Die Kosten einer Notarberatung sollten auch mit der Übertragung abgegolten sein. So dürften keine Extrakosten dafür aufkommen..

Klasse Antwort - nur leider auf eine ganz andere Frage.

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@EnnoBecker

Hat mich schon wieder auf eineIdee für gute Frage.net gebracht.

"Gute Frage Jeopardy"

Man setzt eine Antwort ein und die richtige Frage muss ermittelt werden.

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@wfwbinder

Dann muss die Antwort aber genügend Anhaltspunkte bieten und nicht einfach "ja", "nein", "fällt nicht an".

Die vom Unterfranken wäre perfekt für eine Frage.

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@EnnoBecker

Die Antwort die, wenn ich mir sicher wäre dass sie stimmt, wäre gewesen: "Ja, ich Grunderwerbssteuerfrei weil kein Grund erworben wird". Es wird nur eine Firma vererbt. Nach meinem Rechtsverständnis würde dann also eine Erbschaftssteuer anfallen wenn die geltenden Freibeträge überschritten werden.

Bleibt mein Rat: Bitte lasst euch beim Steuerberater und Notar dazu beraten.

Gefällt diese Antwort besser?

Euch allen schönen Feiertag und viel Spass. . :-)

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@Underfrange
wäre gewesen: "Ja, ich Grunderwerbssteuerfrei weil kein Grund erworben wird"

Red dich nicht raus, du hast halt die Grunderwerbsteuer nicht verstanden.

Offen gesagt, nach der Einführung von § 1 (3a) GrErwStG versteht die auch keiner mehr.

Im Übrigen haben hier bereits Steuerberater geantwortet.

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@EnnoBecker

Wird das hier jetzt zu einem persönlichen "Zickenkrieg" oder wie soll ich das verstehen? Wir kennen uns doch gar nicht, oder doch? Abgesehen von meinen Tippfehlern bin ich der deutschen Sprache durchaus mächtig und habe klargemacht dass ich nach meinem Rechtsverständnis geantwortet und auf Fachleute verwiesen habe.

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@Underfrange

Also.

Du bringst jetzt nichts, was inhaltlich weiterführt und wechselst statt dessen auf die persönliche Ebene.

Da klinke ich mich mal aus - hilft ja dem Fragesteller nicht weiter, wenn jemand seine negativen Emotionen zur Schau stellt.

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