Schenkung oder Vererbung, Rückzahlung

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2 Antworten

Du hast dir selbst alle Fragen richtig beantwortet:

  • Solange meine Mutter lebt, kann sie mir ihr Vermögen nur schenken
  • wenn mir meine Mutter einen Betrag in Höhe von 400.000 Euro + 300.000 Euro = 700.000 Euro zahlen würde, müßte ich 11% Schenkungssteuer zahlen. Das meint aber, Schenkung + Erbe > 400.000 innerhalb von 10 J. = Steuerpflicht
  • sie mir das Geld ganz normal überweisen? Also ohne Notar
  • Wenn sie nun innerhalb der nächsten 10 Jahre ein Pflegefall wird,würde das Sozialamt dann die Schenkung zurückfordern. Das meint: Auch sie kann innerhalb der Frist Schenkung zurückfordern: Undank, Krankheit, ...

Und was vergessen wurde: Die Miterben werden über diese einseitige Schenkung anteilig Ausgleich verlangen.

G imager761

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Kommentar von Angelsiep
19.08.2016, 17:00

Zum letzten Satz:

Verlangen können sie viel, aber das Recht haben sie nicht dazu.

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So richtig haben wir wohl den Unterschied zwischen Schenken und Vererben nicht verstanden.

Wieso? Habt ihr doch verstanden. Vererben kann man nur einmal. Verschenken öfter.

Vererben geht also nur nach(!) dem Tod

Nein. MIT dem Tod, guxtu § 1922 BGB.

Ich persönlich schenke lieber.

Der Betrag ist über 50.000 Euro aber deutlich unter 400.000 Euro, demnach würde ich keine Schenkungssteuer zahlen?

Das hängt davon ab, ob die Schenkungen der letzten 10 Jahre insgesamt die 400.000 Taler übersteigen oder nicht.

Das entnehme ich hier

Jaja, Tante Wiki als Deutschlands ultimative Wissensinstanz. Ich hätte da trotzdem eher ins Gesetz geguckt. Aber diese Macke haben ja nicht alle.

Was ist eigentlich mit den dort dargestellten Steuerklassen in der Tabelle "Steuertarif für Erbfälle und Schenkungen" gemeint? Die haben doch nichts mit meiner Steuerklasse bei der Steuererklärung zu tun?

Wenn "bei der Steuererklärung" bedeutet "bei der Einkommensteuererklärung":
Kann es sein, dass du nicht unterscheiden kannst zwischen einer Schenkung und einem Gehalt?

Da es ja steuerfrei ist

Ist es nicht. Auch wenn keine Schenkungsteuer entsteht, weil die 400.000 Taler nicht überschritten sind, so belastet es doch deinen Freibetrag. Schenkt sie dir heute 100.000 und vererbt dir in weniger als 10 Jahren und 1 Tag 300.001 Taler, entsteht Steuer.

brauche ich das gar nicht bei meiner Steuererklärung angeben?

Es kann sein, dass du wegen der Schenkung keine Steuererklärung abgeben musst. Aber im Erbfall ist eine vorherige Schenkungsteuerfestsetzung (oder Feststellung, inwieweit der Freibetrag verbraucht ist) kein Grundlagenbescheid. Es wird dann erneut vollumfänglich ermittelt.

Wenn das alles "aufgebraucht" sein sollte, würde das Sozialamt dann die Schenkung zurückfordern?

Ja, aber das ist jetzt nicht mehr Steuerrecht, sondern Sozialrecht. Im Steuerrecht zählen die 10 Jahre vom Tag 1 bis zum letzten Tag. Im Sozialrecht wird abgeschmolzen, jedes Jahr ein Zehntel.

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Kommentar von SabineFrage
11.08.2014, 12:01

Ui, DANKE für die schnelle Antwort.

Ich glaube, ich kenne den Unterschied zwischen Gehalt und Schenkung ;-P - aber wohl nicht die steuerrechtlichen Hintergründe. Daher die Frage: Haben die bei der Schenkung angegebenen Steuerklassen etwas mit den Steuerklassen bei der Einkommensteuererklärung zu tun? Eher nicht oder? Dann doch verwirrend für einen Laien wie mich, von Steuerkassen zu sprechen...

Und jetzt noch zum Steuerrecht und Sozialrecht: Wenn ich innerhalb der letzten 10 Jahre und innerhalb der nächsten 10 Jahre keine weitere Schenkung erhalten werde, wäre der Betrag steuerfrei?

"Im Sozialrecht wird abgeschmolzen, jedes Jahr ein Zehntel." Beispiel: Wenn meine Mutter in einem Jahr ein Pflegefall werden würde, und 7 Jahre später (also 8 Jahre ab heute) all ihr Vermögen zur Finanzierung des Pflegefalls aufgebraucht sein würde, würde das Sozialamt nur 2/10 der Schenkung zurückfordern?

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Kommentar von LittleArrow
11.08.2014, 12:06

Lustige Antwort:-)

Es gibt ja auch noch Kraftfahrzeugsteuerklassen. Komisch, dass die bei der Gehaltsbesteuerung vergessen wurden.

Im Schenkungssteuerrecht wird nicht jährlich um ein Zehntel abgeschmolzen oder war das mal?

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