Schenkung möglich?

3 Antworten

Grunderwerbsteuer ist von der Summe abhängigt. Also mal Rechnen. Hauswert - Schulden = Rest /2 = Kaufpreis. Evtl. rechnet man noch die Investitionen (Renovierung) eines einzelnen ab. Aber das rechnet man mit Papier und Bleistift und belegt es, denn sonst ist man schnell in Steuerhinterziehungsbereich - also nix Cash nochmal was zahlen.

Für den Rest-Betrag zahlt man Steuern.

Kein Finanzamt der Welt glaubt das der EX ein halbes Haus verschenkt

Muss sie dann nochmal Grunderwerbsteuer zahlen

Natürlich, nämlich für die zweite Hälfte. Bisher hatte sie ja nur für die erste Hälfte gezahlt.

Und falls ich in naher Zukunft ins Grundbuch eingetragen werde, kommt das auf mich auch nochmal zu oder wäre eine Schenkung sinnvoll bzw wann ist diese Sinnvoll? 

Das kommt drauf an, was ihr macht, oder was geplant ist.

Wenn Du kaufst, musst Du Grunderwerbsteuer zahlen.

Wenn Sie Dir etwas schenkt, musst Du Schenkungssteuer zahlen. Ist das, was Dir geschenkt wird, belastet, könnte schenken günstiger sein. (Wert Haushälfte 100.000,-, Belastung 90.000,- = Wert der Schenkung 10.000,- = steuerfrei).

Lasst Euch vom Steuerberater beraten.

Sie hatte die Grunderwerbsteuer voll bezahlt ( zu 100%). Spielt es jetzt eine Rolle wenn der Exfreund aus dem Grundbuch gestrichen wird, denn immerhin hat Sie die volle Steuer aus ihrem Kredit geleistet?

Der zukünftige Plan ist, mit meiner Freundin, ein neuen Kredit aufzunehmen wo wir beide drin stehen. Damit soll der alte Kredit abgelöst werden und der Exfreund mit einer Abfindung bezahlt werden sowie das Haus fertig stellen. Das ist alles sehr knapp kalkuliert und deshalb meine Frage ob Sie es mir eine hälfte von Grund und Boden Schenken kann um die Grunderwerbsteuer zu sparen um diese Sinnvoll in das Haus zu stecken. Spielt es noch eine Rolle wenn ich erwähne das eine eingetragene Lebensgemeinschaft anvisiert ist?

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@HerrHerrlich

Statt den Grundkurs "wie vernichte ich mein Vermögen," hätte Deine Freundin lieber einen Berufskollegen von mir aufsuchen sollen.

Von welchem Konto die Steuergezahlt wurde ist egal, denn entscheidend ist, auf welchen Namen der Grunderwerbsteuerbescheid lautete. Ich würde diesen Umstand ggf. sogar völlig verheimlichen, denn es könnte sonst als Schenkung an den Ex angesehen werden (wenn der beschenkte die Steuer nciht zahlt, haftet auch der Schenker.

Der zukünftige Plan ist, mit meiner Freundin, ein neuen Kredit aufzunehmen wo wir beide drin stehen. Damit soll der alte Kredit abgelöst werden und der Exfreund mit einer Abfindung bezahlt werden 

Warum kaufst Du dann nicht vom Ex? Denn damit würde schon mal ein Übertragungsvorgang gespart. Nicht nur steuerlich interessant, sondern spart auch Gebühren.

Spielt es noch eine Rolle wenn ich erwähne das eine eingetragene Lebensgemeinschaft anvisiert ist?

Diese ehemalige "gleichgeschlechtliche Ehe" gibt es nicht mehr, nachdem seit letztem Jahr auch gleichgeschlechtliche Partner(innen) heiraten können.

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Warum sollte dir deine Freundin ein halbes Haus schenken? Vor allem nach den Erfahrungen. Wenn schon, dann wohl mehr mit Schulden und für etwas Geld und in deren Höhe hast du Anschaffungskosten (was zu Grunderwerbsteuer führt).

Dazu gibt es Schenkungsteuer und es dürfte wenige halbe Häuser geben, die weniger als 20.000 € (das ist der Freibetrag) wert sind. Vergiss also das Schenkungsthema.

Der Kauf vom Exfreund führt zu einer Anschaffung (also Grunderwerbsteuer). Wenn ihr die beim zweiten Schritt vermeiden wollt, hilft entweder ein Kauf der Haushälfte durch dich oder eine Heirat.

Vielen Dank für deine Antwort.

Warum sie mir das schenken soll? Ganz einfach, ich stehe mit zur Hälfte in der Finanzierung und um vielleicht Geld zu sparen bzw sinnvoll in das Haus zu investieren war meine Frage ob das überhaupt machbar wäre wenn man zb in eine eingetragene Lebensgemeinschaft ist?

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@HerrHerrlich

Eine interessante Information und eine ganz andere Frage.

Wie bist du in die Finanzierung gekommen?

Man kann auch zu zwanzigst ein Haus kaufen. Wenn aber eine Bank gebraucht wird, muss die mitspielen.

Du schreibst leider etwas wirr. Vermutlich liegt das Problem ganz woanders als das, was du schreibst. Ich empfehle dir zuerst zu überlegen, wo ihr hinwollt und dann ein Gespräch mit dem Notar. Sonst entstehen - für nichts - eine Menge Kosten und Steuern.

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@Rat2010

Wir machen eine Neufinanzierung um den alten Kredit abzulösen, dem Exfreund eine Ablösesumme zu bezahlen und um das Haus fertig zu stellen. Das große Problem, wie dir das schon aufgefallen ist, das der Ex leider nicht normal ist. Schon alleine die Tatsache das er sich auf eine Summe eingelassen hat die gerade mal 10% vom Marktwert ist, nur weil er dringend Geld brauch. Gut, wie auch immer. Dennoch besteht die Frage ob meine Freundin noch einmal Grunderwerbsteuer zahlen muss obwohl Sie das zu 100 % getan hat (sein Anteil mit inbegriffen, von dem Kredit den Sie allein getragen hat). Wenn wir uns jetzt als Lebensgemeinschaft eintragen lassen kann Sie mir doch die Hälfte Schenken und somit ersparen wir uns die Steuer, oder sehe ich das falsch?

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@HerrHerrlich

Was ist eine eingetragene Lebensgemeinschaft? Das Steuerrecht kennt die nicht. Entweder ihr heiratet (dann andere Steuerklasse) oder nicht (dann seid ihr steuerlich Fremde.

Der Ex spielt bei deiner Frage keine Rolle. Er behindert vermutlich das klare denken. Tue so, als ob er ein Fremder wäre.

Wenn deine Freundin dem Ex die Grunderwerbsteuer geschenkt hat, ist das wie die Kreditraten, dei sie ihm geschenkt hat, keine sehr kluge Handlung gewesen. Achte darauf, dass du solche unklugen Handlungen vermeidest. Wenn (im Grundbuch) er und sie jeweils die Hälfte des Hauses gekauft haben, muss man es ihm abkaufen und der Vorgang ist Grunderwerbsteuerpflichtig. Wenn du später deine Freundin die Hälfte abkaufst, ist das wieder grunderwerbsteuerpflichtig nur schreibst du ""wir" lösen alten Kredit ab". Also musst du ja an dem haus beteiligt werden und das geht nicht über eine Heirat sondern nur dadurch, dass du die Hälfte des Hauses erwirbst und zwar die vom Ex.

Wenn es nicht so geht, geht es nicht! Du würdest sonst den Fehler deiner Freundin wiederholen und Geld verschenken.

Wenn der Ex nicht an dich verkaufen will, wäre die Logik, dass deine Freundin das eingesetzte Geld als "Erfahrung" abhaken kann. Dann verliert allerdings auch der Ex das, was er sonst jetzt bekommen würde. Es gibt allerdings auch dann eine Alternative: du kannst ihr (zeitgleich) die Haushälfte abkaufen. Allerdings freut sich dann natürlich der Fiskus (beide Vorgänge sind grunderwerbsteuerpflichtig).

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