Schenkung mit Anrechnung auf Pflichtteil?

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2 Antworten

Die erwähnte Klausel soll das beschenkte Kind demotivieren, nach dem 1. Erbfall einen Pflichtteil zu beanspruchen. Die Beteiligten haben diese Klausel aber hier völlig anders und damit falsch verstanden.

Nun könnte das beschenkte Kind so edel sein und freiwillig die Schenkung auf den Erbteil anrechnen lassen und somit zugunsten der anderen auf einen Erbteil verzichten. Damit wären sicherlich die anderen Erben höchst einverstanden und der Familienfriede wäre gesichert. Rest: Siehe Privatier59.

Noch ein Hinweis: Die Mutter stirbt nicht ohne Testament, denn das Berliner Testament gilt auch noch bei ihrem Tod. Sie kann es idR auch nicht ändern.


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Schau mal ins Gesetz:

https://dejure.org/gesetze/BGB/2346.html

Erbverzicht und Pflichtteilsverzicht können zwar kombiniert werden, müssen es aber nicht. Wenn in der Schenkungsvereinbarung nur von Pflichtteilsanrechnung  gesprochen wird, bestehen Erbansprüche weiterhin und das ungeschmälert.

Offenkundig ist der notarielle Vertrag -aus welchen Gründen auch immer- abweichend vom Willen der Vertragschließenden formuliert worden. 

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