Schenkung einer Wohnung?

2 Antworten

Eine Idee wäre, sich eine behindertengerechte Wohnung im betreuten Wohnung anzumieten und die Wohnung zu verkaufen. Das kann dann vom Verkaufserlös finanziert werden (naja, man müßte halt Preise eruieren und durchrechnen, wielange das Vermögen mit Rente und ggf. Pflegegeld dann ausreichen würde). Das könnte eine Möglichkeit sein, die Versorgung in einer eigenen Wohnung noch länger auch bei zunehmendem Hilfebedarf sicherzustellen und die Heimaufnahme hinauszuzögern.

Ein wichtiger Hinweis: Sollte es zu einem Heimaufenthalt kommen und der Sozialhilfeträger müßte die Kosten teilweise tragen, so würde eine Schenkung bis zu zehn Jahren vorher rückgängig gemacht werden.

Es könnte ja auch sein, dass der Sozialhilfeträger Kosten der ambulanten Versorgung übernehmen muß innerhalb der nächsten 10 Jahre.

Wenn also Deine o.g. Ideen nicht zustande kommen, dann sollte er zumindest ein Testament machen.

Das Damoklesschwert vom Sozialhilfeträger würde mir bei einer Schenkung immer im Hacken sitzen, deshalb tendiere ich eher für den Verkauf und Unterbringung in einer behindertengerechte Wohnung, vielen Dank für die sehr schnelle Antwort.  

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VIELEN DANK für den wirklich hochinteressanten Tipp, bezüglich der Rückabwicklung bei einer Schenkung!

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Wohnung verkaufen, ihn dann in einem Heim unterzubringen?

Kommt darauf an, was für ihn das Beste ist, mal völlig losgelöst was mit der Wohnung passiert? Wäre er aktuell in einem Heim besser aufgehoben? Wenn ja, wäre diese Möglichkeit wohl am besten. Frage dich, was ist gut für den Freund, die Wohnung ist dann zweitrangig.

Wohnung schenken lassen und ein lebenslanges Wohnrecht

Nießbrauch ist nur nötig, wenn er vermieten wollte. Das ist ja nicht der Fall, daher reicht Wohnrecht. Ja, das ist eine Möglichkeit. Der Freund sollte aber eine annähernd ortsübliche Miete bezahlen. Denn nur dann kannst du die Kosten der Wohnung, insbesondere Reparaturen steuerlich geltend machen. Ich weiß, du willst durch den Freund keinen Gewinn machen, aber ohne der Steuerentlastung kann es bei Reparaturen leicht sein, dass du viel drauf zahlst, darum geht es.

Wenn er später mal endgültig ins Heim muss, kann er das Wohnrecht freiwillig aufgeben, das ist dann kein Problem.

Von einem Teil der Mieteinnahmen kannst du dann sogar noch was für die Heimkosten beitragen. So ist ihm langfristig wahrscheinlich am besten geholfen.

Vielen Dank für die sehr treffende Antwort, ich tendiere jetzt eher für den Verkauf und die Unterbringung in einer behindertengerechte Wohnung, nochmals Herzlichen Dank.

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