Schenkung der Eltern auf Pflichtteil anrechnen?

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3 Antworten

muss man zum Notar,

Nein. Im Gegensatz zu Schenkungsversprechen bedürfen vollzogene Schenkungen zu ihrer Wirksamkeit keiner notariellen Beurkundung, nicht einmal einer schrfitlichen Vereinbarung.

Sie wären als Ausstattung (Wohnungseinrichtung, Auto) oder Zuschuss (Miete, Auslandsemester, Meisterausbildung) des Beschenkten bei Erbauseinandersetzung über den Nachlass des Schenkers automatisch ausgleichspflichtig: § 2050 (1), (2) BGB.

Dennoch empfiehlt sich zur Vermeidung späterer Streitigkeiten, einen Vereinbarung niederzuschreiben :-O

Die sollte explizit auch eine Regelung beinhalten, die für Pflichtteilsansprüche des Beschenkten gilt.

IMHO sollte sie den gesetzlichen Erben auch bekannt gemacht werden, um Missgunst und Argwohn zu unterbinden.

Wie wäre es zu formulieren

Etwa so:

Vertrag

zwischen

AB – nachfolgend Schenker genannt –

und

CD – nachfolgend Beschenkter genannt –

  1. Hierdurch wendet/n der/die Schenker dem Beschenkten einen Betrag von € XXXXX in bar unentgeltlich zu.

  2. Hierdurch nimmt der Beschenkte die Schenkung des Schenkers an und bestätigt, € XXXXXX in bar erhalten zu haben.

  3. Die Pateien erklären übereinstimmend, dass dieser Betrag gem. § 2050 BGB bei der Erbauseinandersetzung über den Nachlass der/s Schenker/s ausgleichspflichtig bzw. auf einen Pflichtteilsanspruch des Beschenkten gem. § 2315 BGB voll anzurechnen ist.

Ort, Datum, Unterschriften

G imager761

Wikki:

Der Schenkungsvertrag zwischen den Eltern und dem pflichtteilsberechtigten Abkömmling mit der Vereinbarung, dass die Zuwendung auf den Pflichtteil anzurechnen ist, bedarf nicht der notariellen Beurkundung oder Beglaubigung. Es besteht also kein Formerfordernis, nur sollte der Vertrag schriftlich verfasst und eindeutig formuliert sein. Muster siehe Google.

Wie wär's, wenn Du nochmal in Dich gehst und dann schreibst:

  • Wer schenkt wem?
  • Wer soll sterben?
  • Wer bezieht ein Pflichtteil

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