Schadensersatz über 500 Euro bei Privatkauf?

2 Antworten

Es ist mal wieder Wochenende und die Anwälte haben ihre Büros geschlossen, das bedeutet: Murmeltier - Zeit bei finanzfrage.net. Wenn die Anwälte sich im vorübergehenden Winterschlaf befinden, laufen hier die kostspieligen Fragen an ein kostenloses anonymes Publikum auf. Fazit: warte das Telefonat mit der Kanzlei wahlweise die Antwort auf Deine Terminanfrage per eMail ab. Ich zumindest stehe nicht gratis als Steigbügelhalter für Dein Schadensersatzforderungsgedöns zur Verfügung!

Viele Grüße von

Liebe finanzfrage-Community

Ganz heisser Gratis-Tip: Nachforschungsauftrag bei Hermes einkippen.

Einen weiteren sehr heissen - 38 Grad Celsius - "Tip" habe ich dann doch noch, bevor den Anwalt konsultierst. Denn aus einem Schadenersatzforderungsgedöns katapulierst Du dich in ein Schadensfreudegedöns, in dem Du eher nichts zu lachen hast.

Stichwort: Gefahrübergang beim privaten Versendungsverkauf - ét voila:

https://www.ergo.de/de/rechtsportal/internetrecht/vertraege-im-internet/versandrisiko-und-versandkosten

Kauf von Privat

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) hält klare Regeln für den sogenannten Versendungskauf bereit: Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache, geht das Versandrisiko auf den Käufer über, sobald der Verkäufer dem Kurierdienst bzw. der Post die Sache übergeben hat (§ 447 BGB). Mit anderen Worten: Soll der Verkäufer – wie bei eBay – den Artikel versenden, trägt der Käufer das Versandrisiko.

Ich schreibe deswegen so spöttisch, weil meine deutschen Mitbürger öfters mal ganz fix mit dem Schadensersatz um die Ecke kommen, obwohl sie von der Rechtslage keinen Schimmer haben ... .

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@Maerz2019

Soweit ist mir der Sachverhalt auch schon klar gewesen.

Mich interessiert, ob die Überweisung von zusätzlichen 17 Euro, die ausdrücklich für den Versand des Artikels bestimmt waren und die nicht annähernd vollumfänglich dafür genutzt wurden, ausreichen, um beispielsweise auf der Basis von § 447 Abs. 2 BGB Schadensersatzansprüche gegenüber dem Verkäufer geltend zu machen.

(Der Versand eines Packstücks in der Größen-/Gewichtsordnung des Artikels (ohne zusätzliche Transportversicherung) kostet beim Logistikunternehmen DHL 8,49/9,49 und bei Hermes 10,65/11,65 Euro, je nachdem ob man den Paketschein online/im Paketshop erwirbt. Demgegenüber habe ich einen signifikant höheren Betrag überwiesen...)

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Es handelt sich um eine private Vereinbarung und du hast vorher zugestimmt - vermutlich wirst du auf dem Verlust sitzen bleiben.

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