Schaden selber regulieren um Kündigung bei Haftplicht zu vermeiden?

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4 Antworten

Das kann ich so auch bestätigen. Fallen zu viele Schäden innerhalb eines bestimmten Zeitraumes an, dann wird die Versicherung dir irgendwann kündigen. Das lässt sich kaum vermeiden. Und dabei spielt es auch keine Rolle ob es sich um die Haftpflicht-, Hausrat- oder Rechtsschutzversicherung handelt...

Im Zweifelsfall einfach die Versicherung von sich aus kündigen und sich eine neue suchen. Hat man sich ein mal eine Kündigung durch die Gesellschaft eingefangen, ist es fast unmöglich noch eine neue zu bekommen. In den Anträgen wird ja gefragt: "Wer hat die Vorversicherung gekündigt?" und wenn man da "die Versicherungsgesellschaft" eintragen muss, kann man den Antrag gleich in den Müll werfen...

Bei einem Neuantrag muss man zwar angefallene Vorschäden angeben, aber das ist meist nicht so tragisch wie eine Kündigung durch den Versicherer. Um ganz sicherzugehen: Erst die neue Versicherung abschließen, auf die Police warten und dann die alte Versicherung kündigen. Das kann man auch so in den Antrag schreiben, sollte danach gefragt werden. Also etwas wie "Alte Versicherung noch ungekündigt. Wird gekündigt, sobald Policierung erfolgt ist"...

Also bei so geringen Summen dürfte es wohl kein Problem sein. Wie lange bist du denn schon Kunde? Wenn es auch erst ein paar Monate sind, dann reagieren Versicherungen "böse" und kündigen, aber wenn du schon länger Kunde bist und vielleicht noch andere Versicherungen da hast, werden sie wohl nicht kündigen, sondern den Schaden regulieren. Manchmal hat man einfach Pech und es passieren ein paar Dinge innerhalb von ein paar Wochen oder auch jahrelang nichts, da hat man doch keinen Einfluss drauf. Nicht immer das Schlimmste von Versicherungen denken, die sind gar nicht so böse. :o)

Also 2 Schäden innerhalb eines Jahres führen nicht unbedingt zu einem Problem. Hier hilft es mit dem Makler - sofern vorhanden - im Vorfeld zu sprechen. In der Regel zahlen die Versicherungen anstandslos wenn es einmal 2 Schäden in einem Jahr gab.

Dabei zählt auch der Gesamtverlauf eine Rolle. Bei strengeren Gesellschaften wird der Makler um Stellungnahme gebeten.

Habe ich einen solchen Fall verfasse ich gleich mit der Schadenmeldung eine Stellungnahme. Wenn du aber in den letzten Jahren schon einige Haftpflichtfälle hattest kann es passieren das man dir kündigt.

Also ich würde hier nicht gleich Panik verursachen.

In der Rechtsschutzversicherung haben die Gesellschaften übrigens manchmal schon nach dem 1. Schaden gekündigt. Durch den Wegfall der BRAGO als Abrechnungsart für die Anwälte sind die Kosten schlagartig in einigen Bereichen bis zu 100% gestiegen (man merkt das Anwälte in der Politik sitzen). Natürlich kann man diese gestiegenen Kosten nicht schlagartig auf die Kunden abwälzen. Also hatten einige Gesellschaftn Probleme. Nur 1 Anbieter garantiert vertraglich 3 Schäden p.a. ohne Kündigung....

Wie dem auch sein. Vorher besprechen kann helfen. Vorausgesetzt man hat einen Ansprechpartner und keine Direktversicherung mit Callcenter.

Dein Freund hat nicht Unrecht; drei Schäden binnen zwei Jahren können in der Gebäude- und auch in der Haftpflichtversicherung zur Sanierung und/oder Kündigung führen. Drei Rechtsschutzschäden binnen einen Jahres ebenfalls.

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