Säumniszuschlag vom Finanzamt einfordern?

5 Antworten

So, jetzt habe ich auch herausbekommen, wie man dieses chique Schriftbild hinbekommt. Da sieht doch die Antwort bzw. die Frage gleich viel wichtiger aus, nicht wahr?

Also, ich finde folgendes:

https://www.finanztip.de/zinsen-auf-steuererstattungen/

Jetzt müßtest Du also nur noch überlegen, für welches Kalenderjahr Du die Steuererklärung eingereicht hast und ob inzwischen 15 Monate vergangen sind. Und dann das Urteil des Bundesverfassungsgerichts abwarten, wenn ich das richtig verstanden habe.

Die Zinssätze des FA sind allerdings unschlagbar und insofern evtl. ein guter Anlagetip.

Mir ist nun allerdings unklar, ob man eine Verzinsung selbst provozieren kann, indem man z.B. erst für einen überhöhten Lohnsteuerabzug sorgt (oder für überhöhte Vorauszahlungen bei selbständigen Einkünften) und dann die Steuererklärung so spät wie möglich (also erst kurz vor oder nach Schätzung) abgeben kann. Das war ja aber auch nicht Deine Frage.

Er müsste nichts überlegen - die Zinsen werden nämlich (in begründetem Fall) von amtswegen festgesetzt (wie im umgekehrten Fall auch).

Verspätete Abgabe kann übrigens zu Verspätungszuschlägen führen. - und zu einem "Kringel auf der Akte".

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Es geht hier eindeutig darum, dass meine Steuerer4klärung, obwohl gleichzeitig aus dem Steuerprogramm übermittelt und auch die komprimierte Erklärung, mit der meiner Frau eingereicht wurde

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@rolli1865

Zinsen gibt es trotzdem erst 15 Monate nach Ende des betreffenden Steuerjahres, bzw. ab dem 16. Monat.

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@rolli1865

FA argumentiert das sie für ein externes Programm keine Gewähr übernimmt

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Du kannst maximal einen "Untätigkeitseinspruch" einlegen.

Frage:

  • was bedeutet "eindeutig nachweisbar"?
  • In welcher Form kannst Du das nachweisen?

Lies zu der Thematik auch diesen Beitrag:

https://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-das-Finanzamt-troedelt-article19684457.html

Solches Zeug liest man erst dann, wenn man den entsprechenden Paragrafen (ich glaube § 347 AO - nachschauen mag ich nicht) nicht verstanden hat.

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Der Nachweis ist die versandmitteilung mit der Telenummer, aus dem Steuerprogramm

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Hab´ ich es doch gewusst - es gibt diesen Nachweis nicht.

Du wolltest nur eine gefällige Antwort.

Falsch, diesen nachweis gibt es tatsächlich. Das ist die Versandmitteilung aus dem Steuerprogramm, wann und zu welcher zeit die Steuererklärung übermittelt wurde, sowie die zugehörige Telenummer.

Was soll also diese blöde Antwort??

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@rolli1865

Blöd ist nur, wer glaubt, dass das ein Nachweis ist.

Denkst Du etwa, im Finanzamt interessiert es irgendwen, was irgendein Programm auf irgendeinem PC irgendwem "mitteilt"?!

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@correct

Das ist ein Sendeprotokoll und als Nachweis verwendbar.

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Und wie sieht der Nachweis aus?

Meldung des Steuerprogramms mit Datum, Uhrzeit, Telenummer, wann es an das FinA versendet wurde.

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@correct

Doch, das ist einer. Hier muss jetzt das FA suchen wo das Problem liegt.

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Das FA sagt, keine Steuererklärung da.

Du musst jetzt beweisen, dass die Erklärung im Einflussbereich des FA gelandet ist.

Dann kommst Du, und sagst, Dein Elsterprogramm sagt aber, dass die Erklärung angekommen ist.

Dann sagt das Finanzamt, dass keine Erklärung da ist.

Dann sagst Du, dass Dein Elsterprogramm sagt, dass die Erklärung da sein muss.

Dann sagt das Finanzamt, dass aber keine da ist.

Dann wird es Dir irgendwann vielleicht zu blöd und Du klagst.

Dann kommt das Finanzgericht; dass schaut sich die Sache an und fragt das Finanzamt wo die Erklärung ist.

Das Finanzamt sagt, sie wissen es nicht. Die Überprüfung der Telenummer hat nichts ergeben, sie haben aber keine Daten und können daher nichts veranlagen. Clever wie immer, sagt das Finanzamt im Schlußsatz dann, dass der Kläger die Erklärung ja hätte jederzeit erneut übermitteln können, dann wäre ja Daten dagewesen, die man hätte veranlagen können.

Dann fragt das Finanzgericht Dich, was Du getan hast. Du sagst dann wahrheitsgemäß: Nichts, ich habe dem Finanzamt nur gesagt, wann die Erklärung übermittelt wurde.

Dann fragt Dich das Finanzgericht, warum Du die Erklärung nicht einfach ein zweites Mal übermittelt hast, wenn das Finanzamt gesagt hat, dass nichts da ist.

Die einzige Antwort die Dir dann vom Inhalt her möglich ist, ist: Weil es um das Prinzip geht.

Ende des Spieles: Klage abgewiesen. Dass Finanzamt kann nur veranlagen was da ist. So wie bei der Post mal eine Erklärung verschwinden kann, so kann auch im elektronischen Datenmeer ein Datensatz verschwinden. Dir wurde mehrfach mitgeteilt, dass die Erklärung nicht da ist und das das FA nichts veranlagen kann. Du hast jedoch auf etwas bestanden, was tatsächlich nicht umsetzbar ist.

Wenn der Finanzrichter einen guten Tag hat, dann nennt er Dein Verhalten querulantorisch und die Gebühren wirst Du auch noch tragen.

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