Rüruprente auch für Kinder möglich?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine Rürup kann (bei den meisten Gesellschaften ab dem 15. Lebensjahr) auch für Teenager abgeschlossen werden. Allerdings macht sie hier nur sehr wenig Sinn.

Steuern fallen jedoch tatsächlich erst an, wenn das Kind über 8004 € p.a. im Jahr verdient (ggfls abzgl. KV / Werbungdkosten). Zahlungen oberhalb des Freibetrages könnten also über eine Steuererklärung retour geholt werden.

die Grenze von 8 t€ wird sicher nicht erreicht!

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Hallo MrInvest, :-)

zu dieser Frage zunächst ein kleiner Hinweis:

Die Basis- oder Rürup-Rente ist nicht "eigentlich nur für Nicht-Sozialversicherte" gedacht. Diese Einschätzung wird leider häufig von der Presse verursacht. Die Rürup-Rente ist bei Einzelunternehmern und Freiberuflern halt häufig der einzige Weg, staatlich geförderte Altersvorsorge zu betreiben. Sie ist aber in vielen Fällen für sozialversicherungspflichtig Angestellte genauso wichtig. Schließlich kam die Rürup-Rente 2005 im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes (AltEinkG). Dieses AltEinkG hatte aber, durch die damit beschlossene nachgelagerte Betsteuerung der Renten, die Folge, dass bei Versicherten in der gesetzlichen Rente häufig eine zusätzlich Nettorentenlücke entstanden ist (es bleibt eben netto nun häufig weniger übrig, als vorher).

Damit gleich zum zweiten Teil der Frage:

Jeder Steuerbürger in Deutschland, also jeder, der hier Steuern bezahlt, hat auch das Recht z.b. mit der Basis-Rente steuerliche Vorteile zu nutzen. Beim o.g. Fall werden sich diese Vorteile aber sehr in Grenzen halten bzw. nahezu verschwinden.

Sollte es sich beim genannten Kind z.B. um einen Azubi handeln, stünden zwei Alternativen zur Verfügung, die sicherlich im ersten Schritt sinnvoller/effektiver sind:

1.) Betriebliche Altersvorsorge 2.) Riester-Rente

Der 1. Weg hat bei Azubis auch noch den Vorteil, dass Eltern plötzlich wieder Anspruch auf das Kindergeld haben, dass ansonsten womöglich durch das Einkommen des Kindes in der Ausbildungszeit weggefallen wäre.

Der 2. Weg ist gerade bei einem Azubi sehr günstig. Um die volle Zulage zu erhalten, muss der Azubi ja lediglich 4% seines Vorjahresbruttos abzüglich der Zulage in Höhe von € 154.- als Eigenbeitrag aufwenden. Häufig bedeutet dies, dass Azubis dann nur den Mindesbeitrag bei den diversen Anbietern bezahlen, der häufig bei € 10.- im Monat bzw. € 60.- im Jahr (bei jährlicher Zahlweise) liegt.

Letzter Tip zum Schluss (ist aber eine Frage, was sich der Azubi finanziell leisten kann und will und ob die Eltern was zuschießen möchten/können):

Der Azubi reduziert mit eine betrieblichen Altersvorsorge sein Einkommen so weit, dass die Eltern wieder Kindergeldanspruch haben.

Damit erhalten die Eltern (sofern diese zur riestergeförderten Gruppe gehören) wieder eine Kinderzulage beim Riester-Vertrag (€185.- p.a.). Schließt der Azubi nun zusätzlich eine Riester-Rente ab (die die Eltern ihm z.B. durch das Kindergeld, das nun wieder fließt (wenn er es nicht eh selbst erhält) finanzieren könnten) erhält er für sich selbst zusätzlich noch die Grundzulage in Höhe von € 154.- Eine Ausnahme, bei der die gleiche Person sogar eine doppelte Riester-Förderung verursacht (einmal für sich selbst, einmal bei den Eltern).

Per "Fernwartung" aber eine korrekte Empfehlung abzugeben, was nun der effektivste Weg ist, ist natürlich etwas schwierig. Ich empfehle hier die Beratung z.B. durch einen bAV-Spezialisten und/oder einen Versicherungsmakler (der eine muss nicht automatisch das andere sein :-).

Ich hoffe, ich konnte mit dieser Antwort weiterhelfen.

Viele Grüße

Joachim Haid

Danke. Sehr anschaulich!

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