Rückwirkende Mieterhöhung nach Fassadensanierung

4 Antworten

Nein. Die Mieterhöhung ist drei Monate zvor anzukündigen und zwar komplett auch der Höhe nach.

Es reicht nciht die Baumaßnahme zu beginnen und zu sagen, danach steigt die Miete udn dies dann erst Monate später zu berechnen.

Bei den vielen Antworten wurde schon der Abzug der Zuschüsse erwähnt. Mir fehlt dabei noch der Abzug wegen anstehender/notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen.

Teilweise sprichst Du von Sanierung, teilweise von Modernisierung. Was wurde genau gemacht? Eine rissige Fassade (Zeugen, Beweisfotos?) zu beseitigen durch Gerüstaufbau, Verspachteln der Risse und neuem zweimaligen Fassadenanstrich sind Instandhaltungsmaßnahmen. Dieser Kostenanteil wäre bei einer nachträglichen Wärmedämmungsmontage also ohnehin fällig gewesen und ist daher nicht als Modernisierungskostenanteil umlagefähig.

Handelt es sich ferner um preisgebundenen Wohnungsbau?

Widersprechen Sie schriftlich der Mieterhöhung und erklären Sie gleichzeitig, dass Sie mit der Mieterhöhung ab 01.02.2011 einverstanden sind. Der Vermieter wird es bei dem geschilderten Sachverhalt sicher unterlassen die Forderung auf dem Klageweg umsetzen zu wollen.

Siehe auch Ratgeber-Recht24:

"Der Mieter muss ausreichend Zeit haben, um zu prüfen, ob die Erhöhung hinnimmt. Der Vermieter hat daher mindestens drei Monate vor Beginn der Maßnahme deren Art, Umfang, Beginn und voraussichtliche Dauer sowie die zu erwartende Erhöhung des Mietzinses einschließlich der Berechnung in Textform mitzuteilen (§ 554 Absatz 3 Satz 1 BGB).

Die erhöhte Miete darf erst nach Abschluss der Modernisierung verlangt werden. Das Verlangen ist von der Ankündigung der Modernisierung zu unterscheiden und muss wiederum in Textform gegenüber dem Mieter erklärt werden (§ 559b BGB). Für die Mieterhöhung muss der Vermieter eine nachvollziehbare Berechnung vorlegen und etwaige erhaltene öffentliche Zuschüsse angeben. Diese muss er von den Kosten abziehen.

Der Mieter muss die erhöhte Miete ab dem dritten Monat nach dem Zugang der Erklärung leisten. War die vor der Modernisierung erfolgte Ankündigung nach § 554 Absatz 3 Satz 1 BGB fehlerhaft oder weicht die tatsächliche Erhöhung um mehr als zehn Prozent davon ab, verlängert sich die Frist für die erste erhöhte Zahlung um sechs Monate."

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