Rückwirkend Vorsteuerpauschale für Journalisten geltend machen

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1 Antwort

Wo ist das Problem und was genau meinst du mit "rückwirkend"?

Du trägst die entsprechende prozentual ermittelte Vorsteuer in das Formular (Seite 3, Zeile 67) ein und fertig.

Mit "rückwirkend" meine ich, ob ich wie beschrieben auch für 2012 die Pauschale noch geltend machen kann. Ich habe im vergangenen Jahr immer artig jeden Monat meine Umsatzsteuervoranmeldung ausgefüllt und die 7 Prozent Umsatzsteuer ohne Abzüge (mit Ausnahme des Laptops) ans Finanzamt weitergeleitet.

Und da ich gelesen habe, dass ein zusätzlicher Vorsteuerabzug (in meinem Fall also der Laptop) bei der Nutzung der Pauschale ausgeschlossen ist, möchte ich wissen, ob ich trotzdem irgendwie für 2012 noch die Pauschale nutzen kann.

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@digitalbath

auch für 2012 die Pauschale noch geltend machen kann

Allewetter, sag bloß, du hast deine Umsatzsteuererklärung schon abgegeben?

möchte ich wissen, ob ich trotzdem irgendwie für 2012 noch die Pauschale nutzen kann.

Ja, bis zur Unanfechtbarkeit des USt-Bescheides, A 23.4 (2) Satz 2 UStAE m.w.N.

Was mich aber interessiert: Ich habe noch nie im Leben jemanden gesehen, bei dem das günstiger wäre. Wie geht sowas?

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@EnnoBecker

Ich hatte es so verstanden, dass man die Pauschale schon jedes Mal bei der Umsatzsteuervoranmeldung abziehen muss. Also zieht man die einfach einmalig bei der Umsatzsteuererklärung ab, ja?

Und für mich wäre das günstiger, da ich kaum Anschaffungen habe, für die ich die Vorsteuer abziehen kann. Die Angabe der tatsächlichen Vorsteuer lohnt sich ja nur bei Anschaffungen mit hoher Vorsteuer - die habe ich aber nicht und gebe somit jeden Monat die vollen sieben Prozent Umsatzsteuer ans Finanzamt weiter. Mit der Pauschale kann ich immerhin 4,8 Prozent Vorsteuer abziehen.

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@digitalbath

Ich hatte es so verstanden, dass man die Pauschale schon jedes Mal bei der Umsatzsteuervoranmeldung abziehen muss

Aber wie soll das denn gehen? Du weißt doch am Jahresanfang oder im Mai oder Oktober überhaupt noch gar nicht, welche Vorsteuerbeträge übers Jahr so anfallen werden und was am Ende günstiger ist. Außerdem weißt du nicht, ob du die 61.356 Euro sprengen wirst.

Also zieht man die einfach einmalig bei der Umsatzsteuererklärung ab, ja?

Steht zwar nicht geschrieben, ist aber wohl sinnvoller als umgekehrt. Ich würde es jedenfalls sorum machen.

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@EnnoBecker

Das geht ganz einfach, wenn man Auftraggeber hat, für die man regelmäßig arbeitet und weiß, was man über das Jahr für Anschaffungen plant, die man bei der Vorsteuer geltend machen kann. Deshalb weiß ich auch, dass ich die 61.356 Euro nicht sprengen werde und weniger als 4,8 Prozent als Ausgaben geltend machen kann.

Und da ich bei meiner Umsatzsteuervoranmeldung jeden Monat ja auch schon die reguläre Vorsteuer abziehe (sofern ich denn was abzuziehen habe), wäre es für mich nur logisch gewesen, dort auch die 4,8 Prozent bereits abzuziehen.

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