Rückwirkend Steuererklärung für verstorbe einreichen geht das?

3 Antworten

Steuererklärungen können vom Steuerpflichtigen ( oder auch für Dich als Erbin ) bis zu 4 Jahre ( also für die Jahre 2017 - 2020 ) rückwirkend abgegeben werden - wohingegen ein FA sogar Steuererklärungen für einen länger zurückliegenden Zeitraum hin einfordern kann.

Vielen Dank!

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wohingegen ein FA sogar Steuererklärungen für einen länger zurückliegenden Zeitraum hin einfordern kann.

Für das Finanzamt gelten dieselben Fristen wie für den Steuerpflichtigen auch.

Nach Ablauf der Festsetzungsverjährung kann ermessensgerecht keine Erklärung mehr angefordert werden.

Die Fristen ergeben sich aus §§ 169, 170, 171 AO.

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@wilees

Ja das glaube ich Dir. Hier liegt aber keine Antragsveranlagung sondern eine Pflichtveranlgung vor.

Daher kommen zu den 4 Jahren noch einmal 3 Jahre Anlaufhemmung. Diese dann insgesamt 7 Jahre gelten aber genauso für den Steuerpflichtigen.

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@Frommwood

Mit „hier“ meinte ich im Falle deines Schwiegervaters. Sorry das war vielleicht missverständlich.

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@Frommwood

Na ja .... es war zwar eine recht lästige / aufwendige Geschichte führte aber zu einer recht gehobenen Steuererstattung, da niemand einen Zinsfreistellungauftrag gestellt hatte bzw. dies auf angelegte Beträge auf einem Notaranderkonto auch nicht möglich war.

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naja, nicht ganz richtig.

Bei einer Pflichtabgabe man auch für länger zurückliegende Jahre verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

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Als Alleinerbin bist Du Rechtsnachfolgerin nach deiner Mutter und somit berechtigt, Steuererklärungen für sie einzureichen.

Die Verjährung beträgt bei sog. Antragsveranlagungen (reine Arbeitnehmerfälle mit Steuerklasse 1 oder 4) 4 Jahre nach Ablauf des Veranlagungszeitraums. Die 2016er Abgabefrist ist zum 31.12.2020 verjährt, die Abgabefrist für die 2017er Erklärung würde zum 31.12.2021 verjähren.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachbearbeiter Veranlagung

Vielen Dank!

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Klar kannst Du das, manch einer muss sogar.

"Eine rückwirkende Einkommensteuererklärung kann bis zu vier Jahre später abgegeben werden. Stichtag ist jeweils der 31. Dezember. An diesem Tag muss dem Finanzamt die Erklärung vorliegen, eine Fristverlängerung kann nicht beantragt werden."

Ergänzung:

Bei einer Abgabepflicht beträgt die Festsetzungsverjährung für die erstmalige Abgabe einer Steuererklärung mindestens 7 Jahre (4 Jahre + 3 Jahre Anlaufhemmung).

Bei leichtfertiger Verkürzung 8 Jahre (5+3 Jahre) und bei Hinterziehung 13 Jahre (10+3 Jahre).

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