Rückübertragung v.Grund u.Boden können Schwiegereltern verlangen+was ist mit dem renovierten Haus?

3 Antworten

Die Angaben in dem Sachverhalt (obwohl ausführlich) reichen nicht aus, um es genau zu beurteilen, denn es ist ein juristisch schwieriges Vertragswerk.

So müßte man:

  1. die Rückfallklausel genau analysieren

  2. Prüfen was für den Fall erheblicher Investitionen genannt ist

  3. prüfen, ob eine weiterübertragung möglich ist

  4. Ob sich die Rückübertragung (wie du schreibst) eventuell auf den Grund und boden bezieht

  5. Was mit eventuellen anderen Beslastungen ist

  6. Wurden die 750.000,- aus eigenen m ittel gezahlt? Wenn von der Bank, wie wurde das abgesichert?

  7. als Tipp macht doch auf Deinen Mann eine 100.000,- Euro Risiko LV, die ist (relativ) billig und könnte das Problem lösen.

Ich wpürde das Problem mit Eurem Steuerberater udn einem Anwalt/Notar besprechen.

wissen wir aber erst seit ca. 3 Jahren!!!

Ein VERTRAG setzt schon begrifflich die Beteiligung von mindestens 2 Parteien voraus und ist ja wohl kaum mit Geheimtinte verfaßt worden. Der Notar, den man in Grundstückssachen mit der Beurkundung beauftragen muß, hat so was garnicht. Mit anderen Worten: Der Vertrag ist von Euch nicht durchgelesen worden. An dieser Stelle könnte man im Grunde schon aufhören, denn ich befürchte, dass Ihr auch etwaig den Verwendungsersatz betreffende Passagen nicht zur Kenntnis genommen habt. An sich muß Euer erster Prüfungspunkt sein, den Übertragungsvertrag sorgfältigst durchzulesen.

Die vereinbarte Rückfallklausel machte zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ja wohl durchaus Sinn. Dein Mann war seinerzeit offenbar ledig. Sofern keine Kinder aus früheren Verbindungen vorhanden waren wären die Eltern nach dem Gesetz ohnehin Erbe gewesen. Es sollte verhindert werden, dass testamentarisch eine Erbfolge mit anderem Inhalt verfügt werden konnte.

Das ist jetzt der Ausgangspunkt. Weiterer Ausgangspunkt ist, dass Bauwerke wesentlicher Bestandteil eines Grundstücks sind und daher nicht Gegenstand besonderer Rechte sein können. Mit dem Rückfall des Grundstücks würden diese zwangsnotwendig auch an die Eltern fallen.

So und nun kommen wir zum Kern Deines Problems: Du redest da von "wir" haben 750.000 Euro reingesteckt. Wessen Geld war das? Dein Geld, das Geld des Ehemannes, gemeinsames Geld oder gar kreditfinanziertes Geld? Das macht durchaus einen Unterschied: Nach meiner Wertung würde der Rückfall sich auf den Zustand beschränken in dem sich das Grundstück an Todestag befindet. Lasten Kredite darauf, müssen diese übernommen werden. Hast Du persönlich Geld in das Grundstück gesteckt, kommen Ausgleichsansprüche in Betracht, insbesondere aus Bereicherungsgesichtspunkten. Hat aber ein Mann sein eigenes Geld dort investiert,dann sehe ich eher schwarz. In jedem Falle sollte man mit dieser Sache zu einem Anwalt gehen und sich beraten lassen.

Danke

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Ich denke es kommt auch darauf an, wie diese Klausel formuliert ist, die die Rückübertragung von Grund und Boden begründet. Evtl. ist diese gar nicht haltbar. Wenn der Anspruch begründet ist, dann würde ich eine Risikolebensversicherung abschließen, die die 100.000 im Fall des Falles übernimmt, damit Du und die Kinder abgesichert bist.

Danke

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Höheren Kredit aufnehmen damit Schwiegereltern ebenfalls Immobilie kaufen können?

Hallo, ich erhoffe mir ein paar fachliche Meinungen oder Antworten mit Erfahrungswert, denn emotional in der Sache bin ich selbst genug :)

Mein Ehemann hat aus einem Versicherungafall einige hunderttausend erhalten. Nun wollen wir uns den Traum vom Haus mit unseren zwei, bald drei Kindern, verwirklichen.

Das Geld reicht aber noch nicht für Haus und Möbel, Küche, Notar usw. Wir müssen über 100.000€ Kredit aufnehmen. Nun wollen seine Eltern auch eine Wohnung kaufen ohne jegliches EK und wollen von uns 50.000€ geschenkt haben. Den Rest gibts angeblich auf Kredit. Sie sind Anfang 50 und leben zur Miete. Das bedeutet unser Kredit steigt und vor allem ich soll mich mit meinem Mann um mehr als für uns selbst nötig verschulden, damit meine Schwiegereltern die Wohnung bekommen, die sie sich mit ihrem Lebensstil eigentlich nicht leisten können. Ich unterstütze Eigentum bei Ihnen sehr, denn an Rente wirds kaum was geben. Es sieht so aus, als müssten wir später für Pflege aufkommen. Aber sie sind jung genug und gesund, um mehr als Teilzeit arbeiten zu gehen. Gerade die Schwiegermutter gibt sich zufrieden mit ihrem Job ("für sooo reichts"). Sie überteiben es mit Geschenken für die Kinder und nennen uns geizig, weil wir nicht für Oster- und Weihnachtsgeschenke pro Kind mehr als -00€ ausgeben wie sie. Tja, wir finden 50€ pro Kind genug. Diese Infos finde ich am Rande wichtig, weil es schließlich nicht so ist, dass sie gerne aus eigener Kraft würden und es versuchten. Sondern es für selbstverständlich halten, dsss man sie unterstützt, da ja das wieder ins Erbe eines Tages übergeht.

Ist es aber für später für die Zeit der Pflege, angenommen sie bräuchten diese, sinnvoll, in ein solches 'Projekt' zu investieren?

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