Rückfrage des Finanzamts zu Bildungskredit?

3 Antworten

Zunächst ist es unglücklich, den diffusen, bankseitigen Marketingbegriff Bildungsdarlehn gegenüber dem Finanzamt zu verwenden. Dort wäre "Ausbildungsdarlehn" schon mal verständlicher gewesen. Leider lässt Deine Argumentation den Schluss zu, dass Dein Bildungskredit auch für eine Urlaubsreise nach Venedig, Troja oder die Anschaffung eines Fernsehgerätes verwendet wurde.

Ich verstehe auch nicht, warum Du nicht (nur rechnerisch!) das Bafög zum allgemeinen Lebensunterhalt und das Ausbildungsdarlehn für die studienbedingten Aufwendungen verwendet und sauber dokumentiert hast. Diese Ausbildungskosten wären jetzt die Begründung für die Absetzbarkeit Deiner ausbildungsbedingten Darlehnszinsen.

Guck auch mal hier: https://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/ausbildung-studium/diese-ausbildungskosten-kannst-du-von-der-steuer-absetzen.html

Wenn Du natürlich die Unterlagen nicht mehr hast, dann schmerzt die mangelnde Abzugsfähigkeit der Zinsen auch nicht so doll.


Schmerzen wird es nicht. Allerdings kann ich die Zinsen rechtlich gesehen absetzen und will mich deswegen informieren. Auch zu meinen Rechten.

Dokumentiert habe ich die Kosten 1. nicht, weil ich sie sowieso nicht absetzen kann, da sie ja aus meinem Erststudium stammen. Bei meinem Zweitstudium wäre ich anders vorgegangen.

2. Wer dokumentiert denn, was er vom Bafög gekauft hat? Schließlich ist das "Darlehen" da um die Lebenserhaltungs- und Ausbildungskosten zu decken. Da bewahre ich nicht jeden Beleg.

Den Weblink kenne ich übrigens.

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@Blaubeere2016

Wer dokumentiert denn, was er vom Bafög gekauft hat? Schließlich ist das "Darlehen" da um die Lebenserhaltungs- und Ausbildungskosten zu decken. Da bewahre ich nicht jeden Beleg.

Ohne klare Dokumentation und Anerkennung von ausbildungsbezogenen Verwendungszweck und -höhe können folglich die Zinsen steuerlich nicht anerkannt werden. Das ist nun kein neuer Grundsatz, sondern ist schon seit Jahren so.

Leider fehlen vielen Studenten die Informationen hierüber und es gibt für sie vieles anderes, was wichtiger ist. Eigentlich gehört die steuerliche Thematik schon gleich in eine Einführungsveranstaltung im ersten Semester.

Da Du nun schon seit 4 Jahren Deinen Kredit sicherlich ordentlich getilgt hast, ist die nicht anerkannte Zinsbelastung auch nicht mehr so hoch.

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Sie wollen wissen, ob die Zinsen abzugsfähig sind.

Dass sie vier Jahre lang durchgewunken wurden, spiet dabei keine Rolle.

Die Tilgungsraten kann ich nicht von der Steuer absetzen

Natürlich nicht. Die Aufnahme des Darlehens wurde ja auch nicht als Einnahme besteuert, nicht wahr?

Warum ist ein Kredit eine Einnahme ??!! Ich würde die größeren Posten deines Studiums glaubhaft zusammenstellen , Miete , Studienkosten, Fahrtkosten etc

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@HilfeHilfe

Mein Kredit war ja keine Einnahme. Das waren ja Schulden. Die ich im Studium gemacht habe. :)

Zusammenstellen klingt gut, also ohne irgendwelcher Belege?

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@HilfeHilfe

Warum ist ein Kredit eine Einnahme ??!! 

Ich weiß ja nicht, wie das so bei euch ist. Aber die wenigen Male, in denen ich ein Darlehen aufgenommen habe, aber ich entweder Geld bekommen oder woanders Schulden reduziert.

Ich bin echt erstaunt, wie man solch eine Frage stellen kann.

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@EnnoWarMal

Aus dem Studium ergeben sich Schulden (ein Minus), die durch einen Kredit gedeckt werden (ein Plus dass die Schulden deckt, aber anderswo ein Minus hervorruft).

Wenn du ein Haus kaufst, mit 500 000 Euro hast du ja auch erst Mal Schulden. Erst wenn der Kredit abgezahlt ist, gehört das Haus dir und du hast ein Plus...

Aber darum gehts ja in der Frage nicht.

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@Blaubeere2016

Wenn du ein Haus kaufst, mit 500 000 Euro hast du ja auch erst Mal Schulden.

Und ein Haus, nicht wahr?

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Meiner Auffassung nach verhält sich das „neue Finanzamt“ korrekt. 

Das die Finanzbehörde für Ausgaben die der Steuerpflichtige in seiner Steuererklärung absetzen möchte Belege sehen will erscheint mir auch nicht ungewöhnlich. 

Damit müssen Millionen andere Bürgerinnen und Bürger auch leben. 

Hier geht es auch nicht darum Rückfragen des Finanzamtes „richtig zu beantworten“ sondern wahrheitsgemäß. Wo ist also das Problem ?

Es gibt kein Problem. Es gibt lediglich die Frage: Warum jetzt? Warum nicht gleich? Sowie es wurde vom FA nicht aufgeführt, wie sie die Frage beantwortet haben wollen. Mit 1000 Belegen aus 4 Jahren? Einer vagen Kostenaufstellung? Oder mit einer Bescheinigung von der Bank?

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