Rückabwicklung des Kaufvertrags einer Haus- Immobilie, was steht mir zu ?

3 Antworten

Ich sehe das so, dass in dem von Dir zitierten Urteil alles drin steht.

  1. Der ehem. Verkäufer muss das Haus zurücknehmen und ist in Annahmeverzug. Wenn ihr erst ausziehen könnt, wenn ihr den Kaufpreis zurück habt, müßt ihr eben bis dann wohl Nutzungsentschädigung zahlen, die aber vermutlich nicht so hoch ist, wie die Verzugszinsen auf den Rückzahlungsanspruch.

  2. Schadenersatz bedeutet immer, der Geschädigt wird so gestellt, als wäre der Schaden nicht eingetreten. Wenn der Grund für die Rückabwicklung nicht eingetreten wäre, würdet ihr in der Stadt leben, wo dieses Haus ist. Warum soll Euch der Verkäufer die Wohnungssuche in 500 Kilometer Entfernung finanzieren und den Umzug dorthin?

  3. Zur Schadenminderungspflicht hat imager schon alles gesagt.

Hallo " wfwbinder " vielen Dank für Deine Rückantwort.

Zu 1. Dies habe ich bereits in meinen Zeilen erwähnt und ist bei der " großen Rückabwicklung " Gang und Gebe, dass die Kosten der Nutzung (Miete) verrechent werden.

Zu 2. Das ist genau der Punkt, welcher Fragen bei mir aufwirft:

Schadenersatz bedeutet immer, der Geschädigt wird so gestellt, als wäre der Schaden nicht eingetreten.

Es gibt in dieser Hinsicht doch " finanzielle Schaden ", wie z.B. die Umzugskosten, Übernachtungskosten ect. (hierzu später mehr), welche ich somit dann doch doppelt habe und nicht unerheblich waren.

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@Klaus37
Es gibt in dieser Hinsicht doch " finanzielle Schaden ", wie z.B. die Umzugskosten, Übernachtungskosten ect.

Ganz ohne Frage und die werden auch gedeckt, aber in angemessener Höhe.

Ihr wolltet (Beispiel) von Hannover nach Frankfurt ziehen. Die Kosten, die nun entstehen, um sich ein neues Haus in Frankfurt anzusehen, müssen gedeckt werden.

Aber wenn ihr Euch nach der Sache in Frankfurt nicht mehr wohl fühlt und nun nach Berlin wollt, hat der Verkäufer damit nichts zu tun. Er muss einen Umzug von Frankfurt nach Frankfurt und meinetwegen nach Offenbach zahlen, aber doch nicht nach Berlin.

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@wfwbinder

Vielen herzlichen Dank für Deine erneute Rückantwort.

Ganz nachvollziehen kann ich das nicht...unser " alter " Wohnort war doch 500 km entfernt und hierfür musste ich die Kosten natürlich in vollem Umfang selbst bezahlen.

Warum " sollte " der Verkäufer dann nicht auch diese Kosten bzw. dann somit die Kosten des anstehenden Umzugs bezahlen ? Hätte er mich nicht getäuscht, müssten wir nicht nochmals umziehen und ich finde, dass es nicht um die Entfernung geht, sofern sie max. die gleiche Entfernung betrifft, wie bei dem letzten Umzug.

Aber etwas anderes- vielleicht kannst Du mir hierzu bitte noch Deine Meinung mitteilen.

  1. Der Kaufvertrag wird " Zug und Zug " rückgängig gemacht. In welcher Reihenfolge wird dies geschehen ? (Wir sind zuerst eingezogen und etwa 3 Wochen später war die Kaufpreiszahlung fällig.)

Wenn es Dir nicht allzu viel Mühe macht, wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du mir dies kurz stichpunktartig auflisten würdest.

  1. Der Verkäufer kann noch in Berufung gehen...wie denkst Du darüber, meinst Du, dass er dies tun wird, wie stehen die Chancen...oder wie ist Deine Erfahrung.
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@Klaus37

Der Verkäufer ist übrigens rechtschutzversichert. Selbstverständlich wird die Versicherung überprüfen, ob eine Chance besteht...trotzdem wüsste ich gerne auch, wie Deine Erfahrungen sind, was der Verkäufer/die Verkäufer angeht/angehen, ist " man " da schnell dabei, Berufung einlegen zu wollen, oder eher abgeschreckt nach und eingeschüchtert ect. und nimmt hiervon Abstand ?

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@Klaus37

Im Gegensatz zu @privatier59 und @imager bin ich kein Volljurist, sondern nur Jurist für Arme (LL.B.).

Ich werde mir kein Urteil erlauben, ob der VErkäufer in die Berufung geht, oder nicht, denn ich kenne die Akten nicht. Was für Euch spricht scheint ja ein doch sehr eindeutiges Urteil zu sein. Ich ging bei meinen bisherigen Antworten natürlich von einer Rechtskraft aus.

Die Rechtschutzversicherung wird die Chancen für eine Berufung genau prüfen. aber mit welchem Ergebnis? Das kann ich nicht sagen, zuwenige Informationen.

Zug um Zug heißt gleichzeitig, oder nahezu gleichzeitig. Das hat in diesem Fall weniger mit dem Auszugstermin zu tun, sondern mehr mit der Rückübertragung des Eigentums und der Rückzahlung des Kaufpreises. Der Auszug kann später erfolgen, denn ihr müsst ja noch eine neue Bleibe finden.

Den anderen Einwand kann ich nicht verstehen. Euer Wunsch war es die 500 Kilometer Umzugsweg zu haben (wegen Beruf, oder was auch immer). Damit hat der Verkäufer nichts zu tun.

WEnn er nun ein schadhaftes Haus geliefert hat, muss er die Umzugskosten in ein neues Domizil tragen, aber eben in der gleichen Gegend. Ich bin mir da absolut sicher.

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@Klaus37

Hallo,

vielen herzlichen Dank für Deine erneute Nachricht, welche ich erst heute gesehen habe. Die Benachrichtigungsfunktion war deaktiviert :-(

Inzwischen hat der Verkäufer Berufung eingelegt. Nun heißt es wieder warten...und die Angelegenheit läuft in das 5. Jahr.

Dankeschön für Deine große Mühe !

Ich wünsche Dir ein streßfreies und gesundes Jahr !

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Die Beklagte ist verpflichtet der Klägerin auch den weiteren Schadenin Zusammenhang mit der Rückabwicklung des noteriellen Kaufvertrags vom xxxx zu ersetzen.

Die Verpflichtung zur Schadensersatzzahlung ist dem Grunde nach festgestellt worden. So weit, so gut.Über die Höhe kann erst gestritten werden wenn die Kosten feststehen.

Die erste Frage ist damit schon beantwortet. Wie willst Du denn Umzugskosten pp geltend machen, wenn die Kosten noch nicht entstanden sind?

Im übrigen verstehe ich nicht ganz, wieso Du von einer "Zahlung" ausgehst. Du bekommst doch den Kaufpreis zurück erstattet. Im Zusammenhang damit wird es eine Gesamtabrechnung geben in die alle geldwerten Forderungen eingestellt und miteinander verrechnet werden. Den Saldo wird man Dir dann anweisen.

Was die durch Feuchtigkeit beschädigten Gegenstände betrifft, mußt Du Dir Dein Eigenverschulden anrechnen lassen. Vermutlich gibt es dafür keinen Ersatz.

Was die Suche nach einer neuen Bleibe betrifft, sind Deine Vorstellungen etwas üppig geraten. Wozu braucht man denn einen Mietwagen? Auch bezüglich der Übernachtungskosten und Fahrtkosten wird man heftig streiten können.

Guten Morgen " Privatier59 ",

vielen herzlichen Dank für Deine Rückantwort.

Du denn Umzugskosten pp geltend machen, wenn die Kosten noch nicht entstanden sind?

Eine Umzugsfa. kann/ könnte ohne Problme feststellen, wie hoch die Kosten des Umzugs werden würden.

Was der Mietwagen angeht: Ich bin allein, habe ein Kind (4 Jahre alt) und Tiere und ehemals bei Haussuche auch ein Auto gemietet, da alle reinpassen und mitgenommen werden mussten.

Ehe ich das Haus gekauft habe, entstanden doch ebenso Fahrtkosten, Übernachtungskosten ect..

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Wer seinen Möbel in erkennbar feuchte Keller abstellt, darf sich den grob fahrlässig, gar vorsätzlich herbeigeführten Schaden selbst zurechnen. Im Übrigen gilt eine Schadensminderungspflicht: Wer seine privaten Termine bislang ohne vorhergehende Übernachtung oder Mietwagen erledigen konnte, darf das auch weiterhin so halten oder gleichermaßen selbst tragen.

Falls ich weitere anwaltliche Beratung leisten soll, dann bitte nur gegen Honorar :-)

G imager761

Hallo " imager761 ",

besten Dank auch Dir für Deine Rückantwort und die damit verbundene Mühe.

Die Rede war- zumindest NICHT von meiner Seite aus nicht, dass ich " Mögel in ein erkennbar feuchten Keller abgestellt habe ".

Bei Einzug war der Keller lt. Verkäufer trocken und es konnte augenscheinlich auch keine Feuchtigkeit festgestellt werden.

Die Kartons ect. sind am Boden aufgequollen und deren Inhalt feucht und schimmlig.

Es geht mir wenig/kaum um die Kosten der Sachen, welche nicht mehr verwendet werden können, sondern um deren Entsorgung. Also auch hier wieder: Die Schäden, welche verursacht worden.

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