Rüchbezahlung Elterngeld von Job Center?

2 Antworten

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wfwbinder bat mich, Deine Frage anzuschauen. Leider sehe ich das jetzt erst.

Die Auskunft des Jobcenters war wohl ein Schreiben, also kein Bescheid mit einer Widerspruchsfrist? Oder siehst Du in dem Schreiben eine Widerspruchsfrist? - Falls Dir eine Möglichkeit des Widerspruchs in dem Schreiben mitgeteilt wurde, kannst Du Widerspruch einlegen. - Ich vermute, dass es sowas wie ein einfaches Schreiben war.

Möglicherweise ist in dem Schreiben der Elterngeldstelle eine Frist mitgeteilt, in der Du Widerspruch einlegen kannst.

Im Internet habe ich nach einem ähnlichen Fall wie Deinem gesucht, aber nicht gefunden.

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Google mal nach einer Arbeitsloseninitiative an Deinem Wohnort. Vielleicht kennt man dort solch einen Fall wie Deinem.

Wenn das nicht hilft, könntest Du bei einem Rechtsanwalt für Sozialrecht in einer Erstberatung fragen, ob die Elterngeldstelle vom Jobcenter das Geld zurückverlangen muss (denn Du hast es zwar erhalten, aber vom Jobcenter wurde es Dir ja im Grunde wieder weggenommen). - Der Rechtsanwalt darf für eine Erstberatung eine Gebühr verlangen. Die darf höchstens 190 Euro plus Mehrwertsteuer betragen, das wären dann 226,10 Euro. Mehr darf er dafür nicht verlangen. Er darf aber auch weniger verlangen, und sogar kostenlos darf er solch ein erstes Gespräch anbieten.

Wenn Du zu einen Anwalt gehen willst, frage ihn gleich zu Anfang, was die Erstberatung kosten würde.

Kommt heraus, dass Du die 2.400 Euro an die Elterngeldstelle zurückbezahlen musst, und dann noch die Anwaltskosten dazu, wäre das ja sehr ärgerlich.

Du schreibst leider nicht, ob Du nun bei Deiner Vollzeitstelle gut verdienst, oder ob Du wenig Geld verdienst (also zum Beispiel ähnlich so viel, wie Du Hartz IV hättest). Wenn Du nämlich wenig verdienst, könntest Du beim Amtsgericht für 10 Euro einen Beratungsschein für eine Erstberatung bei einem Rechtsanwalt bekommen. Hier wird das genau erklärt:

Beratungshilfe: kostenlose Rechtshilfe mit dem Beratungsschein
https://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe

Schau dort unter der Überschrift "Einkommensgrenzen für den Beratungshilfeschein und eigenes Vermögen".

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Am besten ist es, wenn eine Arbeitsloseninitiative guten, hilfreichen Rat für Dich hat. Oder ein Rechtsanwalt Dir sagt, was Du tun musst, damit Du die 2.400 Euro nicht an die Elterngeldstelle zurückzahlen musst.

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Wenn das alles nicht hilft: Du hast doch sicher noch die Bescheide aus der Zeit, als das Jobcenter das Elterngeld angerechnet hatte. - In dem Fall würde ich Kopien von den Bescheiden machen und die der Elterngeldstelle schicken. In dem Schreiben würde ich erklären, dass ich zwar das Elterngeld damals erhalten habe, dies aber dem Jobcenter meldete, und das Jobcenter hat das Elterngeld einbehalten.

Weiter würde ich schreiben, die Elterngeldstelle möge sich an das Jobcenter wenden. Dir gibt das Jobcenter das einbehaltene Elterngeld nicht wieder heraus.

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Ich glaube zwar nicht, dass die Elterngeldstelle sich darauf einlässt, aber versuchen kann man es ja.

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Es tut mir leid, Dir keine erfreuliche Antwort geben zu können. Vielleicht helfen Dir ja meine Tipps.

Danke fürs Sternchen

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Das ist ein schwieriger Fall, denn der Rückforderungsbescheid ist ja grundsätzlich in Ordnung.

Ich werde die Frage mal an @Cyracus weiterleiten, dem absoluten As für diese Fragen.

Es kann Fälle geben, wo zwei richtige Entscheidungen zu einem falschen Ergebnis führen.

Sollte es schefgehen, dann mal an den Petitionsausschuss des Bundestages wenden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke sehr

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Hallo wfwbinder, ja, wirklich ein komplizierter Fall. Habe heftig im Internet gesucht nach einem ähnlichen Fall - leider nicht gefunden.

Deine Nachricht sehe ich zufällig, weil ich gerade eine andere Frage beantwortete und sah, dass ich eine Mitteilung bekommen habe. - Normalerweise werden wir ja per Email benachrichtigt, diesmal nicht. Also wieder ein ärgerlicher Programm-Bug.

Wie Du in meiner Antwort siehst: Es wäre super, wenn eine Arbeitsloseninitiative ähnliche Fälle kennt und eine gute Lösung dazu.

Rechtsanwälte dürfen inklusive Mehrwertsteuer mehr als 200 Euro nehmen, aber auch weniger, und sogar kostenlos dürfen sie beraten (per Gerichtsurteil ist das den Anwälten genehmigt worden). - Müsste die Fragestellerin die 2.400 zurückzahlen und dann noch eine Beratungsgebühr des Anwalts dazu, wäre es ja doppelt ärgerlich.

Verdient die Fragestellerin nicht sehr viel, könnte ihr ein Beratungsschein zustehen. - Für Leute mit Sozialtransfer ist es ja einfach, aber wenn es um die Berechnung der Berechtigung bei Menschen mit Arbeit geht, ist das sehr kompliziert (dazu auch ein Link in meiner Antwort.

Der letzte Tipp, wenn vorher alles nichts geholfen hat, ist so eine Art letzter Versuch: kostet nur das Porto, mehr nicht.

Wirklich schade, dass zu solch einem Fall nichts im Internet zu finden ist.

Danke für Deinen Hinweis. Normalerweise bin ich ja so eine Art Trüffelschwein bei komplizierten Fällen - diesmal gab es aber keine Trüffel zu finden.

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@cyracus

Danke sehr, ich habe ein Widerspruch eingelegt an der job center , und warte noch auf eine Antwort.Es war sehr nett von Euch mich zu helfen!!!

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