Risikolebensversicherung: worauf muss ich achten außer auf die Versicherungsprämie?

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3 Antworten

Ich würde mich auch über die Versicherung informieren, ob die - im schlimmen Fall des Auszahlens (falls Du versterben würdest), auch schnell und unbürokratisch zahlen. Außerdem mußt Du Dir eine bestimmte Laufzeit der Versicherung überlegen.

Es fängt schon bei den Gesundheitsfragen an. Sind diese all zu pauschal formuliert, bzw. fragen diese in vielen Bereichen ohne Limit zurück, kann es später, im Leistungsfall, Probleme geben.

Neben dem aktuellen Zahlbeitrag sollte besonderes Augenmerk auf den Tarifbeitrag gelegt werden. Dem Zahlbeitrag liegt ein Rabatt zugrunde. Dieser kann natürlich nahezu beliebig gewährt werden. Ist ja nicht garantiert. Einige Versicherer kalkulieren hier, ich behaupte bewusst, all zu großzügig. Als Faustformel sage ich das der Rabatt gegenüber dem Tarifbeitrag ca. 40% nicht überschreiten sollte. Dann wird es langsam etwas unrealistisch. Es kommt dann natürlich auch auf das Unternehmen an.

Muss die Versicherungssumme gleich hoch sein ? Evlt. macht eine fallende Versicherungssumme die parallel zur Absicherung eines Darlehens läuft mehr Sinn - da günstiger.

Dann gibt es Versicherungen die z.B. das persönliche Alter und damit den Beitrag jedes Jahr neu kalkulieren. Diese sind im Einstieg sehr günstig. Je nach Gesamtlaufzeit rechnet sich so eine Versicherung durchaus auch für 10-15 Jahre. Danach ist die Prämie nach Eintrittsalter in der Regel günstiger. Evtl. benötigst du aber keine längere Laufzeit.

usw. usw.

Aber bei aller Liebe: Die Wahrscheinlichkeit vor 65. zu sterben liegt bei weit unter 10%. Die das du nicht mehr arbeiten kannst, je nach Beruf zwischen 20-40%. Genau so wie die das dein Kind nicht arbeiten kann. Gleichzeitig hat dein Kind diesbezüglich dann keine Absicherung. Also lieber hier dem Kind die Zukunft sichern und logisch denken.

Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn 5% abzusichern und 20% zu akzeptieren. In der Schwangerschaft denken Frauen an Abtreibung wenn die Nackenfaltenmessung eine Wahrscheinlichkeit bestimmter Behinderungen von 1:200 wieder gibt. 1:5 ist aber dann ok wenn das Kind da ist.

In der Regel zahlen die Versicherer, wenn Du von Deinem Anrecht auf Ableben Gebrauch macht.

Soll heissen: wichtigstes Auswahlkriterium ist der Versicherungsbeitrag. Vergleich lohnt, da es große Unterschiede gibt!

Leistungen der Versicherer sind fast gleich. Man sollte immer sparen und absichern voneinander trennen. Also keine Bausteine wie Berufsunfähigkeit usw. mit abschließen!!!

Gesundheitszustand wäre wichtig. Es gibt Raucher- und Nichtrauchertarife (Vergleich!)

Vertragslaufzeit und Versicherungssumme:

Alleinerziehende Mutter? Bis zum 25. Lebensjahr des Kindes sollte man absichern. Also 25 Jahre Laufzeit. Versicherungssumme etwa 150.000 € (daraus ergibt sich eine Rente für das Kind). 100.000 € sollten es aber schon sein. Es werden auch 3-4 Bruttjahreslöhne als Todesfallsumme empfohlen..!

Todesfallsumme wäre hier konstant über 25 Jahre gleich. Es gibt auch eine fallende Todesfallabsicherung (wird z.B. bei Hausfinanzierungen genutzt).

Gibt es eine Nachversicherungsgarantie für veränderte Lebenssitutaion (ohne erneute Gesundheitsprüfung)?

Partner vorhanden? Evtl. Vertrag auf verbundene Leben möglich. Partner sollte auch mit abgesichert sein.

Es gibt auch Gesellschaften, die eine fondsgebundene Überschussbeteiligung anbieten. Ob das Sinn macht, müsste man konkret vergleichen.

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