Risikolebensversicherung: Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach Antragstellung

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3 Antworten

Das ist eine ganz gefährliche Kiste!

Lies mal:

Wer nach Antragstellung, aber vor Annahme des Lebensversicherungsvertrages erfährt, dass er schwer krank sein könnte, muss diesen Umstand der Risikolebensversicherung nachmelden, weil die Risikolebensversicherung ansonsten einen Grund hat, den Vertrag anzufechten. Das hat das Oberlandesgericht Saarbrücken (AZ: 5 W 310/06-92) entschieden.

In dem Fall wurde bei einem Mann nach der Unterschrift unter die Risikolebensversicherung ein Gehirntumor festgestellt, den er jedoch nicht meldete, obwohl die Risikolebensversicherung noch nicht ausgestellt worden war. Das wurde der Familie zum Verhängnis, denn die Risikolebensversicherung wollte wegen der fehlenden Nachmeldung nicht zahlen und bekam vor Gericht Recht.

http://www.optimal-absichern.de/rente-vorsorge/risikolebensversicherung/gesundheitsfragen-in-der-lebensversicherung-nur-der-ehrliche-ist-gut-versichert-2.php

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Hallo, da steht garantiert irgendwo im Kleingedruckten dass Änderungen die sich zwischenzeitlich ergeben haben, zu melden sind bzw. Sie müssen unterschreiben dass sich keine derartigen Änderungen ergeben haben. Das Ergebnis ist dasselbe - es ist meldepflichtig.

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Die Erkrankung lag zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vor, so dass ich genau genommen nichts verschwiegen haben.

"In diesem Fall hat der Versicherer das Recht, den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen." § 19 Abs. 3 Satz 2 VVG

Kann die Lebensversicherung später ihre Leistungspflicht dennoch wirksam verweigern

Ja: "Tritt nach Abgabe der Vertragserklärung des Versicherungsnehmers eine Gefahrerhöhung unabhängig von seinem Willen ein, hat er die Gefahrerhöhung, nachdem er von ihr Kenntnis erlangt hat, dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen." § 23 Abs. 3 VVG.

"In den Fällen einer Gefahrerhöhung nach § 23 Abs. 2 und 3 ist der Versicherer nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsfall später als einen Monat nach dem Zeitpunkt eintritt, zu dem die Anzeige dem Versicherer hätte zugegangen sein müssen, es sei denn, dem Versicherer war die Gefahrerhöhung zu diesem Zeitpunkt bekannt." § 26 Abs. 2 VVG.

G imager761

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