Risikolebensversicherung in Darlehenshöhe abschließen?

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4 Antworten

Wenn er seine Familie absichern will, dann klar, mindestens die Höhe des Eigenheimdarlehens. Man sollte tiefer graben und klären, ob darüber hinaus die Ehefrau das Haus auch halten kann, wenn es voll bezahlt ist. Nach durchspielen einiger Szenarien mit Ausbildung der Kinder usw. kommt meist heraus, das ein kleiner bis großer Überhang zusätzlich gewünscht und sinnvoll ist.

Gleichzeitig sollte man nicht nur den Tod des Hauptverdieners absichern, denn der ist auch ganz schön arm dran wenn z.B. die Ehefrau stirbt und er mit zwei Kindern, Vollzeitjob und Haus da zurück bleibt.

Produkttechnisch ein Tarif der sich degressiv verhält, es gibt genug Anbieter die das exakt zum Darlehensverlauf mit Zins und Tilgungshöhe abbilden und das extrem günstig anbieten.

Auch für den Überhang, also die Versorgung der Familie über die Fianzierung hinaus, sollte man den degressiven Tarif nehmen, denn die Jahre für die man noch die finanzielle Verantwortung für die Kinder trägt nehmen ja ebenfalls ab.

Bei allem aber auch die Gesamtsitutation berücksichtigen, sollten andere große Vermögenswerte da sein, vermögende Eltern etc. , muss das mit in die Überlegung rein.

Und zu guter letzt: Versicherungsnehmer und Versicherte Person immer über Kreuz! Das vermeidet Anrechnung aufs Erbe. Meist wird zwar der Freibetrag reichen, aber ich würde da kein Risiko eingehen, weder als Kunde noch als Vermittler.

LittleArrow 03.04.2012, 07:22

Super Antwort!

Leider gibt es nur einen DH.

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Manchmal passt eine alte Antwort auch zu einer neuen Frage :-) Hier mein schon einmal geschriebener Text:

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Variante.

Allerdings ist dies nur ein kleiner Aspekt, welcher in einer Beratung eine Rolle spielen sollte. In der genannten Variante schreibt die Gesellschaft die Überschüsse, welche sie erwirtschaften möchte, dem Kunden im Voraus gut. Werden diese Überschüsse nicht erwirtschaftet, so steigt der zu zahlende Beitrag, bis zum Tarifbeitrag. Reicht auch dieser Beitrag nicht aus und die Gesellschaft ist aufgrund der hohen Verpflichtungen gefährdet, so kann auch dieser Beitrag steigen.

Man sollte also nicht nur auf den Zahlbeitrag achten, sondern auch auf den Tarifbeitrag und das Unternehmen. Einige Tarife geben auf den Tarifbeitrag über 40% Rabatt. Das halte ich für unwahrscheinlich. Ist der Tarifbeitrag besonders hoch, der Zahlbeitrag niedrig, so kann mittelfristig der scheinbar günstige Zahlbeitrag teuer werden.

Fährt das Unternehmen quasi schon am "Limit" - was durchaus bei dem ein oder anderen Anbieter der Fall ist - dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Zahlbeiträge überproportional steigen. Also spielt die Unternehmenswahl eine Rolle.

Natürlich ist die Auswahl auch von der Laufleistung und dem Zweck des Abschlusses abhängig.

Man kann auch einen Tarif wählen, welcher die Versicherungssumme jhrl. reduziert. Das ist z.B. bei der Absicherung eines Finanzierungsdarlehens wichtig. Der Tarif kann so gestaltet werden, dass die Versicherungssumme mit dem Restdarlehen sinkt.

Wer nicht genau weis, wie lange er eine Risikolebensversicherung benötigt (Bsp. Finanzierung einer Wohnung mit beabsichtigten Sondertilgungen), der kann auch eine Police abschliessen, bei dem die Prämie jhrl. neu berechnet wird. Du hast also jhrl. ein neues Eintrittsalter. Diese Policen sind anfänglich sehr günstig, werden dann aber, mit zunehmender Laufzeit teurer.

Diese ganzen Varianten kann man auch tlw. kombinieren.

Und man sollte auch einen Blick auf die Bedingungen werfen lassen.

Übrigens, die Wahrscheinlichkeit zu sterben ist wesentlich geringer als dass man aufgrund von Krankheit, Unfall seinen Beruf nicht ausüben kann und deshalb kein Geld mehr reinkommt. Das wird leider meist vergessen wenn es um die Absicherung der Familie geht.

Hmm, nur den Einfluß der Darlehns Finanzierung zu berücksichtigen ist ein guter Ansatz, allerdings nur einer...denn interessant ist ja auch was ich meines Erachtens für eine Risikossumme meiner Familie ,sprich Hinterbliebenen zusprechen möchte , ebenso ob andere Verpflichtungen bestehen ect, sollte der Fall der Fälle eintreten. Als Faustformel besteht die Annahme das vierfache seines eignen Jahresbruttos ( Frau / 2 Kinder ?) als Versicherungssumme anzunehmen !

Ist diese Summe annähernd auch die der Finanzierung paßt beides adäquat zusammen ! Ansonsten ist der Tipp der Kollegen eine liniear fallenende VS Summe in Relation zur fallende Finanzierungssumme / Tilgung mehr als passend !

HG DerMakler

Ein interessanterer Ansatz wäre eine dynamisch fallende Risiko-LV, deren Todesfallschutz in dem Masse abnimmt, wie andererseits Darlehens-Tilgung erfolgt.

alfalfa 02.04.2012, 23:10

D.H. Wäre auch meine erste Wahl.

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