Risiken ausserbörslicher Handel - Bank kauft auch ausserbörslich - Zustimmung nötig!

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Der außerbörsliche Handel findet über entsprechende Plattformen wie Tradegate oder L&S statt, die quasi wie eine Börse, jedoch außerhalb der etablierten Börsen, arbeiten. Hinter dem außerbörslichen Handel kann auch ein Emittentendirekthandel liegen. Üblicherweise veröffentlichen Broker, welche Papiere bzw. Klassen von Wertpapieren über welche Wege außerbörslich gehandelt werden.

Im außerbörslichen Handel sind die Gebühren deutlich niedriger, da die Börsenkosten wegfallen.

Während die meisten liquiden Werte im außerbörslichen Handel sich im Preis an den Heimatbörsen der Aktien/Anleihen/etc. orientieren und höchstens andere Spreads aufweisen, kann bei weniger liquiden Papieren der Preis auch deutlich abweichen, da hier Risikozuschläge/-abschläge eingerechnet werden. Das kann sich auch einfach in Spreads auswirken.

Man sollte daher im außerbörslichen Handel noch mehr auf das generelle Setzen von Limits achten.

Zum Thema der Limits: da der außerbörsliche Handel weniger liquide als der börsliche ist, können Stop-Loss-Limits schneller triggern, was unerwünscht ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel

Vorteile:

  • Einsparen der Börsengebühren, die bei einem Handel über die Börse fällig würden
  • Individuelle Modifikation des gehandelten Produktes
  • Schnelligkeit durch den direkten Handel zwischen beiden Handelspartnern
  • Bid-ask spread bietet attraktive Margen für insb. Investmentbanken insb. bei komplexen Produkten
  • Hohe Flexibilität ermöglicht schnelle Produktinnovationen

Nachteile:

  • Geringere Kontrolle und Aufsicht
  • Eventuell fehlende Referenzmärkte
  • Nur teilweise Angabemöglichkeiten von Limit-Orders (nur relevant für Privatanleger)
  • Keine Einsichtmöglichkeiten in ein Orderbuch, daher existiert nur eine geringere Markttransparenz
  • Zum Teil geringere Liquidität als beim Börsenhandel
  • Es entsteht Kontrahentenrisiko, das aber durch Aufrechnungsvereinbarungen und Sicherheiten sowie durch das Clearing über zentrale Kontrahenten begrenzt werden kann (insb. bei OTC-Derivaten relevant).

Es trifft in Deinem Fall aber nicht alles zu.

Überweisungsrückforderung?

Auf der Ebay-Plattform habe ich einen Artikel ersteigert. Nach erfolgter Überweisung habe ich dann eine Sendungsnummer erhalten. Soweit so gut. Allerdings hat der Verkäufer den Absender und die Adresse, abweichend vom Strichcode abgeändert. Also kam natürlich nix, vorerst Geld weg. Dann habe ich intensiv recherchiert und erstmal eine Überweisungsrückforderung bei meiner Bank gestellt. Meine Recherchen haben im Verlauf ergeben das dass noch vorhanden ist/war. Auf Grund von Unregelmäßigkeiten von finanziellen Zu- und Abgängen und vermehrten Rückforderungen, hat die Bank das Konto auf das ich eingezahlt hatte gesperrt.

Normalerweise muss der Kontoinhaber dieser Rückforderung zustimmen. Da das Konto gesperrt ist und ungeachtet dessen Zustimmung wie verhält es sich nun mit meinem Rückforderungsantrag. Angeblich hat der Kontoinhaber keine Ahnung wo das Geld hergekommen ist. Sein finanziell-sozialer Status ist sehr überschaubar. Mittlerweile interessiert sich auch der Staatsanwalt dafür, also laufende Ermittlungen.Kann die Bank trotzdem der Rücküberweisung stattgeben?

Der zivilrechtliche Weg via Anwalt könnte scheitern. Streitwert 750 €, mtl. Einkommen des "Beschuldigten" 800 € nach eigener Angabe. Pfändungsgrenze liegt bei 913 €.

Gruß Mike

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Pfändung des Und-Kontos durch Finanzamt

lebe seit 5 Jahren von meinem Mann getrennt. Scheidung ist beantragt. Auf das Und-Konto wurde das Geld aus dem Hausverkauf hinterlegt bis zur entgültigen finanziellen Aufteilung bei der Scheidung. Nun hat das Finanzamt das Konto gepfändet, da mein Mann seine Steuern beim Finanzamt nicht zahlt. Ob es nur die EKSt., Umsatzssteuer oder Gewerbesteuer ist weiß ich nicht. Habe nur am WE kurzen Bescheid von der Bank über die Pfändung bekommen.

  • habe ich Einspruchsmöglichkeiten
  • muss ich der evtl. Auszahlung in Höhe der Steuerschuld zustimmen (geht ja nur mit beider Unterschrift) oder kann ich dies verweigern (Konsequenzen?)
  • was ist, wenn die Steuerschuld höher ist, als dass, was er noch aus seinem Anteil zu bekommen hat
  • muss ich auch dafür aufkommen falls er vorher sterben sollte, auch wenn die Steuerschuld erst nach meinem Auszug eingetreten ist bzw. wenn sie gewerblich veranlasst ist (er ist selbständig)
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Vollmacht übers Wertpapierdepot der Eltern - rechtliches Problem der Vermögensverwaltung?

Hallo,

ich habe (im Auftrag meiner Eltern) eine Vollmacht über deren Wertpapierdepot bekommen, das heißt, ich kaufe und verkaufe für diese in deren Auftrag auch Wertpapiere und überwache das Depot bzw. die Anlagen.

Das ganze ist bei einer online-Bank, wo die Kunden ihre Entscheidungen bezüglich Käufe und Verkäufe selbst tätigen und sich selbständig die Informationen einholen.

-> Ich würde dann quasi Kauf- und Verkaufentscheidungen und Mit-Beratung für meine Eltern machen (in deren Auftrag), zum Teil abgesprochen, zum Teil habe ich da sehr freie Hand weil klar ist was die Anlageziele sind und welche Risiken eingegangen werden dürfen. Sie meinen ich könne das viel besser als sie selbst und ich könne das auch besser als die Bank, wo sie vorher immer waren und nicht mehr hin wollen. Sie selber wollen und können sich nicht mehr so tief damit beschäftigen um das selbst zu machen (Anlageprodukte, Information) und sie wollen auch keinen Fremden (außerhalb der Familie) da mehr dran rumfuhrwerkeln lassen.

Nun ist es aber so: Ich bin kein zugelassener Vermögensverwalter. Ich habe zwar eine Ausbildung im Bereich Finanzen und Wirtschaft und mich privat auch sehr in die Thematik Wertpapiere eingearbeitet, aber im Grunde habe ich nur die Vollmacht über deren Depot und Konten.

Bringt mich dieser Sachverhalt in rechtliche Schwierigkeiten? (Mit einer Vollmacht selbständig Kauf- und Verkaufentscheidungen für andere übernehmen, und diese quasi vorher zu "beraten")

Das ganze spielt sich wirklich nur im engsten innerfamiliären Rahmen ab unter 3 Personen und ich bekomme da auch keine Vergütung dafür. Ich habe auch nicht vor noch weitere "Kundschaft" an Land zu ziehen.

VG, Mogli

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Angeblicher Verlust der Anschaffungsdaten von Wertpapieren - deshalb Pauschalbesteuerung

Bis 2008 hatte ich bei zwei Banken Wertpapiere hinterlegt. Im Zuge der Werbekampagne vor Beginn der Abgeltungssteuer überredete mich ein Bankberater, die Depots zusammenzulegen, Gewinne könnten dann leichter mit Verlusten verrechnet werden. Kein Hinweis über eventuelle steuerliche Risiken! 2009 hatte ich im Verrechnungstopf einen Verlust in Höhe von 1400 EUR, den ich durch einen Gewinn demnächst auszugleichen hoffte. Jetzt der Schock: Eine Anleihe, die ich 2004 zum Nennbetrag von 3000 EUR bei der anderen Bank erworben hatte, wurde fällig und zu 100% zurückgezahlt (ich bekam also meine 3000 EUR wieder); Zinsen waren jährlich berechnet worden. Diese 3000 EUR wurden aber als Veräußerungserlös deklariert (weil der neuen Bank keine Anschaffungsdaten vorlagen) und mit 30% Pauschalbesteuerung belegt. Dadurch wurden im Verlusttopf fiktiv 900 EUR Gewinn verbucht, so dass ich meinen Fond nicht abstoßen kann, ohne Abgeltungssteuer zu zahlen. Recherchen ergaben, dass erst ab 01.01.2009 die Banken gesetzlich verpflichtet waren, bei Depotüberträgen die Anschaffungsdaten der Wertpapiere zu übermitteln - die Daten gelten also als faktisch verlorengegangen, obwohl ich die originalen Kaufbelege besitze! Nachträglicher Eintrag wäre nicht möglich. Was kann ich tun? Fond einlösen, Abgeltungssteuer zahlen und dann 2012 vom Finanzamt zurückholen? Mit Kaufbelegen beweisen, dass gar kein Gewinn da?

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Geldwäsche bei Autoverkauf?

Ich verkaufe gerade mein Auto, leider mit wenig Resonanz. Letzte Woche hat sich ein freundlicher Herr aus England, der mein Auto im Auftrag kaufen will gemeldet. Nach einigem Email-Verkehr und ein paar Telefonaten folgendes Bild:

Dieser Herr aus England (mit arabischem Dialekt aber englischem Namen) kauft mein Auto für einen Clienten im Ausland. Er wird mir einen Scheck schicken, auf dem €6000,- zusätzlich bezahlt werden. Diesen Scheck löse bei meiner Bank ein, die 6000,- soll ich mir auszahlen lassen, und dem beauftragten Spediteur in die Hand drücken.

Nun meine Bedenken: warum auf diese Weise? Warum zahlt er dem Spediteur nicht gleich? Welche Risiken trage ich bei der Sache?

Vielen Dank schon mal für Antworten und Tipps!

PS, selbstverständlich lasse ich den Scheck VOR dem Einlösen überprüfen. Abgesehen davon wollte ich mich an die Polizei mit dem Scheck auch melden.

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Wie ist der Kauf eines Zimmers in einem Pfelgeheim zu bewerten?

Immer mehr Pflegeheime werden gebaut und es können auch Privatleute Wohnungen kaufen. Meistens auf garantierte 20 Jahre mit einer Rendite von um die 5 Prozent. Der Käufer muss sich nicht um die Vermietung kümmern, nicht um Renovierung, das bezahlt der Betreiber. Also an sich eine sorgenfreie Investition, die mich auch interessiert.

Aber wie sind die Risiken? Kann der Betreiber auch in Zukunft gut wirtschaften? Man sagt, der Bedarf an Pflegeheimen wächst entsprechend der alternden Gesellschaft. Aber werden vielleicht momentan zu viele Pflegeheime gebaut? Geht der Trend nicht wieder zu mehr Zu-Hause-Pflege? Auch die Gesetzgebung unterstützt dies, z. B. dadurch, dass Arbeitnehmer sich eine finanziell unterstützte Auszeit für die Pflege von Angehörigen nehmen können. Dadurch werden Pflegeheime immer öfter nur noch in den letzten Wochen und Monaten des Lebens benötigt.

Was passiert, wenn der Betreiber Pleite geht? Vermieten kann man ein Zimmer in einem Pflegeheim nicht selber. Verkaufen? Wer kauft ein solches Zimmer in einem insolventen Pflegeheim? Ich habe gerade mal versucht, bei Immowelt.de und immoscout24.de eine gebrauchte Pflegeimmobilie zu finden, ist mir nicht gelungen.

Gibt es Fachleute, die ich fragen könnte? Die betreuende Bank halte ich für zu parteiisch. Anderen Banken traue ich auch nicht, die sagen vielleicht eh nichts dazu und wollen ja verkaufen. Hat jemand vielleicht einen Tipp?

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