Riester: Was passiert, wenn man auf seine Riesterrente mehr wie 2.100 Euro im Jahr einzahlt?

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Man kann mehr einzahlen: ABER:

Riesterverträge sind wegen der Förderung aufwändig und haben deswegen höhere Kosten als vergleichbare Produkte. Will sagen, die Versicherungen und Banken freuen sich über Riester, für Arbeitnehmer wird es nur wegen der Zulagen bzw. Steuervorteile interessant.

Daher würde ich dazu raten, mir dem Maximalbetrag zu Riestern und weiteres Geld dann lieber in eine betriebliche Altersvorsorge zu stecken. Hier sind 4% der BBG (gut 2500€ für 2009) steuer- und sozialbeiträgefrei, weitere 1800€ sind Steuerfrei.

Über Unterstützungkassen lassen sich sogar noch höhere Beiträge als Entgeltumwandlung vom Brutto einzahlen, das bietet leider nicht jeder Arbeitgeber ...

Es kann mehr eingezahlt werden, nur erhöht sich eben die Förderung nicht weiter.

Eine Einzahlung lohnt sich nicht, weil es dafür keine Zulagen oder steuerliche Förderung gibt. Nur einen Riester-Fondssparplan kann man übersparen. Dadurch wird vorerst keine Abgeltungssteuer fällig sondern die Besteuerung erfolgt nach der 50 % Regelung.

Es gibt Riesterverträge, die trotz richtigem Vermögensberater und dem Wissen, dass die staaltiche Förderung begrenzt ist, überzahlt werden, um z.B. einen Steuervorteil nutzen zu können. Das geht aber nur, wenn der Vertrag länger als 12 Jahre läuft und eine (Teil-)Kapitalauszahlung erst nach dem 60. Lebensjahr vorgenommen wird, dann muss man nämlich nur die Hälfte der Erträge zu versteuern.

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