Riester oder private RV?

3 Antworten

Riester oder private RV?

Wird sich hier nicht abschließend beantworten lassen, zumindest nicht unter Haftungsübernahme.

Wir haben bald einen Beratungstermin zum Thema Rentenversicherung.

Habt ihr konkret danach gefragt?

Weil wenn die Initiative vom Beratenden ausgeht, so muss sie ganzheitlich sein und nicht produktspezifisch, ergo alles was ihr habt, Wünsche und Ziele und evtl. Lücken im Bereich Vorsorge, Arbeitskraftabsicherung (!), Unfall, Pflege, Komposit (Hausrat, Haftpflicht, KFZ, Rechtsschutz, etc.) muss thematisiert werden, wenn nicht explizit von euch anders gewünscht.

Wir möchten noch weiter vorsorgen. Da haben wir zwei Möglichkeiten, Riester-Vertrag oder eine private Altersvorsorge.

Theoretisch wäre auch Rürup denkbar. Auch sind Leute mit eurem Einkommen Kunden, die bei uns auch über das Thema Kapitalanlageimmobilie zu beraten wären.

Kann man anhand unserer Daten sagen, welche Art der AV besser zu uns passt?

Bedingt.

Riester wäre bei beiden von euch voll ausgeschöpft (2.100,- € pro Jahr inkl. Zulage) und würde damit auch den maximalen Steuervorteil bringen. Rente wäre voll steuerpflichtig, ebenso wie die bAV (auf die Rente/Abfindung hieraus würden auch KV/PV-Beiträge anfallen).

2.100,- € - 175,- € = 160,42 € pro Monat.

Gibt es einen solchen Vorteil auch bei einer Rentenzahlung, also bei Entscheidung gegen Kapitalauszahlung?

Ja.

Ist die 62/12-Regelung erfüllt kommt das Halbeinkünfteverfahren zur Anwendung, wonach die Hälfte der Erträge steuerfrei wäre. Von dieser Hälfte wäre dann ein Teil gem. § 22, Nr. 1, Buchst. a), Doppelbuchst. bb) steuerpflichtig.

Ertrag = Auszahlungsbetrag - Bruttobeiträge.

Gegenfragen:

  1. Wie ist eure Arbeitskraft abgesichert?
  2. Wie ist eure Risikotoleranz?
  3. Was sind langfristig eure Wünsche und Ziele? Wie sieht es z.B. mit Wohneigentum aus?
  4. Muss es zwingend eine Versicherungslösung sein?
  5. Ist die Beratung unabhängig (Makler oder Versicherungsberater gegen Honorar)?
Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Danke für die Antwort.

  1. Haben beide eine BU-Versicherung
  2. Ein gesundes Maß an Risikobereitschaft ist vorhanden.
  3. Es ist geplant, sich kurz-mittelfristig (5-10 Jahre) eine Eigentumswohnung anzuschaffen
  4. nein
  5. nein
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Hallo Pauline,

Ferndiagnosen sind immer schwer, aber das weißt Du ja sicherlich.

Vom Gefühl her würde ich Euch auf Grund des Einkommens in Richtung Riester schicken, da Ihr recht hohe Steuererstattungen generieren könnt.

Außerdem ist es später, falls Ihr mal in Richtung eigene Immobilie möchtet, kein Problem, einen Riesterrentenvertrag förderunschädlich in einen Wohnriestervertrag zu wandeln.

Ansonsten empfehle ich Euch zu einem Schichtenvergleich, der Euch sicherlich auch einen FIngerzeig geben wird.

Bei einer guten Beratung wird er mit dazugehören.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Ihr habt einen Beratungstermin zum Thema Rentenversicherung. Warum? Kann dein Freund oder kannst du kein Geld auf dem Konto oder im Depot sehen? Spielt er oder verprasst er es anderweitig? Rente ist ohne dass du ja gesagt hast ein Thema, das in frühestens vierzig Jahren zu deinem wird.

Mir wäre die Zeit bis dahin viel zu lange. Keine Ahnung, ob es bis dahin noch Geld im heutigen Sinn gibt und ob es Freude oder nur Ärger bringt, mehr als andere davon zu haben.

Riester oder bAV ist in Ordnung. Wenn du eine eher gute Rente zu erwarten hast (davon solltest du mit bAV ausgehen), noch zu Riestern und vielleicht auch noch dazu Geld in eine Rentenversicherung zu stecken, sorgt dafür, dass du in Rente mehr hast als heute. Ob du gesund so alt wirst, dass du etwas davon hast, steht in den Sternen.

Dazu bist du hinreichend jung, dass dich jetzt abgeschlossene Versicherungen irgendwann belasten. Natürlich auch, weil du ganz sicher verunsichert wirst (mit Versicherugnen Kapital aufbauen macht man halt nicht!). Wenn du hier die Fragen verfolgst, siehst du, dass man dann bei Versicherungen außer den Abschlusskosten nichts sicher hat.

Dein Thema ist nicht die Rente (jedenfalls nicht die Altersrente!) sondern jeden Monat zu viel Geld und das muss weg. Dafür haben andere wesentlich bessere Lösungen als Versicherungsfachleute. Die sind ja mehr für die Sachen mit langer Laufzeit und hohen Kosten zuständig.

Macht also statt des Rententermins (eine Riesterrente wird es schon wegen der (für dich lächerlichen) 200 € Berufseinsteigerbonus) einen zur Berufsunfähigkeit (BU), wenn ihr noch keine habt. Wenn man in dem Alter das Geld verdient, ist BU ein Thema. Um den Kapitalaufbau (das ist nämlich euer Thema) soll sich aber ein darauf spezialisierter Berater kümmern. Das Vermögen habt ihr dann auch im Alter, wenn sich bis dahin nichts ergibt, wofür ihr das Geld braucht. Wahrscheinlicher ist aber, dass eine Immobilie, ein Sabbatical, tolle Urlaube, Reserven, wenn mal was ist oder ganz einfach das gute Gefühl, unabhängig zu sein, wichtiger für euch ist als etwas mehr Rente.

Wenn der Berater bei euch auf eine Rentenversicherung kommt, solltet ihr überlegen, ob er gut ist.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

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