Riester kündigen?

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3 Antworten

Eine Kündigung würde mitunter den Versicherer freuen, da ggf. höhere Garantiezusagen (2,75%) ein bisschen Druck erzeugen. Dir würde es aber nichts bringen, außer ein realisiertes Verlustgeschäft was noch dazu nachversteuert werden müsste (nicht nur die Erträge auch die Beiträge!).

10 Jahre ist lang um die Abschluss- und Vertriebskosten zu tilgen.

Nun nach Wegfall dieser wird aber der Sparanteil höher, heißt also aus Sicht des Kunden ist aktuell der schlechteste Termin den Vertrag zu kündigen.

Ferner müssen bei Rentenbeginn mind. die Summe der eingezahlten Beiträge und erhaltenen Zulagen zur Bildung einer Rente zur Verfügung stehen, unabhängig davon, wie die Performance war.

Das Riesterkonzept bedarf sicher einer Überarbeitung. Wegen Rückabwicklung würde ich mir erstmal keine Gedanken machen. Bestandsschutz gibt es schließlich auch noch.

War wahrscheinlich nicht der beste Anbieter, aber die Notwendigkeit der Vorsorge bleibt ja weiter bestehen. Und da geht es bei Riester um ein pfändungssicheres Ersparen späterer Renteneinnahmen. Zähne zusammenbeissen und weitermachen. Wichtig wäre natürlich dennoch, mit weiterem Geld Vermögensaufbau zu betreiben. Hier mit anderen Anlagen, etwa ETFs und Aktien. Wenn der Riesterbetrag alles ist, was du monatlich zurücklegen kannst, müsste der doch mal überdacht werden.

Stilllegen = Beitragsfreistellung, da gibt es keine Rückerstattung irgendwelcher Kosten, laufende Verwaltungskosten fallen weiterhin an.

Bestehende Riester-Verträge werden garantiert nicht rückabgewickelt. Die ganze Diskussion ist doch völlig amateurhaft und unausgegoren, bzw. politisch motiviert. Wenn schon Herr Seehofer ....., demnächst steht es dann in der BILD.

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