Frage von gurusucher, 51

Reverse Bonus-Zertifikat noch vor dem möglichen Schwellenbruch verkaufen?

Guten Tag! Vor längere Zeit habe ich als Teil-Absicherung für mein Depot das Dax Reverse-Bonuszertifikat mit der WKN DL4KRF gekauft. Der Wert des Zertifikates hat sich seit Kauf ungefähr, aber erwartungsgemäß überkompensieren die Gewinne meiner anderen (Long)Depot-Positionen dies deutlich. In den letzten ca. 14 Tagen hebelte das Zertifikat die Dax-Entwicklung reverse mit ungefähr dem Faktor 5-6. Nun ist folgende Situation: die Bonusschwelle des Zertifikates liegt bei Dax 12600. Würde ich das Zertifikat bis zur Endfälligkeit im Dez. 2017 halten, dann wird vermutlich vorher die Schwelle reisen und ich hätte statt eines Reverse-Bonus nur noch ein einfaches Dax-Short-Zertifikat im Depot. Verkauf ich aber jetzt, dann ist erst mal meine Depot-Versicherung mit (hohem) Verlust verkauft und ich müsste mir Gedanken machen über eine andere Absicherung. Meine Frage: hat jemand Erfahrungen oder Kenntnisse, wie sich ein (Reverse)Bonuszertifikat im Moment des Schwellenbruchs entwickelt? Wird dann das restliche Aufgeld (in diesem Fall z.Z. ca. 6%) mit einem Schlag abgebaut? Kommt es zu einem beschleunigten Kursverlust kurz vor oder während des Schwellenbruchs? Daten zum DL4KRF bei http://zertifikate.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?seite=zertifikat...

Antwort
von Rat2010, 34

Du kannst ja mal spaßeshalber schauen, was DAX-Short-Zertifikate mit den Vorgaben kosten, zu denen es womöglich morgen wird.

Ich will keine Panik aufkommen lassen, weil ich der Dt. Bank gegenüber lojal bin aber an deiner Stelle wäre ich nicht sehr gelassen. In Wirklichkeit hätte ich schon vor ein paar Tagen reagiert. Es droht Totalverlust! Nicht morgen aber bald.

Wenn du wirklich (aus meiner Sicht unsinnigerweise; wo soll das Geld der Anleger hin?) absichern willst, kannst du ja ein Reverse-Bonus-Zertifikat mit einer Bonusschwelle von 14.000 kaufen.

Kommentar von Rat2010 ,

Update:

Deine Frage hat sich erübrigt. Eben ist die Barriere genommen worden. Was passierte erlebst du hoffentlich von der Seitenlinie.

Antwort
von NasiGoreng, 26

Ich weiß, dass dies keine Antwort auf Deine Frage ist. Aber nur als guten Rat für die Zukunft:

  • Zertifikate nutzen nur dem Emittenten. Die Sicherung eines Depots gegen Kursverluste durch Derivate kostet langfristig mehr als sie nützt.
  • Auch beim Roulette kann man mal gewinnen, langfristig verliert man immer.
  • Es gibt keine Gurus, also höre auf zu suchen. 
Kommentar von gurusucher ,

Wie im Eingangsposting, dient(e) dieses Zertifikat als Absicherungfür meine Long-OnlyAktien(Fonds). Von daher habe ich die Zerti-verluste mehrfach kompensiert durch andere Anlagen. Aktuell hat das o.g.Zertifikat nach dem Schwellenbruch noch einen Hebel von ca. 3 und von daher belasse ich es weiter im Depot. Ein anderes RevBonus (mit intakter Schwelle) hätte einen deutlich geringeren Hebel, würde aber bei Annäherung an die o.g. 14000 auch wieder stark verlieren. Grundsätzlich gehe ich aber erst mal von einer stärkeren Korrektur als von weiteren 10 oder 20% Indexgewinn aus.

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