Rentenkürzung durch Versorgungsausgleich ab wann?

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5 Antworten

Entschuldige, ich verstehe die Frage nicht.

Ist es die Frage, was passieren würde, wenn Ihr Euch scheiden laßt?

Deine Rente wird, je nach Renteneintritt nach den Voraussetzungen berechnet, die in dem Moment vorliegen.

Also, angenommen Ihr würdet im Jahr 2014, oder 2015 geschieden und Du würdest Beträge übertragen bekommen, oder Beträge abgeben. dann ist das ab sofort gültig, denn es sind dann entweder Deine, oder Ihre Ansprüche.

Diese Änderung werden dann bei Deinem Renteneintritt Auswirkungen auf Deine Rente haben.

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Kommentar von HeinRadau
08.01.2014, 08:26

Ich bin bereits Rentner und beziehe eine verminderte EU-Rente von 441,50 und meine Ehefrau arbeitet zumindest noch bis 2023 . Im Falle einer Scheidung würde diese geringe Rente dann noch einmal sofort um ca 150 Euro Versorgungsausgleich gekürzt? Kann das wirklich sein?

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Die wesentliche Frage ist hier, welcher Art Deine Rentenansprüche sind.

Es gibt die im Rahmen eines Versorgungsausgleichs übertragenen bzw. neu angelegten Rentenpunkte oder -verträge, die erlauben, daß beide Ex-Ehegatten jeweils für sich ihre Verträge führen und ggf. weitere Ansprüche darauf akkumulieren. Diese ehezeitlich gemeinsam erworbenen Rentenansprüche werden berücksichtigt, wenn Du in Rente gehst, da es um separate Verträge geht. Ob der Ex-Ehegatte dann in Rente ist oder nicht, spielt keine Rolle. Das ist der öffentlich-rechtliche Versorgungsausgleich.

Der schuldrechtliche Versorgungsausgleich findet statt, wenn eine derartige Aufteilung oder Umverteilung nicht möglich ist, sondern erst bei Renteneintritt des jeweiligen Berechtigten vollständig berechnet werden kann. Dann muß der schuldrechtliche Gläubiger den in Rente gegangenen Ex-Ehepartner über eine familiengerichtliche Festsetzung der konkreten Ansprüche zur Erfüllung der schuldrechtlichen Ansprüche verpflichten lassen. Das ist typischerweise bei Beamten der Fall, deren anteilig ehezeitliche Pensionshöhe erst mit Pensionseintritt bestimmt werden kann. Diese Rente kann erst gezahlt werden, wenn beide Ex-Ehepartner in Rente sind und der empfangsberechtigte Ex-Ehepartner den Antrag auf diese Rentenzahlung stellt.

Beim öffentlich-rechtlichen Schuldausgleich (z.B. für die gesetzliche Rente) werden also Rentenansprüche im Scheidungsverfahren auf den anderen Ex-Ehegatten übertragen. Deine Rente fällt dann ab Renteneintritt (2017) etwas geringer aus, da Rentenpunkte gegenüber heute fehlen. Deine Noch-Ehefrau wird ihre Rente ab 2023/2026 bekommen und hier ihr bestehenden Rentenkonto um die bei Dir entfernten Rentenpunkte aufgestockt bekommen.

Der schuldrechtliche Versorgungsausgleich (z.B. für eine Beamtenpension) kann erst ab Renteneintritt der Ex-Ehefrau beansprucht werden, d.h. Du bekommst ab 2017 Deine Pension ohne Kürzung, mußt ab 2023/2026 jedoch einen gewissen, noch im Detail festzusetzenden Betrag an die Ex-Ehefrau zahlen, wenn sie dies beantragt. Dabei kann es bei Dir auch zu einem Mangelfall kommen, d.h. die tatsächliche Höhe des zu zahlenden Rentenanteils kann gekürzt werden. Daher ist hierüber eine separate Gerichtsentscheidung erforderlich.

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Bei Festsetzung des Versorgungsausgleiches werden die anteilmäßigen Rentenpunkte von Deinem auf das Rentenkonto Deiner Frau übertragen.

Das bedeutet: Sobald Du in Rente gehst, bekommst Du diesen Betrag gar nicht erst ausgezahlt und Deine Frau erhält ihn ab Beginn ihrer Rentenzahlung.

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Bei einem Versorgungsausgleich werden Rentenanwartschaften von geschiedenen Eheleuten angepasst. Die Anpassung wird auf Grund des Urteils Zeitnah nach der Scheidung beim Rentenversicherungsträger vorgenommen und bereits mit der nächsten Renteninformation dokumentiert. Das Ergebnis für beide aber erst zum Eintritt in die gesetzliche Regelaltersrente spürbar.

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Durch den Versorgungsausgleich werden Rentenanwartschaften übertragen. Die sind auf dem Rentenkonto des insofern belasteten Ehegatten nicht mehr vorhanden, können sich also auch nicht mehr auf die Rentenhöhe auswirken.

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