Rentenkonzept?

5 Antworten

Es gibt da eine neue Steueridee, die ich tatsächlich absolut spitze finde, die aber (u.a. weil ich nicht im Bundestag sitze) vermutlich nicht durchkommen wird. Momentan wird eine Renten bzw. Steuerreform diskutiert, bei der nicht die einzelnen Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen:

"Diese neue, alte Idee besagt, dass die Beiträge zur Sozialversicherung eines Arbeitnehmers losgelöst werden sollen. Gekoppelt werden sie nach der Idee vielmehr an die wirtschaftliche Leistung des Unternehmens, bei welchem er tätig ist. Damit würde die Wertschöpfung eines Unternehmens besteuert und zur Finanzierung der Sozialsysteme herangezogen. Der Hintergrund dabei ist, dass auch die Arbeit, die durch Maschinen verrichtet wird, vom Gesetzgeber eine Subventionierung erfährt."*

Warum sollten Maschinen denn keine Steuern zahlen, wenn sie genau so Jobs nachgehen wie Menschen?

*Quelle: https://www.steuerberaterscout.de/Magazin-sicherere-rente-dank-neuer-steueridee

Woher ich das weiß: Recherche

Alle Konzepte haben einen gewaltigen Haken:

Man müßte zwei Rentenmodelle gleichzeitig bedienen und woher das Geld nehmen?

Ich vertrete die These, dass jeder der 45 Jahre Vollzeit einer Erwerbstätigkeit mit angemessener Bezahlung nachgegangen ist, auch eine auskömmliche Rente haben muss/wird.

Dazu muss verhindert werden, dass der Staat eine Grundrente/Sockelrente/Mindestrente für diejenigen einführt, die weit von einer vollen Erwerbsbiografie entfernt sind. Verhindert werden muss das, wenn diese Aufstockung aus den Rentenbeiträgen der Arbeitnehmer finanziert werden soll.

Fürs deutsche Rentensystem muss nach wie vor gelten: Je mehr und je länger ich einzahle um so mehr Rente erhalte ich!

Wer sich damit intensiv auseinandersetzt, wird feststellen, dass es nur ein einziges Problem gibt: Niedriglöhne

Leider tut unsere Regierung noch zu wenig gegen Niedriglöhne und die Ausweitung des Niedriglohnsektors.

Thema 2, Riesterrente:

Die Riesterrente wurde schon mit einem Manko geboren. Von vornherein war (mir) klar, dass bei der Riesterrente durch hohe Gebühren in erster Linie die Versicherungs/ Bankinstitute gewinnen. (Deshalb habe ich bei Einführung der Riesterrente eine normale, private Rente abgeschlossen). Leider ist mit der Zeit noch ein zweites Manko bei der Riesterrente hinzugekommen: Die Finanzkrise mit EZB und Draghi. Das Ergebnis ist eine Rendite von NULL - und das über 30 - 50 Jahre. Die Versicherten werden lediglich das herausbekommen, was sie eingezahlt haben (Kapitalgarantie). Das findet die Bundeskanzlerin laut eigener Aussage toll - ich jedoch nicht !!!

Was möchtest Du wissen?