Rentenkassen durch versicherungsfremde Leistungen bestohlen, was sind das für fremde Leistungen?

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3 Antworten

Versicherungsfremde Leistungen werden in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung Zahlungen oder die Gewährung von geldwerten Vorteilen genannt, zu denen die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung gemäß SGB VI verpflichtet sind, denen aber keine Beitragszahlungen seitens der Versicherten, die in den Genuss der Leistungen kommen, zugrunde liegen.

Die deutsche Rentenversicherung kennt folgende versicherungsfremden Leistungen:

*Kindererziehungszeiten (KEZ) werden den erziehenden Personen für das erste Lebensjahr bzw. (ab 1992) für die ersten drei Lebensjahre des Kindes gewährt. Sie gelten als rentensteigernde Beitragszeit, in der ein Verdienst in Höhe des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten des entsprechenden Jahres (ggf. zusätzlich zu einem tatsächlich erzielten Verdienst) zugrundegelegt wird.

Für vor 1921 (bzw. im Beitrittsgebiet vor 1927) geborene Mütter gibt es eine Kindererziehungsleistung.

  • Anrechnungszeiten

  • Ersatzzeiten

Für bestimmte Sachverhalte wie z. B. Vertreibung oder politische Haft in der DDR werden ebenfalls rentensteigernde Vorteile gewährt.

  • Vereinigungsbedingte Leistungen

    Nach der politischen Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 waren für Renten aus der DDR-Sozialversicherung in großem Umfang Sonderregelungen zu beachten, die zu höheren Rentenzahlungen führten (Übergangsrecht). Diese Zahlungen stellen versicherungsfremde Leistungen dar, da keine Beiträge zu einem bundesdeutschen Versicherungsträger gezahlt wurden.

  • Fremdrenten und Vertragsrenten

Deutschland hat mit verschiedenen Ländern Sozialversicherungsabkommen geschlossen. Hier sind Sonderregelungen u. a. zu Mindestversicherungszeiten usw. zu beachten. Dass hier in gewissem Umfang ausländische Beitragszeiten mitberücksichtigt werden, ist versicherungsfremd; allerdings erfährt die deutsche Rentenversicherung umgekehrt immer dann selbst eine Entlastung, wenn langjährige Beitragszahler aus Deutschland ins Ausland ziehen und dort aufgrund der wechselseitigen Sozialversicherungsabkommen eine Rente ausgezahlt bekommen.

Vertriebene und Spätaussiedler bekommen in begrenztem Umfang Ihre Beitrags- und Beschäftigungszeiten im Herkunftsland bei der deutschen Rentenversicherung angerechnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsfremde_Leistungen

Versicherungsfremde Leistungen, sind Leistungen der Rentenversicherung, die eigentlich nichts mit den Beiträgen der Versicherten zu tun haben. Es sind meist Leistungen, die man schon für richtig und wichtig befindet, sie sind nur in der Rentenversicherung falsch drin, müßten vom Steueraufkommen (also von ALLEN) bezahlt werden und nicht nur aus den Beiträgen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ein sogenannter Bundeszuschuß wird zwar für diese fremde Leistungen gezahlt, er reicht aber nicht aus, man spricht deshalb auch davon, daß die Bundesregierung immer die Rente "bestiehlt". Hier ein paar Beispiele für versicherungsfremde Leistungen: Kriegsfolgelasten, Fremdrenten (für Aussiedler usw.), Rente wegen schlechtem Arbeitsmarkt z. B. Rente für Arbeitslose, Anrechnungszeiten wegen Schule und Studium (werden aber bis Ende 2008 ganz gestrichen), Kosten wegen Wiedervereinigung z. B. Einkommenshochrechnung der Ost-Löhne, Rente aus den Kindererziehungszeiten und vieles mehr !!

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