Rentenhypothek und Wohnrecht von Angehörigen

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2 Antworten

Irmalie:

Die Sicherung durch eine Rentenschuld wird im Allgemeinen nur dann gewählt, wenn es um laufend wiederkehrende Zahlungen über einen längeren Zeitraum hin gerichtete schuldrechtliche Verpflichtungen geht. Die Rentenschuld ist eine Unterart der Grundschuld und wie diese als übertragbares und vererbliches Grundpfandrecht nicht akzessorischer Natur.

Ausgeschlossen ist bei der Rentenschuld aber nicht nur die persönliche Haftung des Eigentümers, sondern auch ein Kündigungsrecht des Gläubigers. Der Eigentümer kann das Recht durch Zahlung einer Ablösesumme nach Kündigung ablösen.

Zu deiner Frage: Deine Mutter ist Alleineigentümerin des Grundstücks und zugleich grundbuchlich gesicherte Berechtigte eines Wohnrechts. Sie möchte eine Rentenschuld aufnehmen. Für dich als (voraussichtl.) Alleinerbin soll ebenfalls ein Wohnrecht bestellt werden. Alles machbar!

Der Erbe und Neueigentümer zahlt die vereinbarten Beiträge auf die Rentenschuld weiter, das Wohnrecht der Voreigentümerin erlischt mit dem Tode, das zu deinen Gunsten im Grundbuch eingetragene Wohnrecht bleibt bestehen.

Die Frage ist doch, unter welchen Bedingungen der Kreditgeber abschlußbereit sein wird. ´Die Eintragung eines Wohnrechts kann dazu führen, dass aus der Sache nichts wird und das liegt wohl kaum im Interesse Deiner Mutter. Wieso verschaffst Du Dir denn nicht Klarheit indem Du in die Rückzahlbedingungen schaust? Wenn dort nichts steht, muß eben beim Kreditgeber angefragt werden.

Und im übrigen hast Du nach meinem Eindruck einen Punkt übersehen: Die bloße Eintragung des Wohnrechts schützt Dich nicht, es muß auch ranghöher als die Hypothek sein und ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Kreditvergabe bei ranghöherem Wohnrecht überhaupt erfolgen wird.

Zu dieser Problemlage:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/102593-erlischt-das-wohnrecht-bei-einer-zwangsversteigerung

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