Rente und Jobcenter Urlaub?

3 Antworten

Nein, natürlich dürfen sie so nicht entscheiden; haben sie auch gar nicht zu entscheiden. Wo kommen wir denn da hin!?  Das ist ja gleich in mehrfacher Hinsicht völliger Quatsch.

Es ist längst bekannt, dass Krank sein und Urlaubsreisen sich nicht ausschließen. Erst recht nicht Berufsunfähigkeitsrente(?) und Urlaub. Eine Urlaubsreise kann auf deine Mutter sogar genesungstechnisch wohltuend wirken. Ggf. sich dies vom Arzt bestätigen lassen.

Muss deine Mutter sich denn überhaupt um eine neue Stelle bemühen? Denn dann muss sie tatsächlich den Urlaub mitteilen. Die Denkweise beim JC ist nämlich in der Regel: "Man kann ja krank sein, aber muss dennoch erreichbar sein, um Jobangebote entgegen oder Termine wahr zu nehmen." Aber ohnehin dürften nur solche Arbeiten angeboten werden, die geeignet sind. Bei den hier geschilderten Krankheitsbildern wohl eher unwahrscheinlich, dass es überhaupt eine geeignete Stelle gibt. Das ist dann aber erst mal Ermessenssache des Vermittlers.

Und gleichwohl hat das JC natürlich grundsätzlich Recht, wenn es anmerkt, dass deine Mutter noch keine Alters- oder aber Erwerbsunfähigkeitsrente erhält!? Wie ich dich verstanden habe, "seid ihr da dran" ...



Spricht denn ggf. etwas dagegen, sich vom behandelnden Arzt attestieren zu lassen, dass die Aufnahme einer jedweden Tätigkeit für die Dauer von X Wochen ohnehin ausgeschlossen ist ... und ihr eine Urlaubsreise medizinisch
gesehen vlt. sogar gut tut?


In jedem Fall solltet ihr dringend in Erwägung ziehen, einen (Fach-)Rechtsanwalt (für Sozialrecht, ggf. auch fit im Medizinrecht) zu Rate zu ziehen.

Wie auch immer: Dass man, wenn man krank ist, nicht in Urlaub fahren/fliegen "darf", ist völliger Unsinn. Gerade bei den hier vorliegenden Krankheitssymptomen kann ein Klimawechsel sogar äußerst förderlich sein.

Das sollte ein SB  vom JC aber auch wissen; das zeigt ein mal mehr die Willkürrlichkeit, mit welcher beim JC die Rechte von Menschen mit Füßen getreten und mit welcher Leichtigkeit JC-Mitarbeiter nicht mal davor zurück schrecken mal kurzerhand eine Straftat - hier Nötigung - zu begehen.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Konsultiert am besten einen Rechtsanwalt.

Vielleicht reicht erstmal ein Attest des Hausarztes darüber, dass durch die Reise die Genesung nicht gefährdet ist.

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Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen als KarstenS.

Drück dem Sachbearbeiter beim Jobcenter, wegen dieser Aussage und Aufforderung, trotz vorliegendem Attest, eine Fachdienstaufsichtsbeschwerde rein.

Nur so erfahren auch die direkten (und noch weiter oben sitzenden) Dienstvorgesetzten von diesem menschenverachtenden, rechtlich unhaltbaren und äußerst fragwürdigem Verhalten des Sachbearbeiters.

Bytheway: Sind alle Reha-Maßnahmen seitens der DRV bereits ausgeschöpft?

Bedenke: Reha und berufliche Wiedereingliederung geht immer vor EU-Rente.

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Grundsätzlich dürfen sie nicht. Aber deine Mutter
braucht eine Zustimmung dafür:

"Wer von ALG 2 lebt, darf einmal im Kalenderjahr für
maximal drei Wochen (21 Tage mit Wochenenden und Feiertagen) Urlaub nehmen (...) Benötigt sie vorher immer die Zustimmung Ihres Jobcenters".

- Quelle: www.arbeitslosenselbsthilfe.org/hartz-4-urlaub/

JC wirft immer Knüppel zwischen die Beine...

Deine Mutter sollte Ihren Hausarzt diesbezüglich fragen, ob Ihr Krankheitsbild eine Urlaubsreise zuläßt. Mit einem entsprechenden  Attest muß sie dann den Urlaub beim Jobcenter/Krankenkassegenehmigen lassen.

Das ist ein guter Vorschlag.

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Erstattungsanspruch bei voller Erwerbsminderungsrente

Ich habe rückwirkend ab Juni 2013 die volle Erwerbsminderungsrente bewilligt bekommen. In dieser Zeit bis einschließlich November bekomme ich ALG 2. Die Rente wird ab Dezember gezahlt und natürlich erst am Ende des Monats.

Nun habe ich ein Schreiben zur Information bekommen (kein Bescheid), dass das Jobcenter beim Rentenversicherer die kompletten geleisteten Zahlungen geltend macht, inklusive KdU. Sie wollen sogar die Nachzahlung von Betriebskosten für 2012 vom Rentenversicherer (meiner Nachzahlung) erstattet bekommen.

Da ich aber rückwirkend nicht die Möglichkeit habe, Wohngeld zu beantragen, steht dem Jobcenter nach meinem Kenntnisstand doch lediglich nur ein gewisser Prozentsatz der KdU zu? Und die Betriebskostennachzahlung schon mal gar nicht?

Da ich ja keinen Bescheid bekommen habe sondern nur eine Information, was verrechnet werden soll, kann ich nicht in Widerspruch gegen das Jobcenter gehen.

Was aber genau kann ich tun?

Die Rente wird Ende Dezember gezahlt und ab 1. Dezember bekomme ich keine Leistungen mehr, so stehe ich bis Ende Dezember erst einmal komplett ohne Geld da. Ersparnisse, die das kompensieren könnten, habe ich nicht. Ich dachte, von der Rentennachzahlung (nach Abzug der angemessenen Erstattungsansprüche) wenigstens im Dezember leben und die Miete bezahlen zu können.

Hat vielleicht jemand eine Idee, wie ich verhindern kann, dass diese Summen (Nachzahlung + volle KdU) vom Rentenversicherer eingefordert werden?

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