Rente mit 67 Jahre

2 Antworten

So klar und eindeutig ist die Frage nach der Wirksamkeit solcher arbeitsvertraglicher Altersgrenzen leider nicht mehr zu beantworten. Zu beachten ist nämlich das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz), das unter anderem auch eine Altersdiskriminierung verbietet. Es gibt dazu bereits umfangreiche Rechtsprechung durch alle Instanzen bis hin zum Europäischen Gerichtshof. Diese Rechtsprechung ist immer noch in der Entwicklung, was bedeutet, dass bis zu Deiner Verrentung noch eine Menge passieren kann. Eine definitive Antwort darauf, ob Du nach Deinem 65sten Geburtstag noch weiter arbeiten darfst, kann Dir heute daher niemand geben. Da die Tendenz aber zunehmend dahin geht, solche Klauseln als unwirksam zu behandeln.

Das einfachste ist doch diese Frage direkt mit seinem Arbeitgeber zu klären, ob er bereit ist, Dich nach erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiterzubeschäftigen.

Da Du Schwerbehindert bist, gelten für Dich niedrigere Altersgrenzen, die jedoch auch schrittweise von 60 Jahren auf 63 Jahre angehoben werden. In Deinem Fall wäre das Rentenalter 63J+9M.

Wieweit das in Deinem Vertrag genannte Ende des Arbeitsvertrages überhaupt noch rechtsverbindlich ist, hängt meines Erachtens auch davon ab, ob die Schwerbehinderung schon beim Abschluß des Arbeitsvertrages bestanden hat oder nicht.

Fausformel für die Höhe der Rente in Abhängigkeit der eingezahlten Jahre?

Hallo Leute,

ich habe mal gelesen, dass es eine Fausformel gibt, die besagt, dass man ca. 67% des Nettolohnes als Rente bekommt, wenn man ca. 45 Jahre gearbeitet und damit Rentenbeiträge geleistet hat. Stimmt das?

Gibt es auch eine Fausformel, um wieviel sich die Rente reduziert, wenn man weniger als 45 Jahre eingezahlt hat?

Hintergrund der Frage:

Riester- oder Rüruprente lohnen sich nur, wenn man mehr Rente bekommt, als die Grundversorgung alter Bürger. Wenn man unter dieser Grundversorgung mit der Rente landet, dann wird die Zusatzrente, in die man fleißig eingezahlt hat, zu seiner Rente hinzugezählt. Der Staat hätte dann also weniger draufzuzahlen um auf die Grundversorgung zu kommen. Man würde also für den Staat sparen und nicht dafür, dass man einmal etwas mehr Geld im Alter zur Verfügung hat.

Und nun ist es ja sehr unwahrscheinlich, dass man bis zum Alter von 67 Jahren noch eine Arbeit hat. Also wäre es interessant, wie sich die Höhe der Rente verringert in Abhängigkeit der Anzahl der nicht mehr gearbeiteten Jahre bis 67.

Danke für Eure Hinweise!

Gruß,

Micha

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?